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Corona in Niedersachsen: Aus für Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt! DANN ist Schluss

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Das Corona-Infektionsgeschehen spitzt sich auch in Niedersachsen immer mehr zu. Bereits von Mittwoch an müssen sich viele Menschen durch eine 2G-plus-Regel auf schärfere Maßnahmen einstellen.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen – speziell in der Region38 – kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Hier alle News im Überblick

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Mittwoch, 1. Dezember

20.04 Uhr: Aus für Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt

Das war's für den Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel. Wie die „Wolfenbütteler Zeitung“ berichtet, ist Freitag, 3. Dezember, der letzte Tag für die Händler. Danach ist Schluss. Sowohl 2G-Plus als auch das Wetter hätten für zu geringe Besucherzahlen gesorgt, als dass es sich gelohnt hätte, den Markt offen zu halten. Mehr liest du auf www.wolfenbuetteler-zeitung.de.

19.10 Uhr: Immer mehr Schüler mit Corona infiziert

Die Zahl der mit Corona infizierten Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen und Bremen ist weiter gestiegen. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwoch bekannt gab, waren in der vergangenen Woche in Niedersachsen den Schulen 2928 infizierte Schüler den Schulen bekannt. Eine Woche zuvor lag die Zahl noch bei 2013 Schülerinnen und Schülern. Im Land Bremen waren es vergangene Woche 305 Schüler, eine Woche zuvor 208.

In Bremen nahm auch die Zahl der sich in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler zu: Sie lag in der vergangenen Woche bei 147 Menschen, in der Woche zuvor bei 123. Aus Niedersachsen gab es dazu keine Angaben.

Auch deutschlandweit stieg die Zahl der Corona-Fälle an Schulen. In der vergangenen Woche waren laut KMK 93.487 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. In der Vorwoche waren es rund 72 000. Darüber hinaus waren rund 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 126.000).

11.08 Uhr: Braunschweig vergibt wieder Impf-Termine in der Stadthalle

Ab sofort kannst du dir auf impfen-niedersachsen.de wieder Impf-Termine buchen. Darüber hat die Stadt informiert. Weiterhin ist aber auch noch eine Impfung ganz ohne Termin möglich. Die Spritzen gibt's Montag bis Freitag jeweils zwischen 9 und 16 Uhr.

7.57 Uhr: Sorge um 2G-Plus im Gastgewerbe – „Lockdown durch die Hintertür“

Im niedersächsischen Gastgewerbe wächst angesichts der verschärften 2G-plus-Regelung, die von diesem Mittwoch an auch in der Gastronomie und bei Übernachtungen gilt, die Verunsicherung. „2G plus ist gegenüber 2G nochmal eine Erschwerung“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, der Deutschen Presse-Agentur. Es sei fraglich, ob geimpfte und genesene Gäste bereit seien, vor dem Besuch eines Restaurants oder Cafés einen Corona-Test zu machen. Auch sei nicht abzusehen, ob die Testkapazitäten, die gerade erst mühsam wieder aufgebaut würden, überall für regelmäßige Testungen reichten. Um eigene Tests vor den Lokalen anzubieten, fehle vielen Betrieben das Personal.

Um Zutritt zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu bekommen, reicht es in den meisten Teilen Niedersachsens nicht mehr, gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Infektion genesen zu sein. Wer Innenräume von Kneipen, Cafés und Restaurants betritt oder für Übernachtungen in Unterkünften eincheckt, benötigt auch einen negativen Test. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Viele Weihnachtsfeiern seien bereits nach dem Inkrafttreten der 2G-Regelung abgesagt worden, berichtete Balke. Nun sei damit zu rechnen, dass auch die übrigen Buchungen storniert würden. Faktisch werde mit der verschärften Regelung nun ein „Lockdown durch die Hintertür“ vollzogen. „Wir müssen mal sehen, wie viele Betriebe in Anbetracht dieser wirklich radikal zusammengedampften Umsätze es betriebswirtschaftlich überhaupt noch für sinnvoll erachten, offen zu lassen.“ Einige Betriebe prüften nun, ob es nicht besser wäre, vorübergehend zu schließen.

