Helmstedt 

Helmstedt: Perfides Spiel mit der Angst – diese Minuten wird eine Seniorin nie mehr vergessen

So entsteht ein Phantombild

So entsteht ein Phantombild

Ingo von Westphal ist Phantombildzeichner. Uns hat er erklärt, wie ein Phantombild entsteht.

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Helmstedt. Eine perfide Betrugsmasche brachte eine ältere Frau aus Helmstedt um mehrere zehntausend Euro.

Dabei zielten die Verbrecher auf einen wunden Punkt. Das Skurrile: Die Übergabe fand persönlich in Helmstedt statt.

Helmstedt: SO viel Geld ergaunerten die Betrüger

Die Seniorin erhielt am Donnerstagnachmittag einen bizarren Anruf. Ein Mann gab sich als ihr Sohn aus und gestand ihr unter Tränen, dass er angeblich einen Unfall in Helmstedt verursacht hätte. Dabei sei eine junge Frau ums Leben gekommen.

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Achtung, Betrugsmasche: Das musst du wissen!

  • Die echte Polizei fordert dich niemals auf, Geld zu überweisen oder abzuheben.
  • Sei misstrauisch. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Du hast immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen und Vertrauenspersonen!
  • Lassen dich nicht unter Druck setzen!
  • Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus und fragt nach deinen finanziellen Verhältnissen? Auflegen!
  • Lass bloß keine fremden Personen in deine Wohnung. Frage gegebenenfalls nach dem Ausweis. Halte im Zweifel telefonisch Rücksprache mit der entsendenden Behörde.
  • Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich mit einem Dienstausweis aus und haben Verständnis dafür, dass man bei der Polizeizentrale nachfragt. Suche selber die Telefonnummer der Polizei heraus.
  • Die Polizei ruft niemals unter 110 an. Lege selbst auf und wähle für Nachfragen selbst die 110.

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Nach dem Geständnis gab er den Hörer an einen vermeintlichen Polizisten weiter. Dieser erklärte der älteren Dame, dass der Sohn jetzt ins Gefängnis müsse und ihr Enkelkind dem Jugendamt übergeben würde – es sei denn sie zahle die Kaution von 48.000 Euro.

Polizei Helmstedt warnt vor Betrugsmasche

Damit trafen die Betrüger einen wunden Punkt der Frau. Sie erhöhten den Druck auf die verängstigte Seniorin, indem sie ihr ein knappes Zeitlimit setzten. Die Geldübergabe fand nach Polizeiangaben einige Zeit später persönlich statt. Zur Absicherung hatte sie eine Angehörige dabei.

Die Damen trafen auf eine angebliche Polizeibeamtin – und übergaben ihr die fette Geldsumme. Später konnten sie die Frau wie folgt beschreiben:

  • etwa 20 bis 40 Jahre alt
  • 1.60 Meter groß
  • dunkle, schulterlange, leicht gewellte Haare
  • trug schwarze Steppjacke

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Die Polizei Helmstedt macht noch einmal deutlich, dass Beamten niemals bei Angehörigen anrufen und eine Kautionszahlung verlangen würden. Auch werden Personen nicht angerufen, um auf Straftaten hinzuweisen und Wertgegenstände zur Verwahrung in Empfang zu nehmen. (mbe)