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VW-Bericht: Problem-Motor macht weiter Ärger – zwei Werke drosseln Produktion

Bitter für VW! Weil es offenbar weiterhin einen Motoren-Engpass gibt, ruckelt es in zwei Werken. Einige Mitarbeiter sind in Kurzarbeit.

© IMAGO/Uwe Meinhold

VW und seine Töchter - das sind die Marken

Zum Volkswagen Konzern gehören viele weitere bekannte Automarken. Wir stellen die bekanntesten VW-Töchter vor.

Es ist wie verhext: Eigentlich würde VW gerne noch viel mehr Elektro-Autos bauen.

Weil der Konzern aber offenbar ein großes technisches Problem nicht in den Griff bekommt, müssen gleich zwei Werke ihre Produktion drosseln.

VW dämpft Produktion

Laut „Handelsblatt“ belasten fehlende E-Motoren weiterhin die Produktion. Am reinen Elektro-Standort in Zwickau hat VW daher die Produktion (ID.4, ID.5 und Audi Q4 e-tron) drosseln müssen: In einer Halle wird aktuell nur noch an drei statt an fünf Tagen in Früh-, Spät- und Nachtschicht gearbeitet. Die betroffenen Mitarbeiter sind entsprechend in Kurzarbeit oder können an Weiterbildungs-Angeboten teilnehmen, heißt es in dem Bericht.

VW-Tochter Skoda reagiert spontan

Auch bei der tschechischen VW-Tochter Skoda läuft es wegen des Motoren-Mangels nicht rund. Daher hat Skoda die Produktion des Elektro-SUV Enyaq gedämpft – stattdessen bauen die Mitarbeiter umso mehr Verbrenner-Modelle des Octavia. Wie lange der Engpass noch andauert, blieb zunächst offen. Laut „Handelsblatt“ muss VW trotz eingesetzter Taskforce wohl noch bis zum Sommer warten.

Offenbar hängt alles von dem neuen Motor APP550 ab, der im VW-Komponentenwerk Kassel gebaut wird. Verbaut wird der stärkere und effizientere Motor konkret in den Modellreihen ID.4, ID.5, ID.7 sowie dem Audi Q4 e-tron, dem Skoda Enyaq und dem Cupra Tavascan. Dass es bei ihm Probleme gibt, ist schon länger bekannt.


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Insidern zufolge kam es beim Hochlauf einer Produktions-Anlage zu Fehlern, die laut dem Bericht immer noch nicht komplett behoben werden konnten. Daher bauen die VW-Werker in Kassel weiterhin deutlich weniger Elektro-Motoren, als es technisch möglich wäre. Die Rede war zuletzt von nur 30 Prozent Auslastung – eine sehr bittere Pille für VW.