Einige Gastronomen und Hoteliers sind trotz der verschärften Regeln aber auch vorsichtig optimistisch: „Wenn du ein Genussmensch bist, nimmst du das auch in Kauf“, sagte etwa der Hannoveraner Gastronom Pasan Milisic, der im Stadtteil Linden-Nord das Café Corner betreibt. Zwar sei davon auszugehen, dass mit 2G plus vorübergehend weniger Gäste kommen könnten. Aus seiner Sicht ist bei vielen aber die Sehnsucht nach Normalität groß - und damit auch die Bereitschaft, einen negativen Testnachweis vorzulegen. Eine coronabedingte Schließung schloss der Gastronom aber nicht aus.

Dienstag, 30. November

18 Uhr: Ministerpräsident Weil: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte denkbar

Die Maßnahmen müssen wieder härter werden, „das ist nicht zu ändern, weil manche sich nicht an die Regeln halten“, betont Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Denkbar seien beispielsweise Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Bei Bund-Länder-Gipfel wurde dazu nichts beschlossen, doch die Diskussionen seien da. Möglich sei beispielsweise das Szenario zwei und zwei, das bereits im Lockdown galt.

Außerdem soll die Impfkampagne deutlich beschleunigt werden. Dafür brauche es zwei Voraussetzungen, betont Weil: genug Impfstoff und Menschen, die eine Impfung wollen. Das Klassenziel für Niedersachsen: 2,8 Millionen Impfungen bis Ende des Jahres. Kapazitär sei das Bundesland dazu in der Lage.

15.24 Uhr: Kommt bald Warnstufe drei?

Nach der für Mittwoch in weiten Teilen Niedersachsens greifenden Corona-Warnstufe 2 könnte es nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Daniela Behrens möglicherweise bald auch zur zusätzlich verschärften Warnstufe 3 kommen. Wann genau dies geschehen würde, sei derzeit angesichts der Infektionsdynamik aber schwer zu sagen, erklärte die SPD-Politikerin am Dienstag in Hannover.

In der Warnstufe 3 sollen laut Behrens Veranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen im Außenbereich sowie 2500 Menschen im Innenbereich untersagt werden. Dann halte es die Landesregierung ebenfalls für geboten, Weihnachtsmärkte nicht mehr zuzulassen. „Diskotheken und Bars würden wir in der Warnstufe 3 schließen“, sagte Behrens. Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen sollen dann ebenfalls folgen.

Sie glaube, dass die für Warnstufe 3 nötigen Werte bei der Krankenhausbelegung, den Covid-Intensivbetten und der allgemeinen Inzidenz nicht „so schnell gerissen“ werden. Umso wichtiger sei es, vorsichtig zu bleiben. „Wir müssen uns vorbereiten. Es geht um vorsorgenden Gesundheitsschutz.“

Weiter sagte die Ministerin: „Und wir möchten eine weitere Kategorie regionaler Hotspots einführen.“ Diese solle für Kommunen gelten, in denen die allgemeine Corona-Inzidenz den Wert von 350 Fällen pro 100.000 Einwohner übersteige. Einige Einzelkriterien zur Verhängung der bisher höchsten Pandemie-Warnstufe 3 waren in manchen Städten und Gemeinden Niedersachsens schon zu Beginn dieser Woche erfüllt.

13.44 Uhr: Auch Wolfenbüttel ab morgen in Warnstufe 2

Auch der Landkreis Wolfenbüttel geht ab morgen in Warnstufe 2. Das heißt: Auch hier gilt dann in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die 2G-plus-Regel. >> Mehr dazu liest du HIER!

12.11 Uhr: Klinikum Braunschweig stoppt nicht akute Operationen

Angesichts der verschärften Corona-Lage reagiert das Städtische Klinikum in Braunschweig. „Nicht notwendige Operationen werden seit dem Wochenbeginn verschoben“, sagte Krankenhaus-Sprecherin Thu Trang Tran am Dienstag. Ab morgen gelte ein Besuchsverbot mit nur einigen Ausnahmen etwa bei Geburten.

