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Wolfsburger Tierhelfer erhalten dramatischen Anruf – „Vor Erschöpfung zusammengebrochen“

Ein Hunde-Schicksal aus Wolfsburg bewegt ganz Deutschland. Hündin Bonny wäre fast gestorben. Aber es geht gar nicht nur um sie…

© Tierhilfe Wolfsburg

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Das hier ist nicht nur ein tierisches Schicksal aus Wolfsburg. Es ist auch ein menschliches.

Die Tierhilfe Wolfsburg rührt mit dieser Geschichte zu Tränen. Im Mittelpunkt steht Hündin Bonny.

Wolfsburg: Herrchen muss Hündin abgeben

Über eine lange Zeit hat Bonny ihr Herrchen begleitet. Jetzt haben sich die Wege der beiden getrennt, wie die Tierhilfe Wolfsburg erzählt. Bonnys Herrchen sei nämlich obdachlos. Er habe mit seiner treuen Hündin im Wald gelebt. Die beiden hätten eng aneinander gekuschelt geschlafen, sich gegenseitig bei Minusgraden gewärmt.

Vor rund drei Wochen aber ging das nicht mehr. Bei der Tierhilfe Wolfsburg klingelte das Telefon. Eine sehr traurige Frau meldete sich. Und erzählte die Geschichte von Bonny und ihrem Herrchen. Die Hündin sei „vor Erschöpfung zusammengebrochen“ und liege in ihrem Auto, sagte sie. Ihr Herrchen wolle nicht, dass sie noch eine weitere Nacht draußen schlafen muss. Dann würde sie erfrieren. „Alles begann zu wuseln, es wurden Lösungen gesucht“, sagt die Tierhilfe Wolfsburg. Zunächst habe sich niemand gefunden. Als letzten Ausweg habe Bonnys Herrchen sogar überlegt, sie einschläfern zu lassen – einfach, damit sie nicht qualvoll erfriert.

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Bonnys Foto wärmte die Herzen der Tierhilfe Wolfsburg – und offenbar die sehr vieler anderer Menschen, die sich auf den bundesweiten Aufruf meldeten. Wobei es auch Pöbel-Kommentare gegeben habe. „Wir wollten die Euthanasie verhindern. Das schafft man übrigens, indem man aktiv wird und seinen Arsch bewegt, anstatt böse Kommentare zu verfassen und Gift zu verspritzen“, schreiben die Tierhelfer.

Hündin Bonny war schwach, aber noch wach. Foto: Tierhilfe Wolfsburg

Und tatsächlich habe sich dann doch noch ein neues Zuhause für die Hündin gefunden. Der Abschied sei sehr, sehr tränenreich gewesen. Er sei nachts immer aufgewacht, um zu gucken, ob seine Kleine noch atmet, habe der obdachlose Mann gesagt. Dabei sei es so kalt gewesen, dass er seine Hände immer in ihrem Fell gewärmt habe. Und zum Abschied: „Wir sehen uns auf der anderen Seite, mein Mädchen.“


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Bonnys Herrchen habe zunächst allein zurückbleiben wollen. In der Kälte. „Die Fahrt in die Pflegestelle habe ich geheult wie ein Schlosshund, solche Sorgen habe ich mir um ihn gemacht“, heißt es bei Facebook. Bonny habe ihre neue Umgebung erkundet, sei vom Arzt untersucht worden. Die Hunde-Omi habe unter anderem eine schwere Blasenentzündung gehabt. Kein Wunder, bei den Temperaturen draußen.

Tierhilfe Wolfsburg bittet um Spende

Die ganzen Untersuchungen seien sehr teuer gewesen. „Bei Fällen, wo keiner hilft, kann man sich immer auf uns verlassen – aber hier brauchen wir wieder eure Hilfe!“ Daher fragt die Tierhilfe Wolfsburg, ob vielleicht jemand etwas Geld für eine Spende übrig hat:

  • Empfänger: Tierhilfe Wolfsburg e.V.
  • IBAN: DE 61 2695 1311 0011 0661 07
  • BIC: NOLADE21GFW
  • Betreff: SPENDE
  • Hier gibt’s mehr Infos!

Das Beste kommt zum Schluss: Nicht nur Bonny geht es jetzt besser. Die Tierhilfe Wolfsburg sagt, dass auch ihr Herrchen sich gefangen habe. Er suche jetzt bezahlbaren Wohnraum in Wolfsburg. Vielleicht kann auch da jemand helfen? (ck)