Niedersachsen 

Hannover: Obdachlose schreien still um Hilfe – so krass zeigen sie ihre Eis-Hölle!

Foto: imago images/photothek/picture alliance/dpa/Ole Spata/Montage news38

Hannover. Bei Minusgraden bis 20 Grad unter dem Gefrierpunkt ist es vor allem für Obdachlose derzeit nicht nur ungemütlich, sondern auch lebensgefährlich auf den Straßen. Das gilt auch für die Menschen in Hannover.

Deswegen machen die Obdachlosen in Hannover nun mit einer speziellen Aktion auf sich aufmerksam.

Obdachlose in Hannover machen auf ihre fatale Situation aufmerksam

Die Aktion heißt „Frierende Hosen“ und zeigt starr gefrorene Jeans-Hosen. Aber was soll das Ganze überhaupt?

Mit den starr gefrorenen Jeanshosen wollen Obdachlose in Hannover auf ihre Not bei den eisigen Temperaturen aufmerksam machen.

Aktion zeigt lebensgefährliche Situation obdachloser Menschen auf

Die Aktion zeige die Lage wohnungsloser Menschen, die bei Wind und Wetter unterwegs seien und bei Eiseskälte die Nächte im Freien verbringen, teilte der Verein Werkheim nun mit.

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Der Verein arbeitet den Angaben zufolge im Verbund der Diakonie und bietet 214 Plätze für wohnungslose Männer an. Auch gehe es um Hilfe bei der Überwindung sozialer Schwierigkeiten, die Kreativwerkstatt des Werkheims biete zudem Möglichkeiten, für die Menschen die Tage zu strukturieren.

Hosen stehen symbolisch für den Menschen

Mit ihrer Installation bringen die Betroffenen steifgefrorene Jeanshosen vor dem Gebäude des Werkheims zum „Laufen“, wie der Verein mitteilte. Die Werkheim-Bewohner gestalteten demnach die „frierenden Hosen“ und versahen sie mit Begriffen, die sie mit ihrem Leben auf der Straße verbinden. Die Installation sei nur für kurze Zeit zu sehen - werde es wärmer, würden die Hosen einknicken und zusammensacken.

Zuvor hatten Städte und Hilfsorganisationen wegen des eisigen Wetters ihre Angebote für obdachlose Menschen ausgeweitet. So können sich Betroffene in Hannover tagsüber in der Volkshochschule aufhalten.

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Angebot gilt bis 13. Februar

Das Angebot gilt zunächst bis zum 13. Februar. In der Marktkirche können die Menschen zunächst bis zum 14. Februar über Nacht bleiben.

Auch in anderen Städten und in Bremen gibt es zusätzliche Schlafplätze für Obdachlose. In Hannover, Oldenburg und Bremen sind die Johanniter zudem mit einem „Kältebus“ unterwegs und versorgen Betroffene. (fb/dpa)