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Eintracht Braunschweig: Fans drohen dem Verein! Jetzt bahnt sich der große Knall an

Bei Eintracht Braunschweig schaukelt sich ein Fan-Zoff immer weiter hoch. Ausgerechnet im Derby gegen Hannover droht der große Knall.

© IMAGO/Beautiful Sports

Wilde Jahre! Eintracht Braunschweig und die Angst vor dem Fahrstuhl

Die jüngste Historie von Eintracht Braunschweig ist von zahlreichen Auf- und Abstiegen geprägt. Wir zeigen dir die wilde Achterbahnfahrt des Traditionsvereins.

Eine Verkündung von Eintracht Braunschweig löste vor der Saison Empörung in der Fanszene aus. Was der Verein damit losgetreten hat, wird nun immer deutlicher.

Die Topspiel-Zuschläge sind bei Eintracht Braunschweig zu einem Politikum geworden. Ein Zoff zwischen Klub und Fans schaukelt sich immer mehr hoch. Jetzt droht der große Knall.

Eintracht Braunschweig: Zoff um Topspiel-Zuschläge schaukelt sich hoch

Sie fühlen sich übergangen und abgezogen. Unisono kritisieren Braunschweigs Fanabteilung und Ultras den BTSV scharf die in allen Fankreisen umstrittenen Topspiel-Zuschläge. Erstmals müssen Stadionbesucher in Braunschweig diese Saison für besonders beliebte Heimspiele mehr Eintritt bezahlen (hier die Details).

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Aus gleich mehreren Gründen kommt das überhaupt nicht gut an. Erstens sehen sich die treuen Fans damit vor den Kopf gestoßen. Die, die auch an einem regnerischen Dienstagabend gegen Elversberg kommen, werden bei den Highlights extra zur Kasse gebeten – eine kritische Entscheidung. Zweitens übersteigt der Preis für einen Stehplatz mit dem Zuschlag 20 Euro. Eine Schallmauer, die die Fans im Rahmen einer bundesweiten Aktion vor vielen Jahren als rote Linie markiert hatten. Am schlimmsten wiegt für die Löwen-Anhänger aber, dass sie nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.

Ultras drohen: „Letzter Warnschuss!“

Die ersten Proteste gegen die Topspiel-Zuschläge hatten es direkt in sich. St. Pauli, die als Gäste ebenfalls davon betroffen waren, betraten den Block erst nach Anpfiff, präsentierten ein großes Banner mit der Forderung „Fußball muss bezahlbar bleiben“ und verzögerten den Anpfiff zur zweiten Halbzeit, indem sie unzählige Tennisbälle auf den Platz warfen.

Auch auf der Heimseite gab es deutliche Proteste. Eine geplante Choreo wurde kurzerhand abgesagt, die ersten fünf Minuten schwieg die rappelvolle Kurve, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte. Schließlich folgte eine mehr als deutliche Drohung an den Verein. „Letzter Warnschuss! Topspiel-Zuschläge abschaffen.“

Großer Knall gegen Osnabrück?

Letzteres ist besonders brisant. Sprechen Ultras von einer letzten Warnung, ist dies auch als solche zu verstehen. Sie selbst nennen Stimmungs-Boykott, der Verzicht auf Choreos und optische Stilmittel und weitere akustische und optische Protestformen als mögliche Mittel, schließen dabei ganz explizit auch das Derby gegen Hannover 96 nicht aus.


Auch spannend:


Gegen den VfL Osnabrück (12. November) steht das nächste „Topspiel“ an, für das die Fans extra zur Kasse gebeten werden. Ist bis dahin keine Lösung gefunden oder zumindest ein Dialog in Gang gekommen, droht der Zoff bei diesem Spiel zu eskalieren.