VW 

VW-Vorstand war eigentlich schon weg – jetzt bleibt der „Retter des ID.3“ doch

Thomas Ulbrich, E-Mobilitäts-Vorstand bei VW, mit dem ID.Charger.
Thomas Ulbrich, E-Mobilitäts-Vorstand bei VW, mit dem ID.Charger.
Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. Erst waren es nur Gerüchte, Anfang Dezember gab es dann Gewissheit: Thomas Ulbrich verlässt VW. Der Elektroauto-Vorstand wollte dem Konzern den Rücken kehren. Aus privaten Gründen.

Doch jetzt gibt es eine überraschende Wende bei VW. Denn Thomas Ulbrich verlässt den Autobauer doch nicht.

VW: Thomas Ulbrich bleibt doch beim Konzern

Thomas Ulbrich war als Elektromobilitäts-Vorstand bei VW maßgeblich daran beteiligt, die Modellreihe ID auf den Weg zu bringen, allem voran natürlich den ID.3. Mit diesem Modell wollte der Autobauer den Aufbruch in den Massenmarkt markieren. Klar, dass hinter solch einer Mammutaufgabe auch eine Menge Kraft und Anstrengung steckt.

Deshalb gab VW wohl auch Anfang Dezember bekannt, dass Thomas Ulbrich Volkswagen „nach einer extrem intensiven Arbeitsphase“ den Rücken kehren möchte.

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Das ist Thomas Ulbrich:

  • begann seine Laufbahn bei VW 1992 in der Werkslogistik Wolfsburg
  • übernahm 1996 die Leitung der Logistik bei der FAW-Volkswagen im chinesischen Changchun
  • von 2001 bis 2008 war er Leiter der Logistik im Werk Emden
  • 2008: Produktionsvorstand der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge Hannover
  • von 2014 bis 2018: verantwortete als Mitglied des Markenvorstandes Volkswagen den Geschäftsbereich „Produktion und Logistik“

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DIESES Amt soll Ulbrich zukünftig übernehmen

Doch jetzt die Überraschung! Allzu lang hat der Abschied von Thomas Ulbrich nicht gehalten. Denn wie Volkswagen jetzt bekannt gab, soll Ulbrich zum 1. Februar Vorstand für technische Entwicklung werden. Damit löst er Frank Welsch ab, der wiederum die Leitung der neu ausgerichteten Qualitätssicherung des Konzerns übernehmen soll.

Ralf Brandstätter, Vorstandvorsitzender der Marke Volkswagen Pkw, freut sich über die neuen „alten“ Besetzungen. „Dass Thomas Ulbrich nach der Bewältigung dieser großen Aufgabe als Entwicklungsvorstand zur Verfügung steht, sehen wir als klares Bekenntnis zur Marke und zu unserer Zukunftsstrategie.“

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Die große Aufgabe, das sei die Einführung der ID-Modelle gewesen. Sozusagen von der Skizze auf die Straße. Wie es scheint, soll es zukünftig aber keinen Elektro-Vorstand mehr geben. Laut VW sollen die bisherigen Aufgaben, die Ulbrich als E-Vorstand innehatte, nach der Markteinführung nun wieder zurück in die Verantwortungsbereiche der jeweiligen Ressorts überführt werden. (abr)