Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Mehr Pflicht-Tests in DIESEN Betrieben – zuletzt hatte es dort viele neue Fälle gegeben

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Die Corona-Pandemie ist auch in Niedersachsen weiter aktiv.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen – speziell in der Region38 – kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

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Mittwoch, 27. Oktober

06.46 Uhr: In Fleischbetrieben soll es mehr Pflicht-Tests auf das Coronavirus geben

In fleischverarbeitenden Betrieben in Niedersachsen sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig häufiger auf das Coronavirus getestet werden müssen. Diese Pflicht soll von einmal auf zweimal wöchentlich steigen, kündigte Heiger Scholz, Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, am Dienstag in Hannover an. Eine Testpflicht bestehe auch in Betrieben, die nicht von Corona-Fällen betroffen sind.

Scholz wies darauf hin, dass in betroffenen Betrieben bereits vielfach täglich getestet wird. Etwa im Landkreis Cloppenburg habe es zuletzt mehrere Corona-Ausbrüche in solchen Betrieben gegeben.

Nach Angaben einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums müssen sich vollständig gegen das Coronavirus geimpfte oder von einer Covid-Infektion genesene Mitarbeiter nicht verpflichtend testen.

Dienstag, 26. Oktober

15.55 Uhr: Immer mehr Booster-Impfungen in Niedersachsen

In Niedersachsen haben inzwischen mehr als 108.000 Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 erhalten. Dabei handelt es sich überwiegend um ältere Menschen und zu einem großen Teil um Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Zuständig für die Booster-Impfungen seien in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, sagte der Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover. Denn jedes Heim müsse einen betreuenden Arzt haben. „Wo das nicht der Fall ist, da gehen dann mobile Impfteams hin.“

Durch diese Teams hätten inzwischen rund 8.500 Menschen eine dritte Impfung erhalten, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover. „Aber diese Teams fangen jetzt sukzessive erst an zu arbeiten.“ Insgesamt lebten in Niedersachsen rund 1,3 Millionen Menschen über 70 Jahre. Mehr als 96.000 von ihnen seien in Pflegeeinrichtungen untergebracht.

In Niedersachsen hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Impfdurchbrüche in Alten- und Pflegeheimen mit Dutzenden von Infektionen gegeben. Dabei gab es auch einzelne Todesfälle. Scholz sagte, die Inzidenzen seien zwar zuletzt insgesamt gestiegen, die Zahlen lägen allerdings bei den älteren Menschen nicht signifikant höher als in der übrigen Bevölkerung. So liege die Inzidenz für ganz Niedersachsen bei 62,4 und für die über 80-Jährigen bei 38,3. Eine Impfkampagne für die Booster-Impfungen hält er nicht für erforderlich, da die Älteren in der Regel bereits in intensivem Kontakt mit ihrem Hausarzt seien.

Montag, 25. Oktober

17.29 Uhr: Weil erteilt „Freedom Day“ klare Absage

„Freedom Day“ in Niedersachsen? Das wird im Bundesland noch etwas auf sich warten lassen, wenn es nach Stephan Weil geht. Der Niedersächsische Ministerpräsident macht in einem Facebook-Post deutlich: „Die Pandemie ist eben noch nicht vorbei“. Er geht davon aus, dass Deutschland „am Anfang einer vierten Welle“ steht, die steigenden Infektionszahlen würden dafür sprechen.

Ungeimpfte würden dabei einen „Löwenanteil“ der Patienten im Krankenhaus ausmachen. Die gute Nachricht: Die Patienten seien im Durchschnitt deutlich jünger als in den vorangegangenen Wellen und hätten damit bessere Überlebenschancen. Allerdings bräuchten einige von ihnen längere Krankenhausbehandlungen. Dadurch würden wiederum die Kapazitäten schneller erreicht.

Weil plädiert deshalb weiterhin für das geltende, differenzierte System, „mit dem wir hoffentlich auch gut durch den Winter kommen werden.“

Sonntag, 24. Oktober

15.58 Uhr: Inzidenz klettert weiter

Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter stabil. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz veränderte sich am Sonntag nicht. Wie am Samstag lag die Rate bei 2,3 Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100.000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist dies der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Allerdings stieg die Inzidenz am Sonntag weiter von 53,8 auf 60,7. So viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100 000 Einwohner erfasste das Robert Koch-Institut (RKI). Landesweit am höchsten war die Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 184,2. Dieser Wert geht laut Gesundheitsministerium auf einen Ausbruch in einem Schlachtbetrieb zurück. Es folgten die Kreise Emsland (121,9) und Gifhorn (95,9).

