Peine 

Landkreis Peine kratzt an 200er-Inzidenz – DAS passiert, wenn die Marke überschritten ist

Was passiert, wenn Peine die 200er-Inzidenz überschreitet? Das hat der Landkreis jetzt bekanntgegeben. (Symbolbild)
Was passiert, wenn Peine die 200er-Inzidenz überschreitet? Das hat der Landkreis jetzt bekanntgegeben. (Symbolbild)
Foto: imago images / Ralph Peters

Peine. Corona-Hotspot in der Region ist Salzgitter mit einer Inzidenz von 233 (Stand Donnerstag). Doch die Inzidenz in Peine klettert weiter in die Höhe und kratzt mit 176,6 schon fast an der 200er-Marke.

Doch was passiert, wenn die Marke überschritten wird? Das hat der Landkreis Peine jetzt bekanntgegeben.

Landkreis Peine: DAS passiert, wenn die 200er-Marke überschritten wird

Seit dem letzten Bund-Länder-Gipfel sind in der neuen Corona-Verordnung von Niedersachsen einige Lockerungen verankert – gekoppelt an Inzidenzen. Doch es gibt auch einen „Notknopf“ und den könnte der Kreis Peine bald drücken.

Denn dort steigt die Inzidenz weiter an. Kreissprecher Fabian Laaß erklärt, dass das Infektionsgeschehen zu großen Teilen im familiären und privaten Umfeld stattfindet. Von dort aus würde Corona in Firmen und Schulen getragen und umgekehrt.

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Kreis hält Ausgangssperre für möglich

Sollte der Landkreis die Inzidenz von 200 überschreiten, sind strengere Maßnahmen denkbar. Fabian Laaß spricht beispielsweise von einer Ausgangssperre: „Die britische Mutation erfordert von uns ein konsequenteres Vorgehen beim Infektionsschutz, insbesondere ein höheres Tempo bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung. In diesem Zusammenhang halten wir eine Ausgangssperre für notwendig. Diese können wir ab einer Inzidenz von 200 rechtssicher anordnen.“

Auch eine Veränderung bei den Grundschulen sei angedacht. „Um ein Ausbruchsgeschehen in den Grundschulen zu vermeiden und in Anbetracht des derzeitigen Stopps der Impfungen mit AstraZeneca, werden die Grundschulen ab einer 200er-Inzidenz in Szenario C (Distanzlernen) wechseln. Regelungen für Kindertagesstätten wird der Krisenstab mit den Bürgermeistern von Stadt und Gemeinden abstimmen“, betont der Kreissprecher.

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Nächtliche Ausgangssperre und trotzdem Lockerungen in der Wirtschaft?

Nichtsdestotrotz begrüßt der Landkreis nach eigenen Angaben die Idee, nächtliche Ausgangssperren mit Lockerungen in der Wirtschaft zu kombinieren, sollten diese an Schnelltests geknüpft sein. „Wir erwarten, dass sich Bund und Land mit diesem Vorschlag intensiv auseinandersetzen, da wir den Vorschlag für sinnvoll halten“, erklärt Laaß.

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Dafür benötige der Landkreis aber entsprechende Testkapazitäten: „Das wird nur gelingen, wenn diejenigen, die sich auf Bundes- und Landesebene mit Rahmenverträgen zu Schnelltestungen bereit erklärt haben, nun auch schnellstmöglich mit der Umsetzung beginnen“. Der Landkreis selbst wolle auch mögliche Rahmenbedingungen schaffen. (red)