„Wir müssen Kapazitäten freihalten“, hatte Tran gestern der „Braunschweiger Zeitung“ gesagt. Am größten Klinik-Standort würden Patienten nur noch in dringlichen Fällen behandelt, es gebe einen erneuten Stopp nicht akuter, elektiver Eingriffe.

Der limitierende Faktor auf der Intensivstation sei jedoch nicht die Bettenzahl, sondern der Mangel an Fachkräften.

11.20 Uhr: 2G-plus in Braunschweig

Ab morgen gilt 2G-plus in Braunschweig. Das bedeutet, dass sich Geimpfte und Genesene in Innenbereichen zusätzlich mit einem aktuellen Corona-Test ausweisen müssen. >> Das musst du jetzt wissen!

11.18 Uhr: Lage in Kliniken verschlechtert sich

Die Werte zur Beschreibung der Corona-Lage in Niedersachsen haben sich auch heute wieder verschlechtert. Nach Angaben der Landesregierung stand die maßgebliche sogenannte Hospitalisierungsinzidenz am Morgen bei 7,6.

Gestern hatte der Wert noch bei 7,4 gelegen – er gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet neu in eine Klinik aufgenommen werden mussten.

Die allgemeine Inzidenz der bestätigten zusätzlichen Ansteckungen mit dem Coronavirus sank indes leicht. Nach 217,4 am Montag wurde sie mit den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag mit 215,7 angegeben.

Inzidenz-Werte in der Region:

  • Braunschweig: 238,2
  • Gifhorn: 271,4
  • Goslar: 200,5
  • Region Hannover: 208,3
  • Helmstedt: 203,2
  • Peine: 220,1
  • Salzgitter: 403,4
  • Wolfenbüttel: 240,4
  • Wolfsburg: 303,6

Die Auslastung der Intensivstationen nimmt aber auch in Niedersachsen zu. 9,7 Prozent der maximal bereitstehenden Intensivbetten sind mit Covid-19-Kranken belegt, am Montag hatte dieser Wert noch bei 9,4 gelegen. 17 neue Covid-19-Todesfälle wurden registriert, die Gesamtzahl stieg damit 6.346.

9.35 Uhr: Verfassungsschutzpräsident rechnet nicht mit Gewalt bei Corona-Demos

Der niedersächsische Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut sieht in einer möglichen Impfpflicht viel Nutzen aber auch Gefahren. „Ich habe eher den Eindruck, dass eine solche Impfpflicht natürlich langfristig hilft, aber kurzfristig zu einer Verschärfung der Polarisierung in der Gesellschaft führt“, sagte Witthaut im Interview der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Eine Überwindung dieser Polarisierung sei für ihn erst realistisch, wenn die Pandemie vorbei ist und damit die Maßnahmen zur Eindämmung dieser Seuche. Gewaltausbrüche wie zuletzt in Österreich und den Niederlanden hält der Verfassungsschutzpräsident aber für unwahrscheinlich. „Ich glaube eher, dass wir so etwas in Deutschland und in Niedersachsen nicht erleben werden“, sagte Witthaut.

8.04 Uhr: Handel bezeichnet kompletten Lockdown als „Horrorvorstellung“

Vor der Bund-Länder-Runde zur vierten Corona-Welle warnt der Handel in Niedersachsen vor zu harten und pauschalen Maßnahmen. „Vor allem ein kompletter Lockdown ist für den Handel in Niedersachsen eine Horrorvorstellung“, sagte Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Für Krack gilt es, eine bundesweite, pauschale Schließung des Handels zu vermeiden. Vielmehr sollten an die jeweilige Inzidenz- und Hospitalisierungsrate geknüpft regionale Maßnahmen ergriffen werden. An diesem Dienstag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder telefonisch über die Krise beraten.

Der Handelsverband verwies darauf, dass schon das erste Adventswochenende in einigen Innenstädten deutlich schlechter verlaufen sei als im ersten Pandemie-Jahr. „Das gibt zu denken und lässt nicht auf ein gutes Weihnachtsgeschäft hoffen“, sagte Krack.

