Wolfenbüttel 

Schöppenstedt: Großbrand! Betroffene ist schockiert – „In dem Moment funktionieren die Beine nicht mehr“

Schöppenstedt: Miriam Peters, die Besitzerin des Brandhauses, erlebte einen Horrornacht.
Schöppenstedt: Miriam Peters, die Besitzerin des Brandhauses, erlebte einen Horrornacht.
Foto: Matthias Strauss

Schöppenstedt. Großbrand in Schöppenstedt im Kreis Wolfenbüttel! Am frühen Dienstagmorgen ist in einem Gebäude in Schöppenstedt ein Feuer ausgebrochen.

Der Gebäudekomplex wurde als Lager und Werkstatt genutzt – was es für die Einsatzkräfte nicht einfacher machte...

Großbrand in Schöppenstedt

Der Alarm ging um kurz vor 4 Uhr ein. Als die Einsatzkräfte am Brandort im Schwarzen Weg ankamen, stand das leerstehende Gebäude lichterloh in Flammen. „Bei unserer Ankunft haben wir einen Feuerschein im Gebäude gesehen. Den ersten Brand konnten wir relativ schnell ablöschen", so Einsatzleiter Jan Fischer.

Das schnell um sich greifende Feuer breitete sich bis in den hinteren Gebäudeteil aus. Die Flammen drohten außerdem, auf weitere Teile des Hauses überzugreifen. Für Miriam Peters und ihre Kinder war der Anblick besonders schlimm. Sie mussten mit ansehen, wie ein Teil ihres Vierseitenhofes in Flammen aufging.

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Schöppenstedt: Besitzerin schildert Situation

„Es war sehr erschreckend. Man kann es nicht beschreiben. In dem Moment funktionieren die Beine nicht mehr, weil mein denkt: Oh Gott, wenn das jetzt auf das Wohnhaus übergreift", sagte die Inhaberin eines Taxiunternehmens in Schöppenstedt zu news38.de.

Das Problem für die Feuerwehr: In dem gesamten Gebäude lagerten Tausende Autoreifen. Und zwar bis unters Dach! Eigentlich hätten die Feuerwehrleute die Reifen aus dem Gebäude herausholen müssen, um Glutnester ablöschen zu können. Dies war zunächst aber viel zu gefährlich.

Schöppenstedt: Warnung vor Rauchwolke

Via Katwarn und Nina wurden entsprechende Warnungen herausgegeben: „Die Bevölkerung im Bereich Schöppenstedt und Sambleben kann durch Rauchgase aufgrund eines Brandes am nordwestlichen Stadtrand beeinträchtigt werden“, hieß es.

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Es bestehe aber keine Gefahr. Dennoch sollten Anwohner Fenster und Türen zunächst zu lassen und gegebenenfalls Lüftungsgeräte ausschalten. Die Rauchwolke zog in Richtung Nordosten.

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Großeinsatz in Schöppenstedt

Bis zu 160 Einsatzkräfte waren zeitweise in Schöppenstedt im Einsatz. Sie bekämpften das Feuer mit einer Drehleiter und Schaum. Die Flammen haben den Dachstuhl zerstört. Verletzte gab es bislang nicht.

Zunächst hatte es Probleme mit der Wasser-Versorgung gegeben. Neben dem Hydranten wurden zwei Löschwasserleitungen aus der 700 Meter entfernten Altenau und aus dem Sauerbach aufgebaut.

Brandermittler der Polizei wollen zeitnah ihre Arbeit aufnehmen, um herauszufinden, wer oder was das Feuer ausgelöst hat. Zum Schaden gab es zunächst keine Angaben.

Altreifenhandel in Schöppenstedt betroffen

Nach Informationen von news38.de wurde in dem betroffenen Gebäude ein Altreifenhandel betrieben. Die alten Reifen werden hier gelagert und dann weiterverkauft, etwa nach Afrika oder Südamerika. Die verbrannten Reifen waren für eine Lieferung in die Dominikanische Republik vorgesehen. (ck)

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