Peine 

Volksbank im Kreis Peine: Automat in die Luft gejagt! Polizei mit Hubschrauber im Einsatz

So entsteht ein Phantombild

So entsteht ein Phantombild

Ingo von Westphal ist Phantombildzeichner. Uns hat er erklärt, wie ein Phantombild entsteht.

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Groß Ilsede. Großer Knall im Kreis Peine! Offenbar wurde wieder ein Geldautomat in einer Volksbank gesprengt.

Die Polizei Peine befindet sich im Großeinsatz und sucht mit allen Mitteln nach den Tätern, die in der Volksbank zugeschlagen haben.

Volksbank im Kreis Peine: Knall versetzt Anwohner in Angst und Schrecken

In der Nacht zum Mittwoch riss es viele Menschen in Groß Ilsede aus dem Schlaf. Unbekannte Täter sprengten einen Geldautomaten der ortsansässigen Volksbank-Filiale. Und hinterließen ein wahres Trümmerfeld. Herumgeflogene Teile waren auf der ganzen Straße verteilt.

Die Täter ergriffen die Flucht, weswegen die Polizei sich im Großeinsatz befand. Mit Unterstützung der Autobahnpolizei und einem Polizeihubschrauber suchten sie nach den Flüchtigen. Außerdem war die Feuerwehr Groß Ilsede im Einsatz. Sie übernahm die Aufräumarbeiten am Tatort. Im Zuge dessen war die Gerhardstraße in beide Richtungen komplett gesperrt.

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Das ist die Volksbank:

  • Die Volksbank ist eine Genossenschaftsbank
  • Die Idee dahinter: Auch kleine Leute können dort Geld ansammeln und Kredite erhalten
  • Von den 1197 Genossenschaftsbanken im Jahr 2008 gehören 480 zur Volksbank, 409 zur Raiffeisenbank und 167 zur Volks- und Raiffeisenbank

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Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen glücklicherweise niemand, allerdings stehen die Anwohner unter Schock. Die Filiale der Volksbank befindet sich in einem Mehrfamilienhaus. Vor wenigen Wochen gab es einen ähnlichen Vorfall in Edemissen, ebenfalls Kreis Peine. Auch hier sprengten unbekannte Täter einen Volksbank-Geldautomaten. (Alle Einzelheiten liest du hier nach)

Zahl gesprengter Geldautomaten sinkt

Trotz dieser Fälle ist die Zahl gesprengter Geldautomaten im Februar im Vergleich zum Vormonat gesunken. Seit Jahresbeginn kam es nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) zu 17 Sprengungen. Bis Ende Januar zählte das LKA zwölf Explosionen an Geldautomaten.

Im Januar hatte die Zahl der Geldautomatensprengungen deutlich über der Vorjahreszahl gelegen. Eine LKA-Sprecherin betonte allerdings, dass die Zahlen aufgrund von coronabedingten Reiseeinschränkungen in den Niederlanden nicht vergleichbar seien. Viele der Automatensprengungen würden von niederländisch-marokkanischen Banden durchgeführt.

Jüngst sprengten Bankräuber in der Nacht auf Mittwoch einen Geldautomaten im Landkreis Peine. Es war bereits die dritte Sprengung in einer Volksbank in dem Landkreis innerhalb weniger Wochen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden durch die Explosion keine Menschen verletzt. „Wir sind fassungslos über die Tat, über die Schäden und darüber, dass offensichtlich die Täter bisher nicht gefasst werden konnten“, sagte der Leiter der Volksbank-Direktion Peine, Stefan Honrath.

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Weil Bankautomaten immer häufiger gegen Sprengungen durch die Einleitung von Gas geschützt sind, nutzen Räuber seit dem Sommer 2020 vermehrt Festsprengstoff, wie das LKA mitteilte. Dadurch fallen die Explosionen auch stärker aus. Im vergangenen Jahr wurden laut dem LKA bundesweit erstmalig mehr Geldautomaten mittels Festsprengstoff als mit Gas gesprengt. (red./dpa)