8.00 Uhr: 2G-plus – was sich jetzt ändert!

Vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen, wird vielerorts in Niedersachsen künftig nicht mehr ausreichen. Bereits von Mittwoch an müssen sich viele Menschen durch eine 2G-plus-Regel auf schärfere Maßnahmen einstellen. >> Antworten auf wichtige Fragen findest du HIER!

7.09 Uhr: Corona bringt Arbeitslosigkeit für Menschen mit Behinderung

Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderung in Niedersachsen hat in den Corona-Jahren zugenommen. In Niedersachsen waren in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Durchschnitt 13.412 Menschen mit Behinderung arbeitslos. Das seien mehr als im gleichen Zeitraum 2020, in dem die Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen war.

Das geht aus dem Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes hervor. Die Arbeitslosigkeit im Oktober lag um etwa sieben Prozent höher als in Vergleichsmonaten vor der Pandemie.

Die Fortschritte der Inklusion seit 2016 seien durch Corona zunichte gemacht worden, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup. Weil der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung sich langsamer erhole, hätten diese länger mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen als Nichtbehinderte.

Montag, 29. November

18.34 Uhr: Oberste Verwaltungsrichter stützen Corona-Verordnungen

Die Corona-Verordnungen in Niedersachsen beruhten nach Auffassung der obersten Verwaltungsrichter bislang immer auf einer tauglichen Rechtsgrundlage und waren formell rechtens. Es habe nur einzelne unverhältnismäßige Maßnahmen gegeben, teilte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Montag in Lüneburg mit.

Nach mehreren Eilverfahren wegen der Corona-Verordnungen habe sich das Gericht vergangene Woche im Hauptverfahren mit drei solcher Klagen befasst und mündlich verhandelt. Dabei hätten sich „keine durchgreifenden Bedenken“ gegen das staatliche Vorgehen ergeben. Der 13. Senat sei dabei jeweils vom Kenntnisstand über das Coronavirus und seine Verbreitung zur Geltungszeit der Verordnung ausgegangen.

So bestätigte das Gericht im Nachhinein die allgemeine Maskenpflicht in der Verordnung vom April 2020. Das Bedecken von Mund und Nase mit Schals, Tüchern oder anderen Textilien habe dazu beitragen können, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Ebenso bestätigt wurde die im Oktober 2020 festgeschriebene Maskenpflicht im Fitnessstudio in der Zeit, in der nicht trainiert werde. Das Tragen einer Maske sei im Vergleich zum Nutzen eine „geringe Belastung“ gewesen.

Als unverhältnismäßig wertete der Senat dagegen die Schließung von Autowaschanlagen vom April 2020. Deren Betrieb hätte mit einem Abstandsgebot weiterlaufen können. Eine Revision gegen diese Urteile ließ das Oberverwaltungsgericht nicht zu. Gegen die Nichtzulassung könne aber Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden.

17.16 Uhr: Warnstufe 2 im Kreis Helmstedt

Ab Mittwoch, 1. Dezember, gilt auch im Landkreis Helmstedt die Warnstufe 2. Das bedeutet, das in vielen Bereichen die 2G Plus-Regel gilt. Außerdem verordnet der Landkreis Helmstedt, das auf dem Gelände aller Wochenmärkte jeder Maske tragen muss.

16.04 Uhr: Omikron-Variante in Niedersachsen angekommen? Erster Verdachtsfall in der Region

In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestehe bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit. Derzeit befinde er sich in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt sollen nun im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht bestätigt.

Nach einem Aufenthalt in Südafrika in der vergangenen Woche traten demnach bei dem Mann Erkältungssymptome auf. Sowohl ein Schnelltest als auch ein PCR-Test haben den Angaben zufolge eine Infektion mit SarsCov 2 bestätigt. Ob es sich dabei um die Omikron-Variante handelt, ermittelt das Landesgesundheitsamt nun mithilfe eines Sequenzierverfahrens, das eine genaue Bestimmung der Virus-DNA ermöglichen soll.

