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VW mischt bei Demo mit – hier kennt der Konzern keine zwei Meinungen

Bei dieser Demo wirst du viel VW-Präsenz bemerken. Der Konzern aus Wolfsburg möchte sich bei diesem Thema klar positionieren.

Volkswagen-Chef Oliver Blume nimmt am Sonntag in Wolfsburg an einer Demonstration für Demokratie und Vielfalt teil.
© picture alliance/dpa

Wolfsburg – das ist die VW-Stadt

Die ganze Welt kennt Wolfsburg - dank VW. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wolfsburg im Jahr 1302. Gegründet wurde die Stadt 1938 als Sitz des Volkswagen-Werks.

VW will einmal mehr Flagge zeigen – in Person von Konzernchef Oliver Blume.

Der VW-Chef hat angekündigt, bei einer Demo in Wolfsburg Stellung zu nehmen. Er will eine Rede halten.

VW-Chef bei Demo gegen rechts

Bei der Demo gegen rechts unter dem Motto „Für Demokratie und Zusammenhalt“ werden am Sonntag (18. Februar) ab 11.30 Uhr um die 15.000 Teilnehmer in Wolfsburg erwartet. Oliver Blume ist einer davon. Er möchte auf dem Wolfsburger Rathausplatz für Vielfalt, Demokratie und eine weltoffene Haltung werben: „Der Volkswagen-Konzern und die Porsche AG sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und stehen für den demokratischen Zusammenhalt“, hieß es vorab. „In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, diesen Zusammenhalt zu stärken.“

VW: Als Konzern Stellung beziehen

Aufgerufen zu der Demonstration hat das Bündnis „Schulterschluss der Wolfsburger Demokraten“, dem neben Gewerkschaften, Kirchen, den Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne sowie dem VfL Wolfsburg auch VW und dessen Betriebsrat angehören.

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Auch Betriebsratschefin Daniela Cavallo will eine Rede halten: „Werte wie Vielfalt, Toleranz, Weltoffenheit und partnerschaftliches Miteinander bilden die Basis unseres Konzerns.“ Daher deckten sich die Werte der Demo mit denen des Konzerns.


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Nach dem Bekanntwerden eines Treffens radikaler Rechte mit AfD-Politikern sowie einzelnen Mitgliedern der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam hatten bereits mehrere Unternehmenschefs gegen Rechtsextremismus und Rassismus Stellung bezogen. „Jetzt ist der Moment, in dem man aufstehen muss“, sagte kürzlich Bahnchef Richard Lutz im Interview mit „Bild“. Er selbst habe privat bereits an mehreren Demonstrationen gegen Rechtsextremismus teilgenommen, zuletzt bei der Großdemo am 3. Februar in Berlin. Anders als jetzt der VW-Chef war er dort aber nicht als Redner aufgetreten.