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VW-Vorstand über geheimnisvolles Elektro-Projekt – „Laden wird so schnell gehen wie tanken“

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Bei VW ist die Elektro-Wende eingeläutet. Daran lässt VW-Chef Herbert Diess keinen Zweifel mehr aufkommen.

Der ID.3 war der erste Meilenstein in der Konzernumstrukturierung. Am Ende wollen die Autobauer aus Wolfsburg aber noch lange nicht sein. Die elektronische Flotte soll in Zukunft weiter wachsen, diverse Modelle sind bereits für den Verkauf angekündigt oder in Planung. Über eines der wohl ambitioniertesten Projekte von VW hat nun auch Klaus Zellmer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw, mit der „Augsburger Allgemeinen“ gesprochen.

VW: Aus für Verbrennungsmotoren kommt

Zumindest in Europa sind Autos mit Verbrenner-Motoren ein sterbendes Geschäftsfeld. Immer mehr Länder nennen konkrete Zeiträume, in denen die klimaschädlichen Fahrzeuge komplett aus dem Verkehrsbild verbannt werden sollen. Großbritannien beispielsweise überlegt, den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen bereits ab 2030 zu verbieten. Die Automobilkonzerne sind zum Handeln gezwungen.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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Auch bei VW sieht man das große Geschäft im Elektro-Markt. „Im Jahr 2030 wollen wir in Europa mehr als 70 Prozent rein batterieelektrische Fahrzeuge verkaufen“, kündigt Markenvorstandsmitglied Zellmer an. Die letzten Verbrenner sollen in Europa demnach zwischen 2033 und 2035 vom Band laufen.

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Elektro-Offensive bei VW läuft bereits

Das Unternehmen aus Wolfsburg hat den Elektro-Turbo dabei bereits im vergangenen Jahr gezündet. Mit dem Verkaufsstart des ID.3 ging das erste Fahrzeug mit komplett neuer, vollelektrischer Bauweise über die Ladentheke. Wenig später konnten die ersten Kunden auch den ersten Elektro-SUV, den ID.4, in Empfang nehmen.

Die Markteinführung der neuen Elektromodelle konnte man dabei auch als einen Angriff auf Branchen-Primus Tesla sehen. Im April, so Zellmer, sei der ID.4 „in Norwegen und Schweden das meist verkaufte Auto überhaupt“ gewesen.

„Laden wird so schnell gehen wie tanken“

Im Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen“ spricht der VW-Vorstand auch über die Zukunftspläne. So könnten vor allem Abo-Modelle an Bedeutung gewinnen. Ein erstes Pilotprojekt, bei dem Autos für drei Monate gemietet werden können, starte bereits im Sommer. Autonomes Fahren könnte in Zukunft ebenfalls per Abo-Funktion in Fahrzeugen zugeschaltet werden. In diesem Zusammenhang geht Zellmer auch auf eines der vielleicht ambitioniertesten Projekte bei VW ein: Das Elektroauto Trinity. Was das Vorstandsmitglied dabei zu erzählen hat, klingt fast schon nach Science-Fiction.

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Bereits 2026 werde das Trinity-Auto teil-autonom fahren, bis zum Jahr 2030 voll autonom. Das Auto werde dadurch für die Menschen „eine Art Zeitmaschine“, zum Aufenthaltsraum, in dem sich die Insassen während der Fahrt mit anderen Dingen beschäftigen. „Laden wird so schnell gehen wie tanken. Auch das Elektrizitätsmanagement von Gebäuden denken wir mit. Wir überlegen, wie das Fahrzeug an die jeweilige Solaranlage der Käufer angebunden werden kann“, kündigt Zellmer im Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen“ weiter an. Wir dürfen also gespannt sein, was VW schon in fünf Jahren auf den Markt werfen wird. (dav)