Harz 

Harz: Gefahr lauert im Boden! Drei Gemeinden schlagen Alarm

In der Gemeinden im Harz wurde ein Grenzwert überschritten. Ganz ungefährlich ist das nicht... (Symbolbild)
In der Gemeinden im Harz wurde ein Grenzwert überschritten. Ganz ungefährlich ist das nicht... (Symbolbild)
Foto: imago images / Steinach

Goslar. Für die betroffenen Menschen aus dem Harz muss es ein mulmiges Gefühl sein...

Ihre Häuser im Harz stehen auf einem nicht ganz ungefährlichen Boden. Gleich drei Gemeinden sind betroffen.

Harz: Erhöhter Radon-Wert gemessen

Es geht um radioaktives und krebserregendes Radon. Bei bestimmten geologischen Gegebenheiten strömt es einfach aus dem Boden.

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Das Umweltministerium hat am Mittwoch Goslar, Clausthal-Zellerfeld und Braunlage als so genannte Radon-Vorsorgegebiete ausgewiesen. Das heißt: Hier wurde jeweils ein besonders hohes Radon-Aufkommen gemessen. Der Grenzwert werde „wohl überschritten“.
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Deswegen müssen Arbeitgeber in den drei Städten müssen regelmäßig die Radon-Belastung in Innenräumen messen und die Werte an die zuständige Behörde melden. Privatpersonen könnten freiwillig bei den Messungen mitmachen, um möglichst viele Daten zu sammeln, sagte ein Ministeriumssprecher.

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Radon im Harz: Auslöser für Lungenkrebs

Das geruchs- und geschmacksneutrale Radon kommt laut Ministerium als Edelgas natürlicherweise im Boden vor und gelangt durch undichte Stellen in Gebäude. In hohen Konzentrationen kann es demnach die Lunge schädigen – Radon ist hinter Rauchen der zweithäufigste Auslöser für Lungenkrebs!

Neben regelmäßigem Lüften senken bauliche Maßnahmen zur Gebäudeabdichtung das Risiko. Die Ausweisung der Messgebiete geht auf ein Bundesgesetz zurück. (dpa/ck)