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VW: Chips fehlen – in DIESEM Werk stehen die Bänder still

Die Chip-Krise trifft VW ziemlich hart. Jetzt hat der Konzern entschieden, die Bänder in einem Werk zeitweise anzuhalten...
Die Chip-Krise trifft VW ziemlich hart. Jetzt hat der Konzern entschieden, die Bänder in einem Werk zeitweise anzuhalten...
Foto: picture alliance/dpa | Uwe Zucchi

Wolfsburg. VW zieht erneut die Reißleine.

Dem Konzern fehlen nach wie vor wichtige Elektro-Chips. Daher sieht sich VW weiterhin zum Handeln gezwungen – und stoppt in einem Werk die Bänder.

Zwangsstopp im VW-Werk Kassel in Baunatal

Betroffen ist das VW-Werk in Baunatal mit seinen rund 17.000 Beschäftigten. Fast der gesamte nordhessische Standort wird runtergefahren – zunächst für zwei Tage, nämlich am Freitag, 25. Juni, und am Montag, 28. Juni. Zuerst hatte die „ Hessische Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) darüber berichtet.

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VW verbaut die jetzt fehlenden Chips in immer mehr elektronischen Komponenten. Dass alle Bereiche vom Zwangsstopp betroffen sind, erklärt der dortige Betriebsrat so: Wenn etwa Elektro-Chips für die Steuergeräte der Getriebe fehlten, brauche man auch keine Gehäuse dafür aus der eigenen Gießerei.

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VW-Werkssprecher: „Es macht kein Sinn“

„Es macht kein Sinn, Teile ohne die Chips vorzufertigen und dann nachzurüsten“, sagte Werkssprecher Heiko Hillwig dem Radiosender „Hit Radio FFH“.

Dass die Bänder stillstehen, sei bedauerlich: „Wir haben Bestellungen ohne Ende“, hieß es vom Betriebsrat gegenüber der „HNA“. Die Halbleiter-Krise trifft bei VW alle fahrzeugbauenden Werke. Auch im Stammwerk Wolfsburg hat der Konzern erneut reagieren müssen. >> Mehr dazu liest du HIER! Der Betriebsrat im VW-Werk Baunatal glaubt nicht daran, dass die Krise so schnell vorbei sein wird – und rechnet mit weiteren Schließtagen.

VW ist nicht allein mit dem Problem

Als Folge der zwischenzeitlich abgesackten Nachfrage der Autohersteller waren im vergangenen Jahr mehrere große Chip-Produzenten auf Abnehmer etwa in IT, Unterhaltungselektronik oder Medizintechnik umgeschwenkt. Wegen der fehlenden Teile gab es in vielen Autowerken bereits Kurzarbeit, in Deutschland traf es neben VW unter anderem auch Daimler und BMW. (ck)