Braunschweig 

Braunschweig: Stadt ahndet Falschparker – doch eine Sache sorgt bei der SPD für Verwunderung

Das Ordnungsamt überprüft und ahndet Falschparker. (Symbolbild)
Das Ordnungsamt überprüft und ahndet Falschparker. (Symbolbild)
Foto: Funke Foto Services

Braunschweig. Wer in Braunschweig falsch parkt, der muss zahlen: Darin unterscheidet sich die Löwenstadt nicht von anderen Städten in Deutschland.

Doch der SPD in Braunschweig ist nun etwas aufgefallen, das sie in der nächsten Ratssitzung ansprechen will.

SPD in Braunschweig wirft Frage über Kontrolle von Falschparkern auf

Denn anscheinend würden Falschparker in Braunschweig vor allem in der Innenstadt geahndet. Nicht jedoch in den äußeren Bereichen, obwohl nach Ansicht der SPD gerade dort viele Autofahrer ihre Fahrzeuge falsch abstellen und so andere – vor allem Fußgänger – behindern würden.

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„Große Bereiche außerhalb der Innenstadt werden nach unserer Kenntnis eher selten überwacht beziehungsweise kontrolliert. Somit können in einem großen Gebiet der Stadt Parkverstöße, wie das nach StVO unzulässige Gehwegparken oder andere behindernde Parkverstöße, nicht erfasst und insbesondere nicht geahndet werden, sodass eine nachhaltige Verhaltensänderung von Falschparkenden vermutlich nicht zu erwarten ist“, schreibt Detlef Kühn von der SPD in einer Anfrage an den Bauausschuss der Stadt.

Stärkere Kontrollen in City wegen höherer Frequenz

Der Grund für die stärkeren Kontrollen in der City im Vergleich zu den Randgebieten liegt auf der Hand: Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens in der Innenstadt ist es für das Ordnungsamt sinnvoller, dort viele Politessen einzusetzen, die Falschparker aufschreiben. Denn die Parkmöglichkeiten in der City sind begrenzter, dadurch werden mehr Menschen behindert als in den größeren Randgebieten.

Die SPD wirft deswegen die Frage für den Rat auf, wie viele Mitarbeiter des Ordnungsamtes überhaupt im Einsatz sind und ob es eine Möglichkeit gibt, die Überwachung des sogenannten ruhenden Verkehrs besser zu gestalten.

Um diese Frage kümmert sich der Braunschweiger Bauausschuss in einigen Tagen.

Falschparken kann ganz schön teuer werden

Übrigens kann Falschparken ganz schön teuer werden. Von 10 Euro bis zu 100 Euro kann es kosten, wenn das Auto falsch abgestellt wird. Und mit dem neuen Bußgeldkatalog sogar noch mehr: Wer auf Geh- oder Radwegen oder in zweiter Reihe parkt, muss mit 110 Euro Bußgeld rechnen. (fb)