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VW zieht im Zulieferer-Streit die Reißleine – „Der Ärger ist groß!“

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers
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Wolfsburg. Der Streit um fehlende Computerchips geht in die nächste Runde. Nun beschuldigt VW die Zulieferer, schlecht geplant zu haben. So soll der Mangel an den Teilen verschlimmert worden sein.

Wie „Automobil Industrie“ berichtet, wirft VW den Zulieferern vor, sie hätten damit rechnen müssen, dass die Produktion der Autos nach dem Lockdown wieder schnell anzieht, sagt ein VW-Manager.

„Wir haben unseren Bedarf frühzeitig kommuniziert. Wenn die Lieferanten unseren Zahlen nicht trauen und ihre eigenen Prognosen zu Rate ziehen, hätten wir sofort informiert werden müssen. Dies ist nicht geschehen“, teilt er mit.

Diese VW-Marken sind betroffen:

  • Audi
  • VW
  • VW Nutzfahrzeuge
  • Seat
  • Skoda

Aber auch die Kommunikation selbst kritisiert VW. Der FAZ sagte ein Einkaufsmanager, er verstehe es nicht, dass ein Lieferant den Engpass erst im November gemeldet hatte. „Der Ärger ist groß. Wenn der Lieferant in seiner Vormaterialkette kein Chip-Problem hätte, würden wir unsere Steuergeräte bekommen.“

VW will Chips direkt beziehen

Die Teile-Zulieferer Bosch und Conti wehren sich gegen die Vorwürfe und sagen, sie hätten das Problem transparent kommuniziert. Weitere Angaben machten die Unternehmen jedoch nicht.

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Wegen des Chipmangels musste VW sogar für mehrere Werke vorübergehend Kurzarbeit anmelden, da nicht weitergearbeitet werden konnte.

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VW plant jetzt wohl sogar selbst, die Chiphersteller zu kontaktieren, um die Bauteile direkt beziehen zu können, so „Automobil Industrie“. (ldi)