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Braunschweig: Der Fall Maddie McCann – ist das der Durchbruch? Verdächtigem droht jetzt DAS

Fall Maddie: Schrebergarten bei Hannover durchsucht

Fall Maddie: Schrebergarten bei Hannover durchsucht

Im Fall der vermissten Maddie McCann haben Ermittler eine Schrebergartenparzelle bei Hannover durchsucht. Maddie verschwand vor 13 Jahren spurlos in Portugal. Der Deutsche Christian B. gilt als Verdächtiger in dem Fall.

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Braunschweig/Oldenburg. Der Fall Maddie McCann beschäftigt Ermittler seit mehr als einem Jahrzehnt. Zwar gibt es einen Verdächtigen, allerdings fehlt es an handfesten Beweisen. Christian B., der zeitweise in Braunschweig lebte, sitzt derzeit im Knast – allerdings wegen eines anderen Verbrechens. In Portugal hat der 45-Jährige 2005 eine Frau vergewaltigt.

Doch jetzt kommt der Fall nochmal ins Rollen – die portugiesischen Behörden haben den Status des 45-Jährigen geändert. Denn jetzt wird er offiziell als Verdächtiger geführt. Und das könnte Konsequenzen für ihn haben.

Braunschweig: Christian B. droht jetzt DAS

Im Mai 2007 soll der mittlerweile 45-jährige Christian B. die damals dreijährige Maddie McCann im portugiesischen Praia da Luz entführt und ermordet haben. Doch lange konnte man dem Verdächtigen nichts nachweisen.

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai 2021 hätte Maddie McCann ihren 18. Geburtstag gefeiert

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Wie die „Bild“ berichtet, sollen die Behörden in Portugal einen wichtigen Schritt gegangen sein – und Christian B. nun offiziell als Verdächtigen („Arguido“) führen. Das heißt im Klartext: Christian B. droht jetzt eine weitere Anklage!

Braunschweig: DAS sagt der Anwalt von Verdächtigem

Die „Bild“ hat beim Anwalt von Christian B., Friedrich Fülscher, nachgehakt. Der meint: „Der Schritt der portugiesischen Behörden sollte nicht überbewertet werden.“ Denn für ihn scheint das Ganze wie ein „prozessualer Kunstgriff“. Doch aus welchem Grund?

+++ Maddie McCann: Drastische Entscheidung – geben die Ermittler jetzt auf? +++

In Portugal kann Mord, anders als in Deutschland, verjähren. Und in wenigen Tagen würde genau das einsetzen. Die Behörden würden Fülschers Ansicht nach versuchen, die Verjährung zu unterbinden. Somit könnte der Verdächtige Christian B. ab dem 3. Mai in Portugal wegen des Mordes an Maddie McCann nicht mehr angeklagt werden.

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Da in Deutschland Mord aber nicht verjährt, stellt sich die Frage, ob die Behörden aus Portugal ihre Ermittlungen auf die Erkenntnisse aus Deutschland stützen wollen. Zwei Sachen stehen allerdings fest: In Deutschland wird weiter gegen Christian B. ermittelt und die portugiesische Staatsanwaltschaft will mit deutschen Behörden zusammenarbeiten. (jko)