Niedersachsen 

Göttingen: Tödliches Kran-Unglück – jetzt steht die Ursache fest

Ein umgestürzter Baukran liegt auf der Hauptdurchfahrtsstraße im Göttinger Stadtteil Esebeck. Bei dem Kran-Unfall ist ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.
Ein umgestürzter Baukran liegt auf der Hauptdurchfahrtsstraße im Göttinger Stadtteil Esebeck. Bei dem Kran-Unfall ist ein Mann getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.
Foto: Stefan Rampfel/dpa

Göttingen. Endlich gibt es in Göttingen Gewissheit.

Sie wird nicht trösten, aber ein wenig helfen... Es geht um den tödlichen Kran-Unfall auf einer Göttinger Baustelle.

Kran-Unfall in Göttingen: Es war wohl Verschleiß

Der Staatsanwaltschaft liegt jetzt ein Ergebnis der Prüfung durch einen Sachverständigen vor. Demnach war an dem Kran eine Einstellschraube für die Überlast-Sicherung abgebrochen, wie Staatsanwalt Mohamed Bou Sleiman am Donnerstag sagte. Es handle sich um ein deutliches Anzeichen für Verschleiß.

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Göttingen: Kran kippt auf einmal um

Am Samstagnachmittag war in der Ortschaft Esebeck ein Baukran umgekippt und hatte einen Bauarbeiter unter sich begraben, der noch an der Unfallstelle starb. Sein 40-jähriger Kollege wurde eingeklemmt und schwerstverletzt in die Göttinger Universitätsklinik gebracht. Ein 42-Jähriger, der ersten Erkenntnissen nach den Kran bedient hat, stand unter Schock.

Göttingen: Schraube schon vorher gebrochen

Laut Staatsanwaltschaft kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass die Schraube schon vor dem Unglück am Samstag gebrochen war. Demnach hätte der Kran wohl nicht in Betrieb genommen werden dürfen. Die Ermittlungen gegen den Kranführer wegen fahrlässiger Tötung bleiben laut Bou Sleiman bestehen. Das schriftliche Gutachten soll in zwei Wochen vorliegen.

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Bis dahin ist eventuell auch eine Aussage des Verletzten in der Uni-Klinik möglich. Der 40-Jährige gilt als wichtiger Zeuge zur Klärung des Vorfalls. „Vielleicht ist er in der nächsten Woche schon vernehmungsfähig“, sagte Bou Sleiman. (dpa/ck)