15.03 Uhr: Schausteller fürchten 2G-Plus-Regel auf Weihnachtsmärkten

Schausteller und Marktkaufleute in Niedersachsen fürchten ein Ende der Weihnachtsmärkte bei Einführung der 2G-plus-Regel. Für den Fall, dass es keine andere Möglichkeit gebe als landesweit die 2G-plus-Regel umzusetzen, sei es besser, dass das Land die Durchführung von Weihnachtsmärkten untersage, teilten am Montag der Landesverband Niedersachsen der Markt- und Schaustellerverbände sowie der Berufsverband der Schausteller und Marktkaufleute Oldenburg mit. Bei einer 2G-plus-Regel sind nur Geimpfte und Genesene zugelassen, die zusätzlich einen Corona-Test vorweisen müssen.

Um die drohende Pleitewelle unter den Familienbetrieben zu verhindern, sei für die betroffene Branche Unterstützung vom Land und vom Bund notwendig. Die Toleranz für die Einschränkungen und Auflagen sei schon jetzt auf ein Minimum gesunken. Die Schausteller hätten schon jetzt mit einer breiten Verweigerung und großem Unmut zu tun. Bereits unter 2G-Regeln seien die Einnahmen und die Besucherzahlen drastisch zurückgegangen und schon fast nicht mehr wirtschaftlich. „2G plus würde für die noch geöffneten niedersächsischen Weihnachtsmärkte der finanzielle Todesstoß sein“, hieß es.

Im Vergleich zu anderen gastronomischen Bereichen würden die Schausteller und Marktkaufleute ungleich behandelt, kritisierten die Verbände. Die Regeln für die Weihnachtsmärkte seien blinder Aktionismus und überzogene Maßnahmen.

15 Uhr: Warnstufe 2 auch in Gifhorn ab Mittwoch

Auch im Landkreis Gifhorn gilt ab Mittwoch, 1. Dezember, die Warnstufe 2. Damit gilt in vielen Bereichen in Innenräumen die 2G-Plus-Regel. Alle wichtigen Änderungen findest du hier.

13.51 Uhr: Warnstufe 2 tritt am Mittwoch in Kraft

Im Landkreis Peine tritt übermorgen die Warnstufe 2 der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung in Kraft. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat die Kreisverwaltung heute erlassen.

„Damit gilt in vielen Bereichen ab Mittwoch 2G Plus. Geimpfte und Genesene unterliegen dann auch der Testpflicht, um beispielsweise in einem Restaurant essen zu können“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. >> Hier gibt's mehr Details (PDF)

13.40 Uhr: Erneut verschärfte Corona-Lage

Zum Start in die neue Woche haben sich die Daten zur Corona-Situation in Niedersachsen abermals verschlechtert. Nach Angaben der Landesregierung stand die maßgebliche sogenannte Hospitalisierungsinzidenz am Morgen bei 7,4. Gestern hatte der Wert bei 7,2 gelegen. Er gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet neu in eine Klinik aufgenommen werden mussten.

Bei der allgemeinen Inzidenz der bestätigten zusätzlichen Ansteckungen mit dem Coronavirus verschärfte sich die Lage zuletzt ebenfalls: Sie stieg laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) im Landesschnitt von 212,2 auf 217,4.

Inzidenz-Werte in der Region:

  • Braunschweig: 248,6
  • Gifhorn: 282,1
  • Goslar: 196,0
  • Region Hannover: 210,9
  • Helmstedt: 201,1
  • Peine: 220,1
  • Salzgitter: 438,1
  • Wolfenbüttel: 229,6
  • Wolfsburg: 246,3

Die Auslastung der Intensivstationen ist in Niedersachsen insgesamt noch nicht so hoch wie in manchen anderen Bundesländern, es gab daher schon mehrere Patientenverlegungen. Aber auch hier wird es allmählich enger: Zum Wochenbeginn waren 9,4 Prozent der maximal bereitstehenden Intensivbetten mit Covid-Kranken belegt, nach 8,5 Prozent am Sonntag.

Im Land greifen die Corona-Warnstufen, wenn die Hospitalisierung und mindestens einer der anderen beiden Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbetten-Belegung) bestimmte Schwellen überschreiten. Seit dem vorigen Mittwoch gilt landesweit bereits die Stufe 1 mit 2G-Regelung - Ungeimpfte sind von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen.

