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VW: Nach Zoff an der Konzernspitze pocht Osterloh auf Kursänderung – „Das ist sehr nötig“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh weht die Friedensflagge. Er hofft, dass im kommenden Jahr wieder mehr Ruhe im Volkswagen Konzern herrscht... (Archivbild)
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh weht die Friedensflagge. Er hofft, dass im kommenden Jahr wieder mehr Ruhe im Volkswagen Konzern herrscht... (Archivbild)
Foto: Ronny Hartmann/dpa

Wolfsburg. Das Jahr 2020 nähert sich seinem Ende. Und damit dann auch der Streit an der VW-Spitze?

Das zumindest hofft VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh inständig. Er fordert eine rasche Rückkehr zur Sacharbeit.

VW: Osterloh fordert Konzentration aufs Geschäft

„Ich hoffe, dass wir uns im neuen Jahr aufs operative Geschäft konzentrieren“, sagte der oberste VW-Belegschaftsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist sehr nötig. Der Konzernvorstand tritt dafür mit neuen Vorzeichen an – das ist gut so.“

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Osterloh sitzt mit im Aufsichtsrat, der kürzlich zu Sondersitzungen zusammengekommen war. Dabei soll es Konzernkreisen zufolge auch um die Forderung von VW-Chef Herbert Diess gegangen sein, ein starkes Bekenntnis zu seiner Arbeit etwa in Form eines neuen Fünf-Jahres-Vertrags zu bekommen.

Dem Vernehmen nach löste das Irritationen unter den Kontrolleuren aus – viele von ihnen empfanden den Druck zur Entscheidung in der Frage als unangemessen. Denn eigentlich wird frühestens ein Jahr vor dem Auslaufen über einen Anschluss verhandelt; der Vertrag von Diess an der Vorstandsspitze läuft noch bis zum April 2023. Durch die offensiv eingeforderte Rückendeckung fühlten sich manche Mitglieder des Gremiums auf die Füße getreten, hieß es.

Osterloh: „Aufsichtsrat war nie getrieben“

„Der Aufsichtsrat sollte wohl als getrieben erscheinen“, meinte der VW-Betriebsratschef dazu. „Das ist aber nicht gelungen – und das war der Aufsichtsrat auch nie.“ Gleichwohl habe der Volkswagen Konzern in den vergangenen Wochen ein „teilweise sehr unruhiges“ öffentliches Bild abgegeben.

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Diess habe aber durchaus die Unterstützung des Betriebsrats, stellte Osterloh klar. Er war jedoch auch oft mit dem Top-Manager aneinandergeraten, wenn es zum Beispiel um Sparziele ging. „Was wir nicht brauchen, ist dieses ewige 'Betriebsratsboss gegen Konzernchef'“, betonte Osterloh. „An dieser Stelle wünsche ich mir in der Tat mehr Ruhe.“

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Während sich Diess zuletzt mit der Nominierung eigener Favoriten für die Besetzung dreier Vorstandsbereiche durchsetzen konnte, gilt der Beschluss für den Bau eines wichtigen E-Modells am Stammsitz Wolfsburg als Erfolg Osterlohs. >> VW-Chef Diess mit Sieg und Niederlage – Betriebsklima geprägt von Angst? (dpa/ck)