Veröffentlicht inVW

VW-Manager spricht Klartext! Das sind die Pläne für Trinity

Steht nicht nur die Zukunft des neuen Werks von VW, sondern auch die des Trinity-Modells auf Kippe? Der Markenchef spricht Klartext.

© IMAGO / Jürgen Schwarz & regios24 | Montage: News38

VW und seine Töchter - das sind die Marken

Zum Volkswagen Konzern gehören viele weitere bekannte Automarken. Wir stellen die bekanntesten VW-Töchter vor.

VW hatte große Pläne: Das Trinity-Modell sollte das erste Auto vom Konzern sein, das autonom fahren kann.

Für die Produktion scheute VW weder Kosten noch Mühen. Es sollte sogar ein neues Werk nahe des Wolfsburger Stammwerks gebaut werden. Vor einigen Wochen dann die Hiobsbotschaft: Die Zukunft des Trinity-Werks steht auf der Kippe. Kommt das Modell trotzdem?

VW: Kommt das Trinity-Modell?

Vor nicht mal einem Monat haben die Trinity-Gegner in Warmenau ihr Protest-Camp gegen das neue VW-Werk abgebaut (wir berichteten). Der Grund: Volkswagen war sich gar nicht mehr sicher, ob das Trinity-Werk überhaupt erforderlich ist. Wie Markenchef Thomas Schäfer in einem Live-Talk mit der „Braunschweiger Zeitung“ und der „Wolfsburger Allgemeinen“ erzählt, stehe die Zukunft der neuen Produktionshallen weiterhin auf der Kippe.

Der deutsche Autobauer wollte ursprünglich im Jahr 2026 mit der Produktion seines ersten autonom fahrenden Autos starten: Das Trinity-Modell. Da sich aber bei frühen Kalkulationen rausstellte, dass das Stammwerk in Wolfsburg bis zu dem Jahr bereits gut ausgelastet sei und ein neues Modell nur schwer dort gebaut werden könnte, kam die Idee zur Aufrüstung. Ein neues Werk in Wolfsburg-Nähe sollte her. Einige Städte haben sich beworben, Warmenau setzte sich mit seinen freien Ackerflächen durch.

VW-Markenchef spricht über Pläne

Wie Schäfer in dem Live-Talk verrät, ist die Software von VW noch nicht so weit, dass sie bis 2026 ein sicheres autonomes Fahren gewährleisten könnte. Und das stehe bei dem Konzern nun mal an oberster Stelle. Daher wird die Produktion des Trinity-Modells ein bis zwei Jahre nach hinten verschoben. Das sei aber laut Schäfer nichts Ungewöhnliches. Er ist sich sicher: Trinity wird kommen. Das Warmenauer Werk: Fraglich. Denn durch den späteren Produktions-Start des Modells kann die Produktion im Wolfsburger Werk neu kalkuliert werden, sodass eine Ausgleichsfläche vielleicht gar nicht von Nöten ist.


Mehr Themen:


Schäfer sieht darin eine Chance, Geld zu sparen und die Produktion unter einem Dach zu halten. Allerdings lasse sich VW die Entscheidung noch offen. Erst Ende Januar/Anfang Februar möchte sich der Konzern endgültig festlegen. Schäfer ist sich sicher, dass das autonome Fahren trotzdem bald kommen wird. Dabei sieht er China aber als Vorreiter. Volkswagen wolle noch so lange warten, bis die Technik dazu in der Lage ist.