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Karstadt in Braunschweig bleibt jetzt doch! Was in der Schuhstraße geplant ist

Paukenschlag in Braunschweig: Karstadt bleibt jetzt doch, aufatmen für Mitarbeiter und Kunden. In der Schuhstraße soll sich aber einiges ändern.

Karstadt in Braunschweig
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Das ist die Löwenstadt Braunschweig

Braunschweig ist von der Einwohnerzahl her die zweitgrößte Stadt Niedersachsens. In der Großstadt im Südosten des Bundeslandes leben knapp 250.000 Menschen. Braunschweig kann auf eine große Historie zurückblicken.

Paukenschlag in Braunschweig! Die Karstadt-Filiale in der westlichen Innenstadt soll jetzt doch nicht schließen. Mitarbeiter und Stammkunden dürften angesichts dieser Nachrichten aufatmen.

Denn Gebäudeeigentümerin BraWo Volksbank und Galeria Karstadt Kaufhof stritten lange Zeit über die hohen Sanierungskosten, die dringend notwendig sind. Jetzt einigten sich beide Parteien – und damit gehen ein paar Änderungen einher. Was in der Schuhstraße geplant ist, liest du hier.

Karstadt in Braunschweig: Hunderte Mitarbeiter behalten Arbeitsplätze

Das Karstadt-Aus schlug Ende März hohe Wellen: Mitarbeiter bangten um ihre Existenzen, fühlten sich im Stich gelassen. Zusammen mit Verdi trafen sie sich vor dem Gebäude-Koloss in der Schuhstraße zu einer Kundgebung (wir berichteten). Für Betriebsvorsitzenden Stefan Nagelschmidt gab es nur eine Lösung: BraWo Volksbank und Galeria Karstadt Kaufhof müssen an einen Tisch und sich einigen.

+++ Karstadt in Braunschweig vor Schließung! Mitarbeiter berichten von unhaltbaren Zuständen – „Purer Psychoterror“ +++

Offenbar haben beide Parteien jetzt genau das getan, wie die Volksbank BraWo in einer Mitteilung schreibt. „In Braunschweig wird es auch künftig eine Karstadt-Filiale geben“, heißt es dort. Volksbank und Galeria-Konzern sollen sich „auf ein tragfähiges Konzept zur langfristigen Entwicklung der Innenstadt-Filiale in der Schuhstraße verständigt“ haben.

„Dies ist ein wichtiger Tag für unsere Stadt, den Handel und vor allem die Karstadt-Beschäftigten, deren Familien sowie die vielen anderen, die direkt und indirekt mit dem Traditionsunternehmen hier in Braunschweig verbunden sind“, so BraWo-Chef Jürgen Brinkmann.

Stadt Braunschweig soll nachziehen

Für Brinkmann steht allerdings fest: „Dies ist nur ein erster Meilenstein.“ Er hofft, dass die Stadt Braunschweig und andere „entscheidende Player“ nachziehen und dazu beitragen, dass die Innenstadt wieder attraktiver und lebendiger wird.

Vereinbarungs-Details wollen BraWo Volksbank und Galeria Kaufhof Karstadt nicht verraten. Grob steht aber fest, dass ein Rebranding stattfinden soll. Karstadt soll moderner werden. Die Rede ist von „Galeria 2.0“. Einen zweistelligen Millionen-Betrag will der Konzern in die Hand nehmen und für den Gebäude-Ausbau aufbringen. BraWo bezuschusst das Ganze.


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Offenbar schauen Gebäudeeigentümerin und Mieterin jetzt in eine gemeinsame Richtung. In Zukunft soll der Karstadt-Gigant in der Schuhstraße als ein „attraktiver Anker in der Braunschweiger Innenstadt“ gesehen werden.