Salzgitter 

Salzgitter: Baum-Aktion sorgt für Verwunderung – „Gestern war das noch nicht so!“

Dieser geschmückte Baum in Salzgitter sorgte für Verwunderung.
Dieser geschmückte Baum in Salzgitter sorgte für Verwunderung.
Foto: Phil-Kevin Lux

Salzgitter. In Salzgitter hat ein Baum für Fragezeichen gesorgt. Oder besser gesagt: Dessen Deko.

Denn der Baum in Salzgitter ist neuerdings ziemlich bunt. Und er leuchtet! Oder: Erleuchtet! Aber, warum? „Gestern war das noch nicht so“, sagte ein Passant vor Ort zu news38.de. Das stimmt nur so halb.

Salzgitter: Baum in Fredenberg sorgt für Verwirrung

Der Baum steht am Kurt-Schumacher-Ring, neben der Fredenberger Brücke. Bis Dienstag sah er so aus wie immer. Aber das hat sich schlagartig geändert!

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Denn inzwischen ist er geschmückt mit ganz vielen bunten Bändern aus Krepppapier. Sie flattern neuerdings im Fredenberger Wind. Bei der Aktion handelt es sich aber weder um Kunst noch um eine Aktion der benachbarten Grundschule!

Awista-Wunschbaum lässt Fredenberg erleuchten

Vielmehr stecken der AWO-Integrations- und Begegnungstreff Awista und die TAG Wohnen dahinter. Sie haben den Wunschbaum in Salzgitter am Dienstag geschmückt. Zuvor hatten sie Wünsche der dort lebenden Menschen gesammelt. Mehr als 320 waren es am Ende. Der Baum soll ein Zeichen sein – für ein Miteinander trotz Abstand.

„Wir sind in einer Jahreszeit angekommen, die uns, nicht nur wegen Covid-19 wehmütig und nachdenklich einstimmt. Und auch das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die vergangenen Monate waren für uns alle nicht leicht. Einiges steht uns noch bevor. Trotz aller Beschwerlichkeit wollen wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauen“, sagte Awista-Leiterin Birgit Hynek.

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Der Baum soll die Wünsche in den nächsten Wochen beherbergen. Darunter sind ganz persönliche Wünsche wie „Kinder bekommen“ oder „Mutter in Jordanien besuchen können“ – aber auch auch allgemeine Wünsche „Dass Corona endet“ oder „Frieden“ und „Glück“ sind dort zu lesen.

„Jeder von uns hat Wünsche, kleine und große, individuelle und globale, materielle oder ideelle, greifbare oder solche, die einem aus der heutigen Sicht vielleicht ungreifbar erscheinen. Trotzdem darf man träumen“, fasste TAG-Managerin Yvonne Beyer die Aktion zusammen. (ck)