Braunschweig 

Braunschweig: Frau hat Vorstellungsgespräche – aber vorher steht sie vor einem Problem, das wir alle kennen

Eine Frau aus Braunschweig hatte Bewerbungsgespräche – aber schon vorher gab es ein Problem. (Symbolbild)
Eine Frau aus Braunschweig hatte Bewerbungsgespräche – aber schon vorher gab es ein Problem. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / agefotostock

Braunschweig. Eine Frau aus Braunschweig hat ein Problem. Wobei sie damit alles andere als allein ist.

Denn Melanie aus Braunschweig würde sehr gerne mal wieder zum Friseur gehen. Wegen der Corona-Pandemie geht das aber momentan nicht: Der Lockdown wird für den einen oder die andere derzeit quasi zum „Lockendown“.

Braunschweig: Frau auf Jobsuche hat ein Problem

Wenn man dann auch noch einen wichtigen Termin hat, ist eine ungestylte Matte auf dem Kopf noch nerviger. So erging es auch Melanie aus Braunschweig vor gut drei Wochen.

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Die junge Frau hatte nämlich Vorstellungsgepräche. „Ich sehe aus wie eine Vogelscheuche“, schrieb sie verzweifelt in einer öffentlichen Facebook-Gruppe. Dort hoffte sie auf Tipps für ihre Frisur.

Neben einigen Ratschlägen gab es dann auch ein paar Aufmunterungen:

  • „Kurze Haare kann man mit Gel, je nach vorangegangenem Schnitt, etwas formen, auch Stylingpumpspray hilft. Bei mir hat ein Probelauf damit gut geklappt. Und da jeder zukünftige Arbeitgeber weiß, wie die derzeitige Situation ist, kann Dir niemand daraus einen Strick drehen.“
  • „Man muss die Matte mit Würde tragen, so ist das im Moment nunmal. Der Personaler wird sich aber auch nicht wirklich für den ausgebliebenen Haarschnitt interessieren sondern für das, was darunter lebt.“
  • „Ich denke, dein Gegenüber kennt die Situation in Deutschland. Mach dich einfach natürlich zurecht.“
  • „Achte darauf, dass sie ordentlich sind und arbeite mit Spangen oder Zopfgummis.
    Wer dich in der jetzigen Situation wegen einer schlecht sitzenden Frisur nicht nimmt, hat dich nicht verdient!“
  • „Ich würde das Beste draus machen (Haarband, Spangen) und das offensiv ansprechen. 'Entschuldigen Sie, dass meine Haare so aussehen, aber aufgrund der aktuellen Situation konnte ich leider schon lange nicht zum Frisör.' Das versteht jeder.“

Auch drei Wochen später hat Melanie aus Braunschweig noch keine Frisur-Lösung gefunden, die sie wirklich zufriedenstellt. Es ist echt ne Katastrophe, schreibt sie – ein wenig augenzwinkernd – an news38.de.

Braunschweigerin ergattert neuen Job

Aber: Die Vorstellungsgespräche hat sie hinter sich gebracht. Und, siehe da: Melanie hatte Erfolg – die Braunschweigerin hat einen Job ergattert! Kommende Woche geht's schon los.

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Aber: „Da ist das Problem jetzt noch akuter, da ich als Medizinische Fachangestellte arbeite und gepflegt aussehen möchte, was mittlerweile kaum noch möglich ist. Und ein Nicht-Wohlfühlen kommt dann natürlich auch noch dazu.“

Vielleicht hilft es zu wissen, dass sie nicht allein ist. Und: Womöglich dürfen die Friseure ja schon bald wieder öffnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel jedenfalls hatte in der Öffnungsstrategie zuletzt explizit Friseure genannt... (ck)