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Salzgitter: Grundschule warnt vor dem Netflix-Hit „Squid Game“! Mutter schockiert: „Finde es erschreckend“

Salzgitter: Eine Grundschule warnt vor "Squid Game". (Symbolbild)
Salzgitter: Eine Grundschule warnt vor "Squid Game". (Symbolbild)
Foto: picture alliance / NurPhoto | Aditya Irawan

Salzgitter. Eine Mutter in Salzgitter ist schockiert.

Immer öfter liest man Meldungen darüber, dass Schüler Szenen und Inhalte aus der koreanischen Serie „Squid Game“ nachspielen. Auch in Salzgitter ist der gefährliche Trend angekommen. Erste Schulen reagieren darauf.

So hat eine besorgte Mutter zweier Kinder einen Brief der Grundschule ihrer Sprösslinge in einer Salzgitter-Facebook-Gruppe veröffentlicht.

Salzgitter: Schule hat Forderung an Eltern

Wieso das Ganze so gefährlich ist? Die 456 Teilnehmer des „Squid Game“ müssen Kinderspiele gewinnen und dürfen sich dafür über ein großes Preisgeld freuen. Was wie ein einfaches Unterfangen klingt, endet für die meisten aber tödlich.

„Find‘s krass, wie sich der Mist verbreitet selbst unter den Kleinsten. Und dazu müssen die Kids nicht mal die Serie gesehen haben“, schreibt die besorgte Mutter. Sie hat news38.de den Brief zukommen lassen.

Darin bittet eine Grundschule in Salzgitter-Lebenstedt darum, dass die Eltern ihren Kindern nicht erlauben, die Serie anzuschauen und die Kindersicherung bei Netflix zu aktvieren.

Schüler der Kranichdammschule sollen bereits von „Squid Game“ erzählt haben und auf dem Schulhof Szenen daraus nachgespielt haben. Die Schule gibt diese Gründe für ihre Bitte an:

  • Es werden Kinderspiele gespielt, aber die Verlierer werden brutal getötet.
  • Die Szenen sind menschenverachtend und verherrlichen Gewalt.
  • Ein Leben hat keinen Wert.

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In den „Kinderspielen“ treten zum Beispiel Menschen gegeneinander an, die hoch verschuldet sind. Wer alles übersteht, ist reich. Doch wer verliert, stirbt. Das erste Spiel zum Beispiel heißt „Rotes Licht, grünes Licht“. Dabei stehen die Teilnehmer auf einem Feld und müssen in fünf Minuten zum anderen Ende.

Eine riesige Puppe steht weggedreht und singt. Hört sie auf und dreht sich um, sucht sie nach Teilnehmern, die sich bewegen. Die werden dann einfach erschossen. Alle anderen, die still bleiben, können in der nächsten Runde weiterlaufen.

Der Sohn eines besorgten Elternteils auf Facebook soll ebenfalls von dem umstrittenen Spiel erzählt haben. Selbst in der Kita macht es die Runde: „Ich war entsetzt, weil er so etwas nicht von uns wissen oder bei uns gesehen haben kann. Ich habe ihn gefragt woher, er das weiß – das habe ihm ein anderes Kita-Kind erzählt.“

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Salzgitter: Kinder gelangen übers Netz an Inhalt

Ein anderer findet: „Unglaublich, dass die Schule auf so etwas hinweisen muss.“ Andere Eltern berichten, dass sie ebenfalls E-Mails mit Warnungen von den Schulen ihrer Kinder erhalten haben.

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Eine Frau berichtet: „In der Grundschule meiner Tochter reden viele Kinder über diese Serie. Allerdings nicht nur über diese, auch über andere Horrorfilme. Ich finde es erschreckend, dass die Grundschulkinder die Filme besser kennen als ich. Ich frage mich wirklich, ob es vielen Eltern so sch** egal ist, was sich ihre Kinder im Fernsehen, Tablet und Co. angucken.“

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Die Eltern aus Salzgitter berichten in der Facebook-Gruppe außerdem, dass der Inhalt der Serie schon in anderen Computer-Spielen wiedergegeben werde und viele Kinder durch Filmausschnitte im Internet beeinflusst würden. (ldi)