Da die Zahlen nun schon mehrere Tage in Folge so angespannt bleiben, dürfte zumindest in einzelnen Regionen bald die Stufe 2 mit der 2G-plus-Regel verhängt werden. Dann haben dort in vielen Bereichen auch Geimpfte und Genesene nur noch Zutritt, wenn sie einen frischen negativen Corona-Test vorlegen können. Für Treffen größerer Gruppen und die Maskenpflicht würden ebenso Verschärfungen greifen.

Am Montag waren in etlichen Kreisen und kreisfreien Städten beim Teilfaktor Gesamtinzidenz auch schon Werte für die Stufe 3 erreicht - vor allem im Westen und Südosten Niedersachsens.

12.38 Uhr: Masken-Kontrolle eskaliert

Mal wieder ein Streit um das Tragen einer Maske – dieses Mal in Hannover! Ein Mann hat sich der Polizei Hannover heftig widersetzt und wollte einfach nicht einsehen, warum er eine Maske tragen sollte. Dann eskalierte die Sache völlig. >> HIER geht's zur gesamten Geschichte!

12.10 Uhr: Mobile Impfaktionen müssen kleiner ausfallen

Aufgrund der aktuellen Knappheit an Covid19-Impfstoffen müssen die geplanten öffentlichen Impfaktionen im Landkreis Goslar kleiner ausfallen als ursprünglich vorgesehen.

Bei den Terminen der mobilen Impfteams in Groß Döhren am 1. und 4. Dezember musste leider kurzfristig auf die Vergabe von Terminen umgeschwenkt werden. Diese sind bereits alle vergeben, so dass spontane Impfungen nicht mehr möglich sind.

Und auch die Impfaktion in der Mensa der TU Clausthal morgen wird deutlich eingeschränkt. Insgesamt stehen nur rund 200 Impfdosen zur Verfügung.

Inwieweit am Impftermin am kommenden Sonntag in der Praxis des Seesener Mediziners Steffen Pallinger festgehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Konkrete Informationen zu möglichen Impfstoffmengen stehen noch aus.

Goslars Landrat Alexander Saipa wertet die Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff als empfindlichen Rückschlag: „Wir spüren die Auswirkungen unmittelbar, denn die für diese Woche geplanten Impfaktionen müssen nun deutlich heruntergefahren werden. Das ist ausgesprochen ärgerlich und trägt sicherlich nicht dazu bei, dass die Bürgerinnen und Bürger verlorengegangenes Vertrauen in die Impfkampagne zurückgewinnen. Hier muss deutlich nachgebessert werden, und ich sehe dabei vor allem die Politik in Berlin in der Pflicht.“

6.00 Uhr: Weil fordert allgemeine Impfpflicht und erwägt Lockdown

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat eine allgemeine Corona-Impfpflicht gefordert und strengere Corona-Regeln für das Land angekündigt.

Mit der Omikron-Variante des Coronavirus gebe es eine neue Lage, sagte er der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Wir werden uns massiv anstrengen müssen, um den Impfschutz sehr rasch nach oben zu treiben“, so Weil. „Erste Untersuchungen zeigen, dass vor allem Booster-Impfungen auch gegen diese Mutation eine gute Wirkung entfalten können. Deshalb ist spätestens jetzt eine allgemeine Impfpflicht unabdingbar. Wir müssen den Impfdruck unbedingt erhöhen.“

Weil zufolge braucht es eine Impfpflicht für voraussichtlich einige Jahre. „Auch wenn kein Politiker das gerne tut: Wir müssen die Menschen wohl auch zu regelmäßigen Auffrischungsimpfungen verpflichten“, sagte der Regierungschef der Zeitung.

Weil kündigte zudem strengere Maßnahmen für Niedersachsen an. „Mit dem Erreichen der Warnstufe zwei am nächsten Mittwoch rollen wir die 2G-plus-Regel gleichsam flächendeckend über das Land aus“, so Weil. Damit dürften nur noch Geimpfte und Genesene, die zusätzlich aktuell negativ getestet wurden, Veranstaltungen besuchen oder Dienstleistungen wahrnehmen, im Innenbereich Sport treiben, ins Restaurant gehen oder im Hotel übernachten. „Diese ergänzende Testpflicht ist für die Geimpften und Genesenen mühsam und ärgerlich, aber leider notwendig“, sagte Weil.

