Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Massiver Anstieg bei gefälschten Impfpässen! „Relativ einfach zu fälschen“

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

Beschreibung anzeigen

Hannover. Die Corona-Pandemie ist auch in Niedersachsen weiter aktiv.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen – speziell in der Region38 – kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

++ HIER den News-Blog aktualisieren ++

Sonntag, 24. Oktober

15.58 Uhr: Inzidenz klettert weiter

Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter stabil. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz veränderte sich am Sonntag nicht. Wie am Samstag lag die Rate bei 2,3 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist dies der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Allerdings stieg die Inzidenz am Sonntag weiter von 53,8 auf 60,7. So viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100 000 Einwohner erfasste das Robert Koch-Institut (RKI). Landesweit am höchsten war die Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 184,2. Dieser Wert geht laut Gesundheitsministerium auf einen Ausbruch in einem Schlachtbetrieb zurück. Es folgten die Kreise Emsland (121,9) und Gifhorn (95,9).

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Sonntag 3,5 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Damit stieg der Wert leicht im Vergleich zum Vortag (3,4 Prozent).

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Samstag, 23. Oktober

15.23 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen relativ stabil – Inzidenz steigt aber

Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter vergleichsweise stabil. Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken während der vergangenen sieben Tage betrug am Samstag 2,3 pro 100.000 Einwohner. Damit stagnierte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz beim Wert vom Vortag. Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist diese Größe der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die Inzidenz stieg aber im Vergleich zum Samstag vor einer Woche von 48,4 auf 53,8. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hatte der Wert am Freitag bei 56,5 gelegen - so viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es im Nordwesten binnen einer Woche je 100 000 Einwohner. Landesweit am höchsten war die Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 184,2. Dieser Wert geht laut Gesundheitsministerium auf einen Ausbruch in einem Schlachtbetrieb zurück. Es folgten die Kreise Gifhorn (105,0) und Emsland (93,0).

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Samstag 3,4 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Damit sank der Wert im Vergleich zum Vortag leicht (3,6 Prozent).

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Freitag, 22. Oktober

16.40 Uhr: Immer mehr Menschen mit gefälschten Impfpässen unterwegs

In Niedersachsen ist seit Jahresbeginn bereits in mehr als hundert Fällen wegen gefälschter Impfpässe ermittelt worden. Die Fallzahlen seien kontinuierlich und zuletzt sprunghaft angestiegen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Impfausweise sind relativ einfach zu fälschen, aus diesem Grund ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen“, sagte eine LKA-Sprecherin. Pro Ermittlungsfall könne es um eine größere Zahl von Fälschungen gehen. Zumeist werden die kriminellen Machenschaften bemerkt, wenn Personen versuchen, mit den gefälschten Pässen in einer Apotheke einen digitalen Impfnachweis zu erhalten.

Ungeimpfte haben es seit kurzem im Alltag deutlich schwerer. So können Restaurants oder Theater den Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G) erlauben. Seit dem 11. Oktober sind die Schnelltests in den Testzentren für die meisten Menschen darüber hinaus nicht mehr kostenlos. Ob der sprunghafte Anstieg der Impfpass-Fälschungen mit diesen Änderungen für Ungeimpfte zusammenhängt, konnte die LKA-Sprecherin nicht sagen.

Das Landeskriminalamt rief erneut dazu auf, keine Fotos von echten Impfpässen, auf denen Chargennummern zu erkennen sind, in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Diese Bilder könnten Fälschern als Vorlage dienen. Bereits im Frühjahr waren gefälschte Impfpässe unter anderem im Messenger-Dienst Telegram für 99 bis 250 Euro angeboten worden. Telegram wird oft von sogenannten Querdenkern und Impfgegnern genutzt. Auch am Flughafen Hannover tauchten Fälschungen auf.

Donnerstag, 21. Oktober

12.11 Uhr: Inzidenz wieder gestiegen

In Niedersachsen hat sich die Corona-Lage etwas verschlechtert. Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken während der vergangenen sieben Tage betrug am Morgen 2,4 pro 100 000 Einwohner. Damit lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz leicht höher als gestern (2,3). Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist diese Größe der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz stieg hingegen deutlich. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 54,4 - so viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es im Nordwesten binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner. Für gestern war ein Wert von 50,7 ermittelt worden.

In unserer Region meldet der Landkreis Gifhorn den mit Abstand höchsten Wert – 116,2. Innerhalb einer Woche stieg dort die Corona-Fallzahl von 188 auf 303. Allein seit gestern kamen laut RKI 41 neue Fälle hinzu. Im Kreis gelten seit heute strengere Regeln: Beim Friseur, im Fitnessstudio und im Schwimmbad gilt verpflichtend 3G – es dürfen also nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete rein.

