Braunschweig 

Braunschweig: Soll die Löwenstadt Weltkulturerbe werden? Diese fünf Orte haben laut CDU großes Potential

Der Löwe ist das Zeichen des Herzogs Heinrich – in der Stadtgeschichte für Braunschweig auch kein Unbedeutener. Doch könnte er auch Weltkulturerbe werden? Die CDU Braunschweig hat nun fünf Plätze und Orte ins Rennen geschickt, die das Potential hätten.
Der Löwe ist das Zeichen des Herzogs Heinrich – in der Stadtgeschichte für Braunschweig auch kein Unbedeutener. Doch könnte er auch Weltkulturerbe werden? Die CDU Braunschweig hat nun fünf Plätze und Orte ins Rennen geschickt, die das Potential hätten.
Foto: imago images/Schöning/Symbolbild

Braunschweig, UNESCO Weltkulturerbe?

Wenn es nach der CDU Braunschweig geht, hat die Löwenstadt definitiv Potential. Vor allem fünf Orte kämen dafür infrage. Welche das sind, verraten wir dir hier.

Braunschweig: Diese Plätze schließt die Stadt aus

Vor einigen Wochen flatterte bei der Stadt Braunschweig ein Schreiben des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) ein. Das MWK wollte wissen, ob die Löwenstadt Vorschläge machen möchte, mit welchen Orten, Plätzen oder anderen Besonderheiten Braunschweig auf der Vorschlagsliste (Tentativliste) für das Weltkulturerbe landen könnte.

Irgendwie kommt einem da als erstes der Burgplatz in den Sinn. Der wurde allerdings bereits von 1995 bis 2003 als mögliche Bewerbung für das Weltkulturerbe diskutiert – und ist seinerzeit als Vorschlag durchgefallen. Warum? Zum einen war die Tentativliste zum damaligen Zeitpunkt bereits geschlossen und zum anderen besetzt der Burgplatz nach Auffassung der Stadt keine thematische Lücke. Heißt konkret: Das Segment Altstadt mit mittelalterlichen Plätzen ist in Deutschland bereits mehrfach besetzt.

Ein anderer Vorschlag, der immer wieder diskutiert wurde, sind die Wallanlagen. Doch national und international seien bereits Städte mit Wallanlagen als Welterbestädte gelistet. Außerdem problematisch: Wesentliche Elemente, also fast alle historischen Eingangssituationen und der ringförmige Zusammenhalt im Süden, seien kaum mehr erkennbar.

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Die Stadt Braunschweig weiß bei beiden Vorschlägen um die Besonderheiten und betrachtet sowohl den Burgplatz als auch den Wallring als „herausragende Kulturdenkmale“ und Orte, die für das kulturelle Leben in Braunschweig große Bedeutung haben. Chancen, damit am Ende international Erfolg zu haben, bewertet die Verwaltung allerdings als gering.

Doch so schnell will sich die CDU Braunschweig wohl nicht geschlagen geben – und bringt fünf Vorschläge ins Spiel.

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Diese Traditionsinseln gibt es laut CDU:

  • Aegidienviertel
  • Altstadtmarkt
  • Burgplatz
  • Magniviertel
  • Michaelisviertel

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Nach Auffassung der CDU hätten all diese Orte „ein Alleinstellungsmerkmal und international zeitgeschichtliche Relevanz“. Bei allen Traditionsinseln handele es sich um „eine einzigartige Verknüpfung von Erinnerungskutlur und Aufbau einer modernen Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg“, wird Thörsten Köster in einer Pressemeldung zitiert.

Die Traditionsinseln würden an das mitterlalterliche Braunschweig erinnern. Im Mittelpunkt stünden laut CDU die Michaelis-, Martini-, Aegidien- und Magnikirche sowie der Dom. Aber auch das Geandhaus, das Altstadtrathaus oder das Huneborstelsche Haus seien herausragende Kulturschätze, ähnlich wie der Löwe auf dem Burgplatz.

Doch welche Kriterien müssen eigentlich erfüllt sein, damit etwas Weltkulturerbe werden kann?

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Kritierien für das Weltkulturerbe:

  • Authentizität (historische Echtheit)
  • Integrität (Unversehrtheit)
  • außergewöhnlicher universeller Wert für die Menschheit
  • Vorschlag muss national als auch international ein Alleinstellungsmerkmal besitzen

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CDU Braunschweig stellt Prüfantrag

Bis Ende März könnte Braunschweig seinen Hut in den Ring werfen und Vorschläge beim MWK einreichen. Eine Entscheidung darüber, welche Vorschläge es dann auf die nationale Vorschlagsliste schaffen, soll dann erst im Herbst 2023 fallen. 2024 geht die Liste an die UNESCO. Und erst dann beginnt das internationale Prüf- und Auswahlverfahren. Das wiederum kann sich über Jahre ziehen.

Im Dezember befand die Stadt Braunschweig allerdings noch, dem niedersächsischen Mitbewerber Schöningen nicht in die Quere zu kommen. Denn Schöningen wolle sich mit dem Projekt „Archäologische Grabungen und Funde Schöningen“, kurzum Schöninger Speere, bewerben.

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Ein finales Wort scheint allerdings noch nicht gesprochen. Wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet, hat die CDU einen Prüfauftrag angekündigt. Jetzt muss die Partei nur noch auf eine Mehrheit hoffen und darauf, dass der Auftrag positiv ausfällt, dann könnte der Stadtrat entscheiden – und vielleicht würde Braunschweig dann doch noch eine Bewerbung rausschicken.