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VW: Heftige Abfuhr für den Golf! Prüfer ist sprachlos – „Wer soll das Pannenmobil kaufen?“

Der VW-Golf ging bei einem Auto-Magazin durch den Langzeittest und konnte nicht auf voller Linie überzeugen – im Gegenteil.

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© IMAGO/Pond5 Images

VW Golf – das ist die Geschichte des Weltbestsellers!

Die Geschichte des VW Golf von seinen Anfängen im Jahr 1974 bis zur achten Generation.

Golf-Fans sollten sich jetzt besser anschnallen! Denn ein neuer Langzeit-Test kommt jetzt mit einem erschütternden Fazit daher. Der Titel provoziert dabei bewusst: „Der schlechteste Golf seit 24 Jahren?“, schreibt das Magazin „Auto, Motor und Sport“. Die Kritik am VW-Klassiker kommt aber nicht von ungefähr.

Die Redaktion fuhr einen aktuellen VW Golf Variant Alltrack in einem 100.000 Kilometer Dauerlauf – und der VW-Kompaktwagen gab sich dabei laut dem Magazin als regelrechter „Dauergast in der Werkstatt“. Was war da los?

VW-Golf überzeugt nicht im Langzeit-Test

Offenbar lief der Langzeit-Test nicht ganz so reibungslos, wie sich das die VW-Chefetage wünschen würde. Aber – und das ist ganz wichtig zu erwähnen – die Tester von „Auto, Motor und Sport“ hatten auch nicht nur zu meckern. Im Gegenteil. Vor allem im Motorraum und im Getriebe konnte der Golf mit seinen Tugenden durchaus überzeugen. Getestet wurde ein Zweiliter-TDI mit Doppelkupplungsgetriebe und Allrad, Baujahr 2021 (Kostenpunkt: Etwa 55.000 Euro). Und gerade für den Motor hatten die Prüfer einiges an Lob übrig. Er laufe „stets ruhig“ und wirke in fast „allen Lebens- und Drehzahllagen kraftvoll“. Typisch Golf eben.

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Auch der Verbrauch wusste zu überzeugen. Die getesteten 6,7 Liter auf 100 Kilometer schafft sicher nicht jede 200-PS-Maschine dieser Klasse. Manche Kollegen hätten auf Langstrecken auch gut und gerne mal eine Fünf vor dem Komma stehen gehabt. „Mit dem 55-Liter-Tank lässt sich die Republik so von Ost nach West ohne einen Tankstopp durchqueren“, so das Auto-Magazin.

Software mit Tücken

Die Tücken verstecken sich bekanntlich aber im Detail – und genau hier fingen die Probleme bei gut der Hälfte des Tests schon an. Verantwortlich dafür war unter anderem das optionale adaptive Fahrwerk, das zwar für ruhiges und entspanntes Fahrgefühl sorgt – gleichzeitig aber offenbar hohen Verschleiß mit sich bringt. Im Test führte das Fahrwerk nämlich dazu, dass sich die Reifen unterschiedlich abgefahren hatten und ausgetauscht werden mussten. Außerdem war einer der Bremsbeläge komplett verschlissen. Bitter: Weil sich nur ein Verschleißsensor im Auto befindet, hat der Golf das gar nicht gemerkt. Letztlich mussten aber alle Bremsscheiben und alle Beläge ausgetauscht werden.

Auch das Infotainment-System an Bord wollte die Redaktion nicht so richtig überzeugen – und das von Anfang an. Einen unangenehmen Ersteindruck lieferte gleich Mal das Soundsystem: „Ohne Vorwarnung dröhnte das Harman-Kardon-System einmal mit unerträglich lauten Geräuschen aus allen Lautsprechern“, so der Test-Bericht. Ein seltsamer Fehler, der auch zugegebener Maßen nicht wieder auftauchte. In der Software verbargen sich aber noch ganz andere Tücken. Manche Slider wollten nicht aufleuchten, die Boot-Prozesse waren oft lang, der Touchscreen träge. Außerdem sei das ganze System ständig abgestürzt – „mitunter ohne Rehabilitation nach dem Neustart“. Autsch.


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Daneben bereiteten auch das Lenkrad, der Fahrassistent und die Klima-Anlage der Redaktion Probleme. Am Ende war die Liste an Fehlermeldungen, die der GTÜ-Prüfer ausspucken ließ, ganze fünf DIN-A4-Seiten lang. Darunter fanden sich auch „gravierende Meldungen zu Airbag- und ABS-Fehlfunktionen“. „Auto, Motor und Sport“ fragte sich nach dem 100.000-Kilometer-Test daher, wie sie denn Golf nun wieder loskriegen. Zitat: „Wer soll das Pannenmobil kaufen?“