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Braunschweig: „Ich habe nichts getan – naja, fast nichts“ – Maddie McCann-Verdächtiger verhöhnt seine Opfer

Maddie McCann: Das ist ihre Familie

2007 verschwindet die kleine Maddie McCann in Portugal. Für ihre Familie beginnt ein Albtraum.

Braunschweig/Oldenburg. 

Der Verdächtige im Fall Maddie McCann versucht einmal mehr, seine Unschuld zu beteuern.

Der Ex-Braunschweiger Christian B. hat erneut einen Brief geschrieben – mit ziemlich wirrem Inhalt. Mit dem Verschwinden von Maddie McCann will der verurteilte Sexualstraftäter weiterhin nichts zu tun haben.

Und: Er verspottet auch die Ermittler in Braunschweig.

Maddie McCann: Ex-Braunschweiger Christian B. schreibt Brief

Die „Daily Mail“ zitiert exklusiv aus dem fünfseitigen Schreiben, das Christian B. in der JVA Oldenburg verfasst hat, wo er wegen der Vergewaltigung einer Rentnerin eine siebenjährige Haftstrafe absitzt. Adressatin war demnach eine anonyme Freundin.

„Willkommen beim größten Abenteuer, das du dir vorstellen kannst. Ich bin der bekannteste Bösewicht der Welt und ich habe nichts getan – na ja, fast nichts.“ In dem Brief gesteht der 45-Jährige, dass er mit Drogen gedealt hat und in Wohnungen eingebrochen ist – „und als ich 17 war, gab es irgendwas mit Kindern.“

Gleichzeitig schwört er, niemanden entführt oder umgebracht zu haben. Seitdem er volljährig sei, habe er niemanden mehr angegriffen. „Ich habe ein paar dumme Fehler gemacht, als ich jünger war, aber wer hat das nicht?“

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Mehr zum Fall Maddie:

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Dabei hatte ihn die portugiesische Polizei vor fünf Jahren auf einem Spielplatz erwischt – mit heruntergelassener Hose vor Kindern. Wegen seines offenen Haftbefehls wurde Christian B. damals ausgeliefert. Das Landgericht Braunschweig hatte ihn wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Maddie McCann: Verdächtiger verspottet Ermittler aus Braunschweig

Der ehemalige Braunschweiger stellt sich in dem Brief einmal mehr als Justizopfer dar. Zu den unter anderem in der Löwenstadt laufenden Ermittlungen im Fall Maddie McCann schreibt er: „Sie hatten nicht mal einen Beweis dafür, dass ich in den Fall McCann verwickelt war und sie haben ihn noch immer nicht.“

+++ Braunschweig: Schlinge im Fall Maddie McCann zieht sich zu – „Wir haben neue Fakten“ +++

Er selbst wisse von fünf offenen Verfahren gegen ihn, in denen es um Missbrauch und Vergewaltigung geht. „Sie haben die Wahrheit so unprofessionell manipuliert, dass ich lachen muss“, schreibt der verurteilte Straftäter laut „Daily Mail“. Seinen Sinn für Humor habe er nicht verloren, das halte ihm am Leben.

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai 2021 hätte Maddie McCann ihren 18. Geburtstag gefeiert

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Zuletzt war wieder Bewegung in den Fall der seit fast 15 Jahren verschwundenen Britin Maddie McCann gekommen. Vergangene Woche hatten die portugiesischen Behörden den Status von Christian B. geändert – seitdem wird er als „Arguido“, also formeller Verdächtiger, geführt. Heißt: Jetzt könnte er angeklagt werden. (Mehr zur rechtlichen Einstufung liest du hier!) (ck)

Es ist nicht der erste Brief, den Christian B. im Knast geschrieben hat. Zuletzt hatte er etwas zu jammern. (Was ihn störte, erfährst du hier!)