Einen Lockdown schloss der Ministerpräsident nicht aus. „Das ist ein Punkt, den wir jetzt intensiv diskutieren müssen“, sagte er im Interview. „Dabei geht es aber wahrscheinlich noch eher um die Zeit nach Weihnachten, in der in der Regel Ferien sind und die Familien sich treffen.“ Weil zufolge kommt in Betracht, die Corona-Regeln bis Weihnachten zu verschärfen und danach eine „verlängerte Weihnachtsruhe“ zu verhängen.

Die bundesweite Debatte um eine allgemeine Impfpflicht hatte an den vergangenen Tagen an Fahrt aufgenommen. In der Politik mehren sich die Stimmen dafür. Der geschäftsführende Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte der „Bild am Sonntag“ auf die Frage, ob er eine Impfpflicht befürworten würde: „Ja, und ich finde es richtig, dass wir in einem ersten Schritt noch vor Weihnachten dafür sorgen, dass es zum Beispiel in Kliniken, in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen eine Impfverpflichtung gibt.“

Auch der Einzelhandel und Ärztekammern sprachen sich für eine generelle Impfpflicht aus.

Sonntag, 28. November

11.56 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Die Corona-Lage in Niedersachsen verschärft sich weiter. Der Sieben-Tage-Wert bestätigter Neuinfektionen stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Sonntag im Landesdurchschnitt von 209,8 auf 212,2 pro 100.000 Einwohner. Binnen eines Tages wurden 2151 weitere Corona-Infektionen gemeldet.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wurde am Sonntag für Niedersachsen mit 7,2 Prozent angegeben – nach 6,9 Prozent am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner neu in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren am Sonntag 8,5 Prozent der maximal zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Erkrankten belegt, am Samstag waren es 8,6 Prozent.

10.11 Uhr: Schärfere Regeln im Einzelhandel?

Dem Weihnachtsgeschäft in Niedersachsens Innenstädten droht auch in diesem Jahr eine schwere Corona-Delle. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen erwägt die Landesregierung auch für den Handel schärfere Vorgaben, etwa in Form einer Testpflicht. Der Handelsverband rechnet für diesen Fall mit deutlichen Einbußen. Eine Testpflicht müsse daher mit angemessenen Kompensationen für die Händler verbunden sein, forderte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Mark Alexander Krack.

„Bis jetzt ist der Kundenzuspruch noch da“, sagte Krack der Deutschen Presse-Agentur. Es sei aber davon auszugehen, dass sich die Zuspitzung der Corona-Lage in der Adventszeit bemerkbar machen werde. „Der eine oder andere wird sich mit Einkäufen zurückhalten.“ Entsprechend groß sei die Unsicherheit bei den Händlern. Die Erfahrungen mit einer Testpflicht früher in der Pandemie hätten gezeigt, dass die Kundenfrequenz dadurch deutlich zurückgehe.

Krack erinnerte daran, dass der Lockdown vor einem Jahr den Händlern schon das vorige Weihnachtsgeschäft verdorben hatte. Üblicherweise mache die Vorweihnachtszeit dabei in einigen Branchen 25 bis 35 Prozent des Jahresumsatzes aus. Besonders wichtig sei das Adventsshopping für Geschäfte, die Bücher, Schmuck, Parfüms, Technik oder Spielzeug anbieten.

Eine Sprecherin der Landesregierung hatte am Freitag erklärt, dass Beschränkungen des Einzelhandels nach den 3G-, 2G- oder 2G-plus-Regelungen nach dem Infektionsschutzgesetz durch die Länder möglich seien. „Ich schließe nicht aus, dass es auch in Niedersachsen dazu kommen könnte.“ Der Zugang wäre dann beispielsweise nur noch Geimpften, Genesenen oder Getesteten (3G) erlaubt.

