Niedersachsen 

Niedersachsen: Mega-Trend! Diese Plätze sind heiß begehrt – und kaum noch zu bekommen

Im letzten Jahr zeichnete sich ein besonderer Trend bei der Freizeitgestaltung in Niedersachsen ab. (Symbolbild)
Im letzten Jahr zeichnete sich ein besonderer Trend bei der Freizeitgestaltung in Niedersachsen ab. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / agefotostock

Hannover. Das Corona-Jahr 2020 hat viele Menschen zu einem Umdenken in der Freizeitplanung bewegt – auch in Niedersachsen. Die Menschen suchen seither nach Urlaubs-Alternativen.

Nicht zuletzt deswegen erfährt eine Sache spätestens seit dem vergangenen Jahr einen großen Hype. Auch in Niedersachsen.

Niedersachsen: Hype um Kleingärten hält an

Für viele von uns platzten im letzten Jahr pandemiebedingt die Urlaubsträume. So musste ein anderer Rückzugsort aus dem stressigen Alltag gefunden werden. Darüber freuen sich die Kleingartenvereine in Niedersachsen ganz besonders. Im vergangenen „Corona-Jahr“ konnten die Hobbygärtner einen enormen Anstieg der Nachfrage nach den Gartenparzellen verzeichnen.

+++ Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen +++

Beispiel Hannover. Die Stadt verfügt aktuell über rund 20.000 Kleingärten. Es herrscht akute Platznot. Die Wartelisten sind extrem lang. Auf news38.de-Anfrage bestätigte der Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde den Schrebergarten-Boom.

„Viele Vereine berichten über Wartelisten. Andere lehnen Wartelisten ab, weil sie die Interessenten nicht endlos vertrösten möchten. Manche Vereine sagen, dass sie Wartelisten haben könnten, die die Anzahl der Gärten ihrer Anlagen erreicht. Es gibt in der Regel bei der Vergabe freier Gärten keine Reihenfolge nach Anmeldung. Es werden eher Schwerpunkte nach Bedarf gesetzt, z.B. Familien mit Kindern“, so Vereinspräsident Joachim Roemer.

Niedersachsen: Familien zeigen besonderes Interesse

Besonders Familien zeigten ein starkes Interesse an einem eigenen Schrebergarten. Die Parzellen böten eine gute Gelegenheit, eigenes Gemüse anzubauen und seien für Kinder ein Spielbereich in grüner Umgebung.

Laut „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ ist es den Gärtnern mittlerweile auch egal, ob ihre Parzelle neben einer Straße oder einem Bahngleis liegt. Auch flächenmäßig nehmen die Hobbygärtner demnach Einbußen in Kauf. Waren vor einigen Jahren noch 600 Quadratmeter große Schrebergärten erstrebenswert, reiche aktuell auch schon die Hälfte aus.

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Schätzungsweise stehen in Hannover nur noch 300 Schrebergärten zur Verfügung. Davon sind viele allerdings schon vorgemerkt. Andere so verwildert, dass sie vorerst nicht verpachtet werden können. Wer sich in Hannover und anderswo in Niedersachsen also als Kleingärtner versuchen möchte, braucht derzeit viel Geduld. (neb)