Niedersachsen 

Niedersachsen: Wasser wird immer knapper – Experte mit einer düsteren Prognose

Experten machen sich Sorgen um die Wasserversorgung in Niedersachsen. (Symbolbild)
Experten machen sich Sorgen um die Wasserversorgung in Niedersachsen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Jochen Tack

Hannover. In Niedersachsen wird das Wasser immer knapper – obwohl es im Frühling verhältnismäßig viel geregnet hat. Die Wasservorräte im Boden sind in vielen Regionen in Niedersachsen zu klein.

Jetzt folgt darüber hinaus auch noch eine düstere Prognose.

Niedersachsen: Düstere Prognose! Wasser wird immer knapper

„Die Defizite der letzten Jahre sind noch lange nicht ausgeglichen“, sagte Ekkehard Fricke, Experte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in Hannover. Gerade in den Bereichen, in denen es sehr guten und damit sehr speicherfähigen Böden gebe, habe sich deutlich weniger Grundwasser gebildet.

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Im Untergrund, in etwa 1,80 Meter Tiefe, sei noch kein Regenwasser angekommen. In den trockenen Jahren 2018, 2019 und 2020 sei das im Boden enthaltene Wasser von den Pflanzen aufgenommen worden. „Langfristig fehlt uns Wasser im Untergrund“, sagte Fricke.

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Im Frühjahr 2021 habe es im Vergleich zum Vorjahr allerdings wieder mehr Niederschläge gegeben, sodass die Pflanzen wachsen konnten, so Fricke weiter. „Es gab einen Mai ohne Beregnungsbedarf, das ist natürlich super.“

Niedersachsen: Fehlender Niederschlag hat Folgen

Niedersachsen hat in den vergangenen drei Jahren unter fehlendem Niederschlag gelitten. Schon im vergangenen Jahr stellte Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) fest, dass die Grundwasserreserven immer knapper werden. Die Folgen sind verheerend:

  • Ernteausfälle
  • vertrocknete Felder
  • Probleme mit der Wasserversorgung
  • extrem tiefe Wasserstände bis hin zum Austrocknen
  • in den Wäldern das Absterben ganzer Baumarten

Laut Umweltministerium gibt es aktuell neun Projekte von Wasser- und Bodenverbänden sowie Kommunen zum Erstellen von Klimaanpassungskonzepten. Sie müssen in diesem Jahr beendet werden.

Außerdem werde derzeit eine Förderrichtlinie erarbeitet, die diese Finanzhilfe verstetigt. Sie solle zusätzlich die Förderung von Investitionen ermöglichen, um regional oder landesweit die Wasserwirtschaft an den Klimawandel anzupassen. Die Richtlinie soll im nächsten Jahr in Kraft treten. (jhe mit dpa)