Samstag, 27. November

15.41 Uhr: Ärzte in Niedersachsen fordern allgemeine Impfpflicht

Die Ärztekammerversammlung Niedersachsen hat eine Corona-Impfpflicht für alle gefordert - es sei denn, medizinische Gründe sprechen im Einzelnen dagegen. Ziel sei, einen erneuten Lockdown und auch neue Belastungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wegen geschlossener Kitas, Schulen und Universitäten zu verhindern, teilte die Kammer am Samstag zu einer Resolution von Mitgliedern des Ärzteparlaments mit. Mit einer stagnierenden Impfquote von rund 70 Prozent gelinge es nicht, die extrem infektiöse Delta-Variante des Coronavirus in Schach zu halten, warnten die Ärzte.

Obwohl der Winter noch nicht richtig begonnen habe, seien Neuinfektionen, Inzidenz und Todeszahlen „in erschreckende Höhen geschnellt“, hieß es. Die vierte Welle der Pandemie sei nicht mehr aufzuhalten, erste Kliniken in Deutschland hätten die Belastungsgrenze erreicht. Zusätzlich sei die Zahl der belegbaren Intensivbetten und auch der Beatmungsplätze im Vergleich zum ersten Corona-Winter 2020 deutlich gesunken. Jede vierte Intensivpflegekraft habe der Intensivstation den Rücken gekehrt.

Damit drohe erneut ein Lockdown mit immensen Belastungen für die Gesellschaft - allen voran für Kinder und Jugendliche, stellte die Ärztekammer fest. Bislang hätten die Menschen in der Pandemie zwar große Solidarität und Disziplin gezeigt, dies allein könne die vierte Welle aber nicht brechen.

Wichtig sei es vielmehr, mehr Menschen erstmals zu impfen und weiter den Schutz der Geimpften mit schnellen Booster-Impfungen und ausreichendem Impfstoff zu gewährleisten. In der Erklärung heißt es: „Die Impfungen sind unser Weg aus der Pandemie – eine andere, bessere Exit-Strategie ist nicht in Sicht.“ Die Zahl der Fälle mit Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung sei angesichts von mehr als 100 Millionen in Deutschland gespritzten Dosen „auf einem äußerst niedrigen Niveau“.

14.21 Uhr: Corona-Zahlen steigen weiter

Das Corona-Infektionsgeschehen verschärft sich auch in Niedersachsen weiter. Der Sieben-Tage-Wert bestätigter Neuinfektionen stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Samstag im Landesdurchschnitt von 201,2 auf 209,8 pro 100 000 Einwohner. Binnen eines Tages kamen 3394 neue Ansteckungen und 20 Todesfälle hinzu. Im Nachbarland Bremen lag die Inzidenz am Samstag bei 223,3 nach 219,4 am Vortag. Bundesweit betrug sie bereits 444,3.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz wurde am Samstag für Niedersachsen mit 6,9 Prozent angegeben - ein weiterer Anstieg gegenüber 6,7 Prozent am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner neu in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Auf den niedersächsischen Intensivstationen waren am Samstag 8,6 Prozent der maximal zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-Erkrankten belegt (Vortag: 8,5 Prozent).

8.44 Uhr: Kommunalverbände wollen Aus für Discos und Weihnachtsmärkte

Kommunalverbänden in Niedersachsen gehen die aktuellen Corona-Regeln des Landes angesichts weiterhin steigender Infektionszahlen nicht weit genug. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass Virenschleudern wie Shisha-Bars und Diskotheken weiterhin geöffnet bleiben dürfen“, sagte Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Meyer fordert die rot-schwarze Landesregierung auf, zumindest eine konsequente Beschränkung der Besucherzahlen oder besser noch eine Schließung zu verfügen. Auch sei er „sehr skeptisch“, ob Großveranstaltungen noch in die Zeit passten.

Skepsis überwiegt auch beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB) mit Blick auf die Weihnachtsmärkte, die das Land zwar unter strengen Auflagen, aber nach wie vor generell erlaubt. „Es finden momentan schon sehr viel kleinere Veranstaltungen nicht mehr statt. Vermutlich müssen auch Weihnachtsmärkte eher generell abgesagt werden“, sagte NSGB-Präsident Marco Trips der Zeitung und fügte hinzu: „Wir brauchen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle noch deutlich striktere Vorgaben.“

(red mit dpa)