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VW setzt Gerüchten ein Ende – „Gibt keinerlei Grund, das zu überdenken“

VW-Personalvorstand Gunnar Kilian hat Gerüchten jetzt ein Ende gesetzt. (Montage)
VW-Personalvorstand Gunnar Kilian hat Gerüchten jetzt ein Ende gesetzt. (Montage)
Foto: IMAGO / photo2000/ IMAGO / Sven Simon/ Montage news38

Wolfsburg. VW setzt den Gerüchten ein Ende!

Die Spekulationen standen länger im Raum, doch jetzt hat VW ihnen den Wind aus den Segeln genommen. VW-Personalvorstand Gunnar Kilian hat Klartext gesprochen.

VW räumt mit Gerüchten auf

Personalvorstand Gunnar Kilians Worte sind klar: MAN Energy Solutions ES bleibt in den Händen von Volkswagen. MAN Energy Solutions gehört zum Volkswagen Konzern und es gibt keinerlei Grund, das zu überdenken“.

Volkswagen sei zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens. Der Konzern glaubt nach eigenen Angaben an das Potential von MAN ES, sagt Gunnar Kilian gegenüber der Deutschen Presseagentur.

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Das ist MAN ES:

  • MAN Energy Solutions SE
  • das Unternehmen hat seinen Sitz in Augsburg
  • bietet Großdieselmotoren und Turbomaschinen für maritime und stationäre Anwendungen an

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Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, der Konzern prüfe derzeit seine langfristigen Optionen für die Tochter, die vorwiegend Schiffsdieselmotoren baut und auch im Anlagenbau vertreten ist. Unter anderem sei die Börsennotierung eines Minderheitsanteils angedacht, entschieden sei aber angesichts der frühen Gespräche noch nichts.

VW hatte längere Zeit nach einem Käufer für die Tochter gesucht, aber letztlich keine ausreichenden Angebote bekommen. Das Geschäft mit Schiffsmotoren war mit den weltweiten Reiseeinschränkungen unter anderem bei Kreuzfahrtschiffen in der Corona-Pandemie stark unter Druck geraten.

MAN ES: Ein Kandidat für den harten Sparkurs?

Schon vorher galt MAN ES als Kandidat für einen harten Sparkurs. Vergangenes Jahr einigte VW sich mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Restrukturierung, der 2600 von 14 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollten, 1600 davon in Deutschland. Bis 2024 sollte ein Verkauf damit auf Eis liegen - wenn bestimmte Renditeziele erreicht werden sogar bis mindestens 2026.

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„Um die Wachstumschancen zu untermauern, haben wir gerade erst einen umfangreichen Strategieprozess gestartet“, sagt Kilian. „Im Übrigen haben wir klare und verbindliche Vereinbarungen mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat von MAN Energy Solutions, zu denen wir stehen.“ MAN ES gehörte früher zum Lkw- und Busbauer MAN, der ebenfalls eine VW-Tochter ist. (dpa)