Braunschweig 

Braunschweig: Dieses Bild sorgt noch immer für Gänsehaut – es zeigt einen der schlimmsten Unfälle der Stadt-Geschichte

Dieses Bild werden viele Braunschweiger wohl niemals vergessen. Es zeigt einen der schlimmsten Unfälle, die es jemals in der Stadt-Geschichte gab.
Dieses Bild werden viele Braunschweiger wohl niemals vergessen. Es zeigt einen der schlimmsten Unfälle, die es jemals in der Stadt-Geschichte gab.
Foto: dpa/imago images/Einsatz-Repotz24/Montage

Braunschweig. Es gibt Momente, die vergisst man nicht. Unabhängig davon, ob jemand sie in dem Augenblick als Bild oder Video festgehalten hat – oder nicht. Es sind Momente, die sich ins Gedächtnis brennen. Und die auch Jahre später noch nachhallen.

Der 18. November 2003 gehört zu solchen Momenten. Denn an dem Tag ereignete sich in Braunschweig ein Unfall, dessen Bilder noch heute unter die Haut gehen.

Braunschweig: Diese Unfall-Bilder sind unvergessen

Es war Dienstag, der 18. November 2003, als um 7.38 Uhr der Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr Braunschweig einging. Der Alarm: Eine Straßenbahn war entgleist. Mehrere Personen sind verletzt.

Die Feuerwehr schickte daraufhin sofort einen Rüstzug, Löschzug, den Leitenden Notarzt, mehrere Rettungswagen und die DLRG-Tauchergruppe und die Höhenrettungsgruppe in Richtung Europaplatz. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein dramatisches Bild.

Denn die Straßenbahn war entgleist und hatte ein Brückengeländer durchbrochen. Zwei Anhänger blieben glücklicherweise auf der Brücke stehen, doch der vorderste Waggon steckte mit dem Führerhaus im Schlamm des Flusses. Das Führerhaus des Fahrers stand unter Wasser.

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Fahrgäste retten sich schwimmend ans Ufer

Wie der „Spiegel“ berichtet, konnten sich die Fahrgäste teils schwimmend ans Ufer der Oker retten. Fünf Fahrgäste waren leicht verletzt und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Der Fahrer erlitt einen schweren Schock. Ebenfalls unter Schock standen Schüler der Berufsschule Kastanienallee. Sie hatten in der Straßenbahn gesessen und waren nach dem Unfall selbstständig zur Schule gegangen. Doch offenbar setzte ihnen der Unfall doch mehr zu, als sie anfänglich glaubten. Der Schulsanitätsdienst kümmerte sich gemeinsam mit dem Notfallseelsorger der Feuerwehr um die Schüler.

Für andere Fahrgäste, die noch am Unfallort ausharrten, hatte der Einsatzleiter einen Reisebus geordert – inklusive Decken. Der Busfahrer konnte diejenigen, die mitfahren wollte, dann nachhause bringen.

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Unfall verursacht Millionenschaden

Doch mit der Versorgung der Fahrgäste war es für die Einsatzkräfte noch nicht getan. Denn um die Straßenbahn wieder aus der Oker zu ziehen, musste ein Kran angefordert werden. Es dauerte mehrere Stunden, bis der Wagen wieder oben war. Der Schaden, der durch den Unfall entstand, wurde seinerzeit auf 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt.

Es sind Bilder, die bis heute nicht vergessen sind. Und offenbar hatten die zahlreichen Fahrgäste damals wahrlich Glück um Unglück. Das erklärte ein Polizeisprecher damals gegenüber „Spiegel“. Denn wären alle Waggons in die Oker gestürzt, hätte es wohl viele Opfer geben können. (abr)