Peine 

A2 bei Peine: Riesige Polizeikontrolle auf der Autobahn! Die Gründe dafür

A2: Das ist Deutschlands Ost-West-Achse

A2: Das ist Deutschlands Ost-West-Achse

Die A2 ist die wichtigste Ost-West-Verbindung der deutschen Autobahnen. Sie beginnt in NRW, in Oberhausen, und endet im brandenburgischen Kloster Lehnin.

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Peine / Braunschweig. Mit Schritttempo ging es plötzlich auf der A2 bei Peine nur noch weiter.

Die Polizei bremste den Verkehr aus und lenkte ihn auf Höhe des Parkplatzes Röhrse-Süd über einen einzigen Fahrstreifen. Großkontrolle! Die Aktion auf der A2 bei Peine hatte einen ernsten Hintergrund.

A2 bei Peine: Großkontrolle auf der Autobahn

Nach eigenen Angaben war die Polizei an der Stelle zwischen 22 und 2 Uhr nachts mit eine Großaufgebot im Einsatz. Neben der Polizei Braunschweig, waren auch Einsatzkräfte der Autobahnpolizei und der Kriminalinspektion vor Ort.

Der Grund: Die Beamten ermittelten wegen den zahlreichen Automatensprengungen in der Region. In Niedersachsen gab es davon laut Polizei seit Beginn des Jahres ganze 46, bei uns in der Region waren es 16. Erst letzte Woche hat es wieder einen Automaten in Ilsede erwischt (wir berichteten).

A2 bei Peine: Polizei ist Automatensprengern auf der Spur

„Die Täterinnen und Täter kommen meist aus den Niederlanden und gehören zu einer Gruppe von mehreren Hundert Personen, die zu zweit oder zu dritt in hochmotorisierten Fahrzeugen zu ihren Taten auch in unsere Region aufbrechen“, sagte Thomas Köhler von der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig. Unter seiner Leitung laufen die Ermittlungen.

„An verkehrsgünstig gelegenen Orten setzen sie Gas, meistens jedoch feste Sprengstoffe ein, um die Geldautomaten zu sprengen. Nur wenige Augenblicke später flüchten sie mit extrem hoher Geschwindigkeit mit dem erbeuteten Geld. Die Täterinnen und Täter arbeiten hochprofessionell und gehen absolut rücksichtslos vor. Der verursachte Gesamtschaden ist immens, die Gefährdung von Unbeteiligten ist immer gegeben.“

Polizei will mit Kontrolle auf der A2 bei Peine Druck ausüben

Mit der Kontrolle auf der A2 versuchten die Einsatzkräfte möglichen tatrelevanten Fahrzeugen und Tatverdächtigen auf die Spur zu kommen. Außerdem sollte der Kontrolldruck auf die Tätergruppe erhöht werden. Insgesamt wurden nach Polizeiangaben 70 Fahrzeuge kontrolliert. Auffälligkeiten gab es dabei keine.

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Einsatzleiter Jens Wiese zeigte sich trotzdem zufrieden: „Die abschreckende Wirkung durch regelmäßige Großkontrollen, wie wir sie heute installiert haben, ist nicht zu unterschätzen. Die Besonderheit der Autobahnen, dass sich die Täterinnen und Täter den Kontrollen kaum entziehen können, nutzen wir hier bewusst aus.“

Die Polizei kündigte an, auch in Zukunft ähnliche Kontrollen auf den Autobahnen in der Region durchführen zu wollen. (bp)

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