Die Inzidenzen in unserer Region:

  • Braunschweig: 42,6
  • Gifhorn: 116,2
  • Goslar: 42,3
  • Region Hannover: 63,2
  • Helmstedt: 29,5
  • Peine: 78,0
  • Salzgitter: 71,2
  • Wolfenbüttel: 25,1
  • Wolfsburg: 73,5

Im Herbst könnten die Fallzahlen wegen zunehmender Kontakte in Innenräumen weiter wachsen. Vor allem viele Ältere sind jedoch inzwischen geimpft. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Morgen 3,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Der Wert verbesserte sich leicht zum Vortag mit 3,8.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Mittwoch, 20. Oktober

14.16 Uhr: Corona-Lage noch relativ stabil

In Niedersachsen bleibt die Corona-Lage relativ stabil, die Inzidenz und Belegung der Intensivbetten steigen aber wieder leicht an. Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in den Kliniken während der vergangenen sieben Tage betrug auch am Mittwoch 2,3 pro 100 000 Einwohner. Damit veränderte sich die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz gegenüber dem Vortag nicht.

Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist diese Größe der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation. Die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz stieg hingegen geringfügig. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie zuletzt bei 50,7 - so viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es im Nordwesten binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet. Für Dienstag war noch ein Wert von 49,0 ermittelt worden.

Im Herbst könnten die Fallzahlen wegen zunehmender Kontakte in Innenräumen weiter wachsen. Vor allem viele Ältere sind jedoch inzwischen geimpft. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Mittwoch 3,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt, ebenfalls ein leichter Anstieg gegenüber 3,6 Prozent tags zuvor.


Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

10.37 Uhr: Bisher keinen Erfolg für Anträge gegen Corona-Verordnung vor Gericht

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat bisher alle Einwände gegen die neue niedersächsische Corona-Verordnung abgewiesen. Insgesamt seien 17 Eilverfahren und zehn Hauptsacheverfahren eingegangen, welche die seit dem 22. September gültige Verordnung angreifen, sagte eine Sprecherin des OVG der Deutschen Presse-Agentur. 16 Eilverfahren seien bereits entschieden worden. Die Antragsteller konnten sich demnach in keinem Fall durchsetzen.


Abgeschmettert wurde ein Antrag zum sogenannten Genesenenausweis und der 3G-Regelung für Krankenhäuser. Besucher in Kliniken müssen weiterhin derzeit geimpft, genesen oder getestet sein. Auch ohne Erfolg blieb ein Einwand gegen den gesamten Paragrafen 16 der Verordnung, der sowohl Maskenpflicht als auch Testpflicht regelt.


Noch offen ist der Sprecherin zufolge ein Eilverfahren. Dabei gehe es um die Kapazitätsbeschränkung von 50 Prozent in Diskotheken. In der Vergangenheit waren Antragsteller zu diesem Thema erfolgreich. So kippte das OVG Anfang August die Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 10,0. Die Richter folgten der Argumentation mehrerer Clubbesitzer, dass diese Maßnahme unverhältnismäßig sei. Damit wurde der entsprechende Passus in der damaligen Verordnung unwirksam.

7.25 Uhr: Weil: Vorsicht bei Corona-Regeln

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil warnt vor einem vorschnellen Aus aller Corona-Maßnahmen. „Was keinesfalls passieren darf mit Blick auf den Herbst und Winter, ist ein ersatzloses Streichen der Schutzregeln“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Wir haben immer noch schwierige Monate vor uns.“

In der Pandemie gelte es, vorsichtig zu bleiben. „Wir sehen, dass in der Gruppe der Ungeimpften die Inzidenzen noch wesentlich höher sind“, betonte der Regierungschef aus Hannover. Man werde „sehr genau hinschauen müssen, wie der Bund sich in dieser Frage aufstellt“. In der Debatte, ob die sogenannte epidemische Lage - im März 2020 vom Bundestag festgestellt und immer wieder verlängert - bald aufgehoben werde könne, hatte sich auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) eher skeptisch gezeigt: Es sei noch nicht an der Zeit, sich ganz von den Schutzregeln zu verabschieden.

Weil, der gerade von einer Portugal-Reise zurückkam, sagte: „Ich kann mich da nur der Sicht von Daniela Behrens anschließen.“ Er ergänzte: „Wir müssen versuchen, die Impfquote insgesamt noch weiter zu erhöhen.“ Dies sei ihm auch bei seinen Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Lissabon klar geworden.

Viele Menschen in Portugal hätten ihm erläutert, dass die hohe Impfbereitschaft dort aus den Erfahrungen der heftigen Corona-Welle stamme, die im Februar durch das Land ging und einen harten Lockdown brachte. „Und heute steht Portugal sehr gut da“, so Weil. „Die deutlich besseren deutschen Erfahrungen in der Pandemie machen uns das Werben ums Impfen im Vergleich wesentlich schwerer. Das ist schwer einzusehen.“

Dienstag, 19. Oktober

15.37 Uhr: Behrens will Corona-Regeln auch im Herbst noch beibehalten

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hält die Beibehaltung der Corona-Regeln mit Blick auf den Herbst und Winter für notwendig. „Wir brauchen über den Herbst, Winter noch ein paar Regeln, bis wir uns ganz davon verabschieden können“, sagte Behrens bei einer Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs am Dienstag in Hannover. Als Beispiele nannte die Ministerin die Fortführung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel, des Abstandsgebots und der 2G- und 3G-Regeln für bestimmte Bereiche.

Sie sei sich sicher, dass dafür eine rechtliche Grundlage geschaffen werde, sagte Behrens - auch wenn sich der Bundestag für ein Ende der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ im November entscheiden sollte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe dies bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Montag deutlich gemacht.

(red mit dpa)