Harz 

Harz: Stadt hat DIESE Besonderheit – und ist damit einzigartig in der Region

Das ist der Harz

Das ist der Harz

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Wer in diese Region im Harz reisen möchte, sollte sich eventuell auf kleine lokale Verständigungsschwierigkeiten einstellen. Zumindest, wenn man versucht, Straßenschilder oder die Speisekarten in örtlichen Restaurants zu lesen.

Dabei sollte die Sprache, in der diese verfasst sind, eigentlich weltweit verständlich sein. Doch stattdessen macht sie eine kleine Stadt im Harz zu etwas ganz Besonderem.

Harz: Diese Sprache macht Herzberg im Harz besonders

Zwar wurde die Sprache Esperanto vor dem Hintergrund erfunden, die Kommunikation aller Menschen auf der Welt zu vereinfachen, doch ist sie gar nicht so weit verbreitet, wie ihr Zweck vermuten ließe.

Doch Herzberg im Harz setzt sich für die Förderung der Sprache ein und trägt seit über 15 Jahren den Namenszusatz „Esperanto-Stadt“. Damit ist sie einmalig in der Republik. Grund für diesen kleinen, aber feinen Unterschied im städtischen Namen ist die Initiative eines Vereins. Er kümmert sich um die Erhaltung der künstlich geschaffenen Sprache.

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Das ist Esperanto:

  • Esperanto ist eine künstliche Plansprache
  • Sie wurde 1887 von einem Augenarzt in Polen erfunden
  • In China werden täglich Nachrichten auf Esperanto veröffentlicht
  • In der österreichischen Nationalbibliothek in Wien gibt es ein Esperantomuseum
  • Der Esperanto-Weltbund sitzt in Rotterdam und hat 15.000 Mitglieder

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Harz: Esperanto hat große Tradition

Im ganzen Ort finden sich mittlerweile Straßenschilder oder Speisekarten auf Esperanto. Auch Bücher wie Max und Moritz oder der Koran wurden in die simple Einheitssprache übersetzt und können in der Bibliothek der Stadt gelesen werden. Außerdem wird die Sprache in den örtlichen Schulen unterrichtet.

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In Herzberg hat die Sprache eine große Tradition. Touristische Ziele verfolge man aber nicht, sagt Bürgermeister Christopher Wagner (SPD). „Das touristische Potenzial ist überschaubar. Die Zielgruppe ist dafür zu klein“, erklärt er. Dennoch finden in Herzberg regelmäßig internationale Kongresse und der Jahrestag des Deutschen Esperanto-Bundes statt.

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Harz: Esperanto geht auf einen Augenarzt zurück

Esperanto geht auf den Erfinder Ludwik Lejzer Zamenhof zurück. Der Augenarzt aus Polen wollte mit seiner künstlich geschaffenen Sprache zur Völkerverständigung beitragen. Heutzutage sprechen nach Schätzungen bis zu zwei Millionen Menschen weltweit die Sprache. (kl/dpa)