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Harz: Brandkatastrophe am Brocken! Feuer dehnt sich weiter aus

Harz
In der Nacht zu Montag hat sich der Brand auf etwa 150 Hektar ausgeweitet. Foto: picture alliance/dpa/Bundespolizeipräsidium Potsdam | Bundespolizei

Schon wieder brennt es im Harz! Seit dem Samstagnachmittag sind etliche Einsatzkräfte am Brocken im Einsatz und kämpfen gegen die Flammen. Der Berg musste zur Sicherheit evakuiert werden – er war auch am Sonntag noch für Besucher gesperrt.

Der Waldbrand im Harz war am Sonntag noch nicht unter Kontrolle. Die Stadt Wernigerode hatte sogar den Katastrophenfall ausgerufen. Helfer aus dem Ausland sollten bei dem Waldbrand helfen.

Schon vor gut drei Wochen brannte es in der Nähe des Brockens im Harz.

Harz: Katastrophenfall am Brocken

Das Feuer brach am Samstagnachmittag unterhalb des Gipfels des 1.141 Meter hohen Brockens aus. In der Nacht zum Sonntag breitete sich der Brand aus und sei „nicht unter Kontrolle“, teilte die Stadt Wernigerode mit. Bislang seien 62 Hektar von dem Waldbrand erfasst.

Mehr als 300 Feuerwehrleute kämpften am Sonntag gegen die Flammen. Fünf Löschhubschrauber waren im Einsatz. Die Einsatzkräfte waren dabei sogar auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen: Zwei weitere Hubschrauber sollten aus Italien und Schweden unterstützen, wie die „Bild“ schreibt.

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Die Lage verschärfte sich kontinuierlich. Der Landkreis Harz ging davon aus, dass die Löscharbeiten mehrere Tage dauern würden.

Hubschrauber sollen am Montag im Harz verdoppelt werden

„Bei Tagesanbruch am Montag wollen wir die Zahl der Hubschrauber im Löscheinsatz verdoppelt haben“, sagte Randhahn-Schülke. Auch zwei Löschflugzeuge aus Italien sollen am Montag mit ihrem Einsatz beginnen. Am Brocken sei bereits im Umkreis von 40 Kilometern eine Flugverbotszone für den zivilen Luftverkehr eingerichtet worden. Gut 50 Polizeikräfte sicherten das Gebiet rund um den Brocken ab, der für Besucherinnen und Besucher gesperrt ist.

Evakuierung auf dem Brocken im Harz

Wanderer und Ausflügler sind wegen der starken Rauchentwicklung in Sicherheit gebracht worden, wie eine Sprecherin der Stadt Wernigerode sagte. Das bei Touristen beliebte Plateau des Berges wurde demnach bis zum Samstagabend komplett evakuiert. Auf dem Gipfel befinden sich unter anderem ein Hotel und der Brockenbahnhof der Harzer Schmalspurbahnen.

Die Feuerwehr habe Probleme bei den Löscharbeiten, weil das Gelände unwegbar sei, hieß es. Ab dem frühen Sonntagmorgen wurden vier Hubschrauber eingesetzt. Unter anderem weitere Hubschrauber sowie ein Kreisregner und Waldbrand-Team seien angefordert, sagte Wernigerodes Stadtsprecherin Ariane Hofmann.

Waldbrand Harz
Eine Rauchwolke steigt über dem Harz am Brocken auf. Foto: picture alliance/dpa | –

HIER brach das Feuer im Harz aus

Das sich schnell ausbreitende Feuer war am Samstag gegen 14.30 Uhr am sogenannten Goetheweg nahe des Aussichtspunktes Goethebahnhof entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Goetheweg zum Brocken gilt als einer der meistfrequentierten Wanderwege im Nationalpark Harz.

Fahrgäste der Harzer Schmalspurbahn HSB stehen am Bahnhof Brocken und warten auf die Evakuierung mit Fahrzeugen. Foto: picture alliance/dpa | Matthias Bein

Zahlreiche Besucher posten Bilder von riesiger Rauchsäule im Harz

Das Feuer ist auch an zahlreichen Harz-Besuchern und Anwohnern nicht vorbeigegangen: In der Facebook-Gruppe „Du bist ein echter Harzer, wenn…“ kursieren bereits zahlreiche Bilder, auf denen du die Rauchsäule sehen kannst. Über die Brocken-Cam kannst du über„Harztourist.de“ sogar Live-Bilder vom Brocken sehen.


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Ab 11. August hatte ein Waldbrand bei Schierke am Fuße des 1.141 Meter hohen Brockens mehrere Tage gewütet. Am 14. August galt das Feuer als gelöscht.

Bürger können sich auf der Seite des Landkreises Harz über die aktuelle Entwicklung informieren (hier geht’s weiter). Dort war am Montagmorgen zu lesen, dass sich der Brand mittlerweile auf 150 Hektar ausgeweitet hatte. In der Nacht zu Montag kämpften etwa 200 Einsatzkräfte am Boden gegen die Flammen. Fünf Löschhubschrauber sind im Dauerbetrieb. An der Südflanke des Waldbrandes wurde ein Schneise vorbereitet. (dpa/jko/bp)

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