Gifhorn 

Kreis Gifhorn: „Versorgungssicherung in Gefahr“ – bremst der Ukraine-Krieg DIESES umstrittene Projekt aus?

Die neue Hähnchenmastanlage sorgt für viel Diskussionen im Kreis Gifhorn. (Symbolbild)
Die neue Hähnchenmastanlage sorgt für viel Diskussionen im Kreis Gifhorn. (Symbolbild)
Foto: Hähnchenmastanlage

Brome. So viel Gegenwind hat ein Projekt im Kreis Gifhorn lange nicht mehr bekommen. Trotzdem hält der Landwirt an seiner geplanten Hähnchenmastanlage bei Brome fest.

Doch der Ukraine-Krieg könnte dem kontroversen Bau im Kreis Gifhorn jetzt endgültig einen Strich durch die Rechnung machen.

Kreis Gifhorn: SIE gehen auf die Barrikaden

Der Antrag für die neue Hähnchenmastanlage ist eingereicht – trotz massiven Widerstands der Politik und Bevölkerung aus dem Kreis Gifhorn.

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Das ist die Stadt Gifhorn:

  • Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten von Niedersachsen
  • hat 42.837 Einwohner (Dezember 2019) und ist 104,87 Quadratkilometer groß
  • wurde erstmals im Jahr 1196 schriftlich erwähnt
  • Bürgermeister ist Matthias Nerlich (CDU)

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Nicht nur der Bromer Gemeinderat hat sich offiziell gegen das Projekt ausgesprochen – auch die Anwohner sammelten Unterschriften. Dennoch lässt sich der Landwirt nicht bremsen und hält an seinem Vorhaben fest.

Kreis Gifhorn: Versorgungssicherheit zunehmend gefährdet

Dabei gibt es laut der Sprecherin des Ortsverbands Brome, Philine De Bock, viele gute Gründe gegen die Hähnchenmastanlage. Neben den negativen Einflüssen auf die Umwelt und Gesundheit sowie die kontroverse Tierhaltung bringt De Bock den Ukraine-Krieg ins Spiel. Denn seit seinem Ausbruch ist die Versorgungssicherung in Bezug auf Getreide auch bei uns in Gefahr, da die Ukraine der fünftgrößte Weizenexporteur weltweit ist.

„Experten sagen voraus, dass die Ernte für Jahre ausfallen könnte. Dies wird zu Lieferengpässen und somit zu Lebensmittelknappheit und zu weiteren Hungersnöten führen“, erklärt De Bock. „Auch wir bekommen die Lebensmittelknappheit und steigenden Preise bereits beim Einkaufen in unseren Supermärkten zu spüren. Deshalb ist es wichtig jetzt die heimischen Ackerflächen wieder für die Produktion von Lebensmitteln zu nutzen und nicht noch neue Mastanlagen aufzubauen!“

Kreis Gifhorn: Das sind die Forderungen

Auch andere Verbände und Umweltorganisationen forderten bereits auf, Tierbestände für die nächsten Jahre zu reduzieren.

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„Jeder Einzelne von uns kann und sollte seinen Beitrag leisten, um die aktuellen Krisen gemeinschaftlich zu bewältigen“, fügt Frank-Marcus Warnecke, ebenfalls Sprecher des Ortsverbands, hinzu. „Mit der Absage des Projekts kann jetzt ein großer Beitrag geleistet werden!“

Das Genehmigungsverfahren zum Bau der Hähnchenmastanlage im Kreis Gifhorn läuft bereits. (mbe)