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Niedersachsen: Traurige Zahlen! Immer mehr Kinderpornos im Bundesland – jetzt zieht die Regierung Konsequenzen

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Das Land Niedersachsen sagt der Kinderpornografie nun den Kampf an. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Hannover. 

Das Land Niedersachsen hat jetzt traurige Bilanz gezogen.

Und die offenbart: In Niedersachsen treten immer mehr Fälle von Kinderpornos auf. Nun will das Land dagegen vorgehen – und zieht Konsequenzen.

Niedersachsen: Kampf gegen Kinderpornografie

Die Ermittlungen wegen Kinderpornografie haben im Bundesland stark zugenommen – dabei geht es unter anderem um Straftaten rund um Abbildungen von sexuellem Kindesmissbrauch. Aus diesem Grund hat die Regierung jetzt Konsequenzen gezogen: Die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen wird deshalb deutlich mehr Personal erhalten.

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Die zuständige Zentralstelle bei der Staatsanwaltschaft Hannover wird 2022 um zehn Stellen verstärkt, darunter acht Staatsanwälte, wie das Justizministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mitteilte. Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hatte die Pläne bereits angekündigt, mit dem jüngst beschlossenen Doppelhaushalt für 2022/23 werden diese nun umgesetzt.

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Fallzahlen steigen seit 2016

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir die Zentralstelle verstärkt. Aber angesichts der Masse an Dateien wurde in diesem Jahr schnell klar: Wir brauchen mehr! Denn hinter jedem kinderpornografischen Bildmaterial steht ein Kind, dem zur Anfertigung des Materials sexuelle Gewalt angetan wurde“, betonte die Ministerin. Eine Aufstockung in dieser Größenordnung hat es in diesem Bereich laut Ministerium bislang noch nicht gegeben.

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Nach Angaben des Ministeriums kletterte die Zahl von 1630 Verfahren im Jahr 2016 auf 4532 im vergangenen Jahr. Im Jahr 2019 – also vor der Corona-Pandemie – waren es 4608 Ermittlungsverfahren. Landesweit zuständig ist die Zentralstelle für die Bekämpfung gewaltdarstellender, pornografischer oder sonst jugendgefährdender Schriften bei der Staatsanwaltschaft Hannover. Derzeit arbeiten dort Staatsanwältinnen und -anwälte mit insgesamt 10,3 Vollzeitstellen. (jko/dpa)