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Braunschweig: Durchbruch im Fall Maddie McCann? DAS droht Christian B. jetzt!

Fall Maddie: Schrebergarten bei Hannover durchsucht

Fall Maddie: Schrebergarten bei Hannover durchsucht

Im Fall der vermissten Maddie McCann haben Ermittler eine Schrebergartenparzelle bei Hannover durchsucht. Maddie verschwand vor 13 Jahren spurlos in Portugal. Der Deutsche Christian B. gilt als Verdächtiger in dem Fall.

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Braunschweig/Oldenburg. Der Fall Maddie McCann beschäftigt Ermittler seit fast 15 Jahren. Zwar gibt es einen Verdächtigen, allerdings fehlt es an handfesten Beweisen. Christian B., der zeitweise in Braunschweig lebte, sitzt derzeit im Knast – allerdings wegen eines anderen Verbrechens. In Portugal hatte der 45-Jährige eine Frau vergewaltigt.

Doch jetzt kommt der Fall Maddie noch mal ins Rollen – die portugiesischen Behörden haben den Status des 45-Jährigen geändert. Christian B. wird jetzt offiziell als Verdächtiger geführt. Und das könnte Konsequenzen für ihn haben.

Ex-Braunschweiger soll Maddie umgebracht haben

Maddies Eltern finden die Neu-Einstufung prinzipiell gut – aber die Hoffnung der McCanns ruht darauf, dass die Ermittler in einem Punkt irren... „Das spiegelt einen Fortschritt in den Ermittlungen wider, die von den portugiesischen, deutschen und britischen Behörden durchgeführt werden“, hieß es in einer Mitteilung auf der von den Eltern betriebenen Website.

Die Entscheidung hatte die Staatsanwaltschaft der portugiesischen Region Faro am Donnerstagabend veröffentlicht, allerdings ohne den Namen des Deutschen zu nennen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich aber um den inhaftierten Christian B., der in dem Fall unter Mordverdacht steht.

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Ihre Hoffnung setzten Madeleines Eltern darauf, dass die Ermittler mit dem Mordverdacht nicht ganz richtig liegen. Es sei wichtig, zu bemerken, dass der Verdächtige noch nicht angeklagt worden sei im Zusammenhang mit dem Verschwinden ihrer Tochter im Mai 2007, heißt es in der Mitteilung weiter. „Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering sein sollte, haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Madeleine noch immer am Leben ist und wir mit ihr vereint werden.“

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Christian B. sitzt zurzeit im niedersächsischen Oldenburg eine mehrjährige Haftstrafe wegen der Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2005 in deren Haus in der Nähe von Praia da Luz ab – dem Ort aus dem Maddie verschwunden war.

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Im Juni 2020 hatten das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mitgeteilt, dass der inhaftierte Christian B. in dem Fall unter Mordverdacht stehe. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag ganz allgemein, dass es jüngst ein Rechtshilfeersuchen aus Portugal gegeben habe, dem stattgegeben worden sei. Details zu dem Beschuldigten nannte der Sprecher aber nicht. Das Verfahren werde in Portugal geführt, hieß es.

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai 2021 hätte Maddie McCann ihren 18. Geburtstag gefeiert

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Ex-Braunschweiger Christian B. droht Mordanklage

Die formelle Einstufung einer Person als verdächtig stellt noch keine Anklage dar, ist aber eine Voraussetzung dafür. Denn die Maßnahme unterbricht unter anderem die Verjährung, die nach portugiesischem Recht bei Mord nach 15 Jahren eintritt. Da das Mädchen am 3. Mai 2007 verschwand, wäre die Verjährung schon in wenigen Tagen eingetreten. Das heißt im Klartext: Dem ehemaligen Braunschweiger Christian B. droht jetzt eine weitere Anklage! (dpa/red)