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Niedersachsen: Sturmtief „Nadia“ verschont unsere Region – Feuerwehr muss Kreuz von Kirche holen

Niedersachsen: Sturmtief „Nadia“ verschont unsere Region – Feuerwehr muss Kreuz von Kirche holen

Niedersachsen: Sturmtief „Nadia“ verschont unsere Region – Feuerwehr muss Kreuz von Kirche holen

Niedersachsen: Sturmtief „Nadia“ verschont unsere Region – Feuerwehr muss Kreuz von Kirche holen

Wetter: Wie entsteht ein Sturmtief?

Braunschweig. 

Sturmtief „Nadia“ hat unsere Region weitestgehend verschont – anders als den Norden von Niedersachsen, wo die Feuerwehren seit Samstagabend keine Verschnaufpause haben.

Der tragischste bisher bekannt Unfall ereignete sich aber nicht in Niedersachsen, sondern in Brandenburg. Hier kam ein junger Mann ums Leben. (Hier geht’s zum Sturm-Ticker!)

Niedersachsen: Braunschweiger Feuerwehr muss Kreuz abnehmen

Die Feuerwehr Braunschweig musste insgesamt elf kleine bis mittlere Einsätze abarbeiten. Ein Sprecher sagte am Vormittag zu news38.de, dass niemand verletzt wurde. „Wir sind glimpflich durchgekommen“, hieß es. Meistens seien nur Äste oder Bäume zu beseitigen gewesen.

Auf der Celler Heerstraße wurde am Abend ein fahrendes Auto von einem Baum getroffen – und ein zweites fuhr gegen den Baum. Verletzt wurde trotz stark beschädigter Fahrzeuge glücklicherweise niemand.

Die St.-Cyriakus-Kirche in der Weststadt muss ihre Gottesdienste erstmal ohne ihr eineinhalb Meter großes Kreuz auf dem Dach feiern – das musste die Feuerwehr windbedingt vorsichtshalber abnehmen. Per Drehleiter in acht Metern Höhe.

In der Theodor-Heuss Straße holten die Einsatzkräfte aus gut zehn Metern Höhe ein etwa 60 Quadratmeter großes Werbeplakat ein. Die starken Windböen hatten dessen Verankerungen gelöst, woraufhin das Plakat stark flatterte und drohte abzureißen.

Am Sonntagvormittag zeigte sich ein weiterer Sturmschaden in Braunschweig. Am Juteweg war ein Baum in eine Überlandleitung gestürzt. Dieser konnte nur durch den Kran der Feuerwehr entfernt werden.

Niedersachsen: Baum kappt Stromleitung in Wesendorf

In Gifhorn waren es vor allem Bäume, die umkippten. Am Abend war von 15 Stück die Rede, in Wilsche und Heutlingen trafen die Bäume jeweils Fahrzeuge – verletzt wurde hier zum Glück niemand. In Wesendorf kippte ein Baum auf eine Stromleitung, weshalb hier kurz der Strom ausfiel – auch bei der Feuerwehr. Auf einer Baustelle in Rühen ging eine Terrassentür zu Bruch. Hier hieß es für die Einsatzkräfte: Scherben fegen.

Auch am Vormittag waren die Gifhorner Feuerwehrleute noch beschäftigt.

Die Feuerwehr Wolfsburg meldete bis zum Morgen neun Einsätze. In Hattorf kippte ein Baum auf ein Auto, in der Innenstadt stürzte ein Baum auf ein Haus. Verletzt wurde zum Glück in beiden Fällen niemand.

Niedersachsen: Bäume liegen auf Salzgitters Verkehrsachse

Die Feuerwehr Salzgitter zählte bis zum Vormittag 13 Einsätze wegen des Wintersturms. Auch hier waren es meist Bäume, die umstürzten. Die Nord-Süd-Straße war zwischenzeitlich für eine Stunde in Richtung Bad gesperrt gesperrt, weil hier gleich drei Bäume auf die Fahrbahn gekippt waren.

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Der Landkreis Wolfenbüttel blieb offenbar größtenteils verschont. Um kurz vor Mitternacht hieß es von der Feuerwehr, das lediglich ein Baugerüst am Stadtmarkt umgestürzt war und gesichert werden musste. Verletzt wurde niemand. In der Kommißstraße löste sich das Schild einer Kneipe.

Auch die Feuerwehr Flechtorf aus dem Landkreis Helmstedt hatte es am Samstagabend mit einem Baum zu tun. In der Straße „An der Burg“ drohte der sieben Meter hohe Baum, auf einen Zaun und eine Garage zu kippen. Die Feuerwehr sägte ihn mit Hilfe einer Drehleiter letztlich stückchenweise von oben herab ab.

Niedersachsen: Autofahrerin kracht im Harz gegen Baum

Aus dem Harz waren bisher wenige Infos zu bekommen. Bei Göttingerode krachte eine 27-jährige Autofahrerin aus Goslar gegen eine umgestürzten Baum. Sie blieb unverletzt, aber ihr Auto ist leider Schrott. Ein Polizeisprecher sagte, dass mehrere Bäume umstürzten, unter anderem in Vienenburg, auf der B4 und in Braunlage.

Hier lagen gleich mehrere Bäume auf der Straße – auch noch am frühen Sonntagmorgen. „Mit Kettensäge und Muskelkraft wurden die Hindernisse geräumt“, so die Feuerwehr Bad Harzburg. Verletzte habe es bisher nicht gegeben.

In Seesen kam am frühen Sonntagmorgen ein Lkw wegen einer Windböe von der Fahrbahn ab und kippte nach rechts in den Graben. Der 44-jährige Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Die K58 musste zwischenzeitlich vollgesperrt werden.

Auch in Hannover kam es zu drei Unfällen wegen umgestürzter Bäume – insgesamt war die Polizei rund 50 Mal im Einsatz. Die Polizei Peine meldete nur wenige kleine sturmbedingte Einsätze, die Feuerwehr war zunächst nicht erreichbar.

In Uetze erfasste am Abend eine Windböe einen Transporter, der dann gegen einen Baum prallte. Der 59-Jährige Beifahrer wurde schwer verletzt. Der 28-Jährige Fahrer erlitt leicht Verletzungen.

„Nadia“ fegt mit 130 Stundenkilometer über Brockenkuppe

„Nadia“ fegte allerdings mit einer Spitzengeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer über die Kuppe des 1.141 Meter hohen Brockens im Harz hinweg. Der Spitzenwert sei am späten Samstagnachmittag gemessen worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag. In der Nacht seien es in der Spitze 125 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit gewesen – langsam ziehe das Sturmfeld ab.

„Es geht allmählich raus, aber der Sonntag bleibt trotzdem ordentlich windig.“ Nach Angaben des Lagezentrums des Innenministeriums habe es keine größeren Schäden gegeben. Vereinzelt seien Bäume umgestürzt, hieß es.

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DWD hebt Unwetterwarnung für Norddeutschland auf

Am Sonntagvormittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetterwarnung für Norddeutschland aufgehoben. Bis zum späten Sonntagnachmittag ist den Angaben zufolge in Niedersachsen aber weiter mit Sturmböen zu rechnen. (ck)