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Sonntag 3,5 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Damit stieg der Wert leicht im Vergleich zum Vortag (3,4 Prozent).

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Samstag, 23. Oktober

15.23 Uhr: Corona-Lage in Niedersachsen relativ stabil – Inzidenz steigt aber

Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter vergleichsweise stabil. Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken während der vergangenen sieben Tage betrug am Samstag 2,3 pro 100.000 Einwohner. Damit stagnierte die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz beim Wert vom Vortag. Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist diese Größe der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die Inzidenz stieg aber im Vergleich zum Samstag vor einer Woche von 48,4 auf 53,8. Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hatte der Wert am Freitag bei 56,5 gelegen - so viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es im Nordwesten binnen einer Woche je 100 000 Einwohner. Landesweit am höchsten war die Inzidenz im Landkreis Cloppenburg mit 184,2. Dieser Wert geht laut Gesundheitsministerium auf einen Ausbruch in einem Schlachtbetrieb zurück. Es folgten die Kreise Gifhorn (105,0) und Emsland (93,0).

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Samstag 3,4 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Damit sank der Wert im Vergleich zum Vortag leicht (3,6 Prozent).

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

Freitag, 22. Oktober

16.40 Uhr: Immer mehr Menschen mit gefälschten Impfpässen unterwegs

In Niedersachsen ist seit Jahresbeginn bereits in mehr als hundert Fällen wegen gefälschter Impfpässe ermittelt worden. Die Fallzahlen seien kontinuierlich und zuletzt sprunghaft angestiegen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Impfausweise sind relativ einfach zu fälschen, aus diesem Grund ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen“, sagte eine LKA-Sprecherin. Pro Ermittlungsfall könne es um eine größere Zahl von Fälschungen gehen. Zumeist werden die kriminellen Machenschaften bemerkt, wenn Personen versuchen, mit den gefälschten Pässen in einer Apotheke einen digitalen Impfnachweis zu erhalten.

Ungeimpfte haben es seit kurzem im Alltag deutlich schwerer. So können Restaurants oder Theater den Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G) erlauben. Seit dem 11. Oktober sind die Schnelltests in den Testzentren für die meisten Menschen darüber hinaus nicht mehr kostenlos. Ob der sprunghafte Anstieg der Impfpass-Fälschungen mit diesen Änderungen für Ungeimpfte zusammenhängt, konnte die LKA-Sprecherin nicht sagen.

Das Landeskriminalamt rief erneut dazu auf, keine Fotos von echten Impfpässen, auf denen Chargennummern zu erkennen sind, in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Diese Bilder könnten Fälschern als Vorlage dienen. Bereits im Frühjahr waren gefälschte Impfpässe unter anderem im Messenger-Dienst Telegram für 99 bis 250 Euro angeboten worden. Telegram wird oft von sogenannten Querdenkern und Impfgegnern genutzt. Auch am Flughafen Hannover tauchten Fälschungen auf.

Donnerstag, 21. Oktober

12.11 Uhr: Inzidenz wieder gestiegen

In Niedersachsen hat sich die Corona-Lage etwas verschlechtert. Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken während der vergangenen sieben Tage betrug am Morgen 2,4 pro 100 000 Einwohner. Damit lag die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz leicht höher als gestern (2,3). Für die niedersächsischen Gesundheitsbehörden und Kommunen ist diese Größe der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.

Die allgemeine Sieben-Tage-Inzidenz stieg hingegen deutlich. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 54,4 - so viele registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es im Nordwesten binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner. Für gestern war ein Wert von 50,7 ermittelt worden.

In unserer Region meldet der Landkreis Gifhorn den mit Abstand höchsten Wert – 116,2. Innerhalb einer Woche stieg dort die Corona-Fallzahl von 188 auf 303. Allein seit gestern kamen laut RKI 41 neue Fälle hinzu. Im Kreis gelten seit heute strengere Regeln: Beim Friseur, im Fitnessstudio und im Schwimmbad gilt verpflichtend 3G – es dürfen also nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete rein.

Die Inzidenzen in unserer Region:

  • Braunschweig: 42,6
  • Gifhorn: 116,2
  • Goslar: 42,3
  • Region Hannover: 63,2
  • Helmstedt: 29,5
  • Peine: 78,0
  • Salzgitter: 71,2
  • Wolfenbüttel: 25,1
  • Wolfsburg: 73,5

Im Herbst könnten die Fallzahlen wegen zunehmender Kontakte in Innenräumen weiter wachsen. Vor allem viele Ältere sind jedoch inzwischen geimpft. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Morgen 3,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Der Wert verbesserte sich leicht zum Vortag mit 3,8.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.

(red mit dpa)