Braunschweig 

Braunschweig: Sie marschieren wieder – Neonazis brüsten sich als Dorf-Sheriffs

Pressefreiheit: Demonstranten bieten NPD die Stirn

Pressefreiheit: Demonstranten bieten NPD die Stirn

Anlass der Gegendemonstration von einigen Tausend Menschen in Hannover war am Samstag eine Kundgebung der rechtsextremen NPD.

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Braunschweig. Sie sind wieder da: Diesmal tauchten die selbsternannten Dorf-Sheriffs im Westlichen Ringgebiet in Braunschweig auf.

Neonazis in roten Westen, die so genannte „Schutzzonen“, waren diesmal im Westlichen Ringgebiet in Braunschweig unterwegs. Die Polizei Braunschweig ist alarmiert.

Braunschweig: Neonazis in roten Westen

Die Kleinstpartei „Die Rechte“ schreibt, man habe am vergangenen Sonntag mal wieder Präsenz gezeigt, unter anderem am Ringgleis. Die Polizei Braunschweig weiß das natürlich. Und hat die Aktionen der Rechtsextremen nach eigenen Angaben genau im Blick.

Aber im Rahmen dieser „Schutzzonen“-Aktionen sei bisher weder strafbares Verhalten festgestellt worden noch habe es bisher Anzeigen gegen die Beteiligten gegeben.

„Die Polizei weiß um die öffentliche Diskussion dieser Aktionen und reagiert mit erhöhter Präsenz sowie niedrigschwelligem Einschreiten bei strafbaren und ordnungswidrigen Handlungen“, sagte ein Sprecher zu News38.

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Vor diesem Hintergrund stimme man sich sowohl mit der Stadt als auch mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig ab. „Sämtliche relevante Erkenntnisse werden der Stadt Braunschweig mitgeteilt.“

Polizei Braunschweig beobachtet Szene

Auch der Auftritt im Westlichen Ringgebiet sei der Polizei bekannt. Allerdings sei man währenddessen nicht informiert worden, so der Sprecher. „Um eine Überprüfung der Personen durchführen zu können, ist es zwingend erforderlich, umgehend die Polizei zu informieren.“

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Die selbsternannten „Schutzzonen“ hatten sich formiert, nachdem 2015 viele Menschen nach Deutschland geflüchtet waren. Nicht nur in Braunschweig, sondern bundesweit. Sie verstehen sich als eine Bürgerwehr. (ck)