Niedersachsen 

Niedersachsen: Polizei warnt vor neuer Masche – so perfide spielen Betrüger mit der Angst ihrer Opfer

Die Polizei warnt vor den perfiden Tricks von Betrügern. (Symbolbild)
Die Polizei warnt vor den perfiden Tricks von Betrügern. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Fotostand

Wenn bei Seniorinnen und Senioren das Telefon klingelt und sich eine unbekannte Stimme meldet, ist unbedingt Vorsicht geboten. Schon seit einigen Jahren versuchen Betrüger sich mit dem „Enkeltrick“ über das Telefon Geld zu erschleichen. Auch in Niedersachsen gibt es immer wieder Fälle dieser Art.

+++Hannover: Randale am Hauptbahnhof! 23-Jähriger gerät völlig außer Kontrolle+++

Nun scheinen die Betrüger diese Maschen zum wiederholten Male weiterentwickelt zu haben. Statt einem Enkel in einer Notsituation geben sich die Kriminellen seit Neustem als Kinder der Betroffenen aus. Auch in Peine (Niedersachsen) kam es schon zu der neuen Masche. (>>>Hier mehr dazu.)

Niedersachsen: Vermeintliche Kinder bitten um Bargeld

In der neuen Abwandlung des „Enkeltricks“ geben sich die Betrüger häufig als die Kinder der Angerufenen aus. Sie erfinden eine Notsituation, in der sie dringend eine hohe Summe Bargeld benötigen.

Beispielsweise werden dafür Geschichten erfunden, in denen die angeblichen Kinder der Opfer einen Autounfall gebaut haben, bei denen eine andere Person zu Tode gekommen sein soll.

+++Eintracht Braunschweig: Axel Ditzinger tritt als Vizepräsident zurück – DAS ist der Grund+++

Um nicht ins Gefängnis zu müssen, bitten sie die Opfer ihrer Anrufe deshalb meist um hohe Bargeldsummen, um eine angebliche Kaution zu bezahlen. Manchmal geben sich die Verbrecher auch für Beamte der Polizei oder von Justizvollzugsbehörden aus.

Niedersachsen: Die Polizei Osnabrück zeigt besorgt über die Masche

Die neue Masche bestehe darin, dass die Anrufer mit der Angst um die eigenen Kinder der Opfer besonderen emotionalen Druck aufbauen wollen, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, Marco Ellermann, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

+++A39: Achtung, Sperrung! HIER brauchen Pendler bald Nerven+++

Die Polizei ist wegen dieser neuen Masche bereits in Alarmbereitschaft. In Niedersachsen wurde schon eine ganze Reihe dieser Taten registriert. Im laufenden Jahr haben sich die Fälle beispielsweise im Bereich Osnabrück bereits verdoppelt ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­– dabei ist das Jahr noch lange nicht rum.

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­-------------------------------------

Mehr Themen aus Niedersachsen:

Stephan Weil mit deutlichen Worten zur Kanzlerfrage: „Man muss sogar Zweifel haben“

Hannover: Ekel-Alarm an der Kirche! „Der Gestank ist entsetzlich“

Corona in Niedersachsen: Inzidenz steigt – Salzgitter neuer Hotspot ++ Wolfsburg verschärft Regeln

-------------------------------------

Niedersachsen: Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr schon jetzt verdoppelt

Bei den meisten Taten bleibe es beim Versuch, aber die Schadenssumme in der Direktion liege in diesem Jahr schon bei rund 500.000 Euro ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­– eine Summe fast doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Weiterentwicklung des „Enkeltricks“. Sie rät, sich auf keinen Fall auf ein Gespräch einzulassen und so schnell wie möglich die Polizei zu verständigen. Bei Unsicherheiten hilft es, die Kinder oder Verwandten, für die sich die Betrüger ausgeben, selbst anzurufen. Meist kann die Situation schon dadurch schnell aufgeklärt werden. (cm mit dpa)