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VW: „Unsichere Situation beunruhigt die Menschen“ – wie geht's mit dem Werk in Russland weiter?

VW plant Verlagerungsprogramm für Komponenten aus der Ukraine

Der Volkswagen-Konzern plant wegen des Kriegs in der Ukraine "Verlagerungsprogramme" für die Produktion von Komponenten aus dem Land, wie etwa Kabelstränge. Die Produktion in dem Land laufe derzeit in vermindertem Umfang, sagte Konzernchef Herbert Diess in Wolfsburg.

Kaluga. 

Seit mehreren Wochen tobt der Krieg in der Ukraine. Und seit mehreren Wochen stehen die Bänder im VW-Werk in Kaluga in Russland still – als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine.

Doch wie geht es mit dem VW-Werk weiter? Die mehr als 4.000 Mitarbeiter vor Ort sind verunsichert.

VW: Mitarbeiter in Russland verunsichert

Kaum hatte Putin den Angriffskrieg auf die Ukraine gestartet, haben zahlreiche Unternehmen die Konsequenzen gezogen und ein Zeichen gesetzt – indem sie sich aus Russland zurückzogen. Egal, ob McDonalds, H&M oder VW.

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Das VW-Werk Kaluga:

  • 2.100.000 Quadratmeter groß
  • produziert 118.000 Fahrzeuge im Jahre (2021)
  • hier werden der VW Tiguan, der Polo und der Skoda Rapid gebaut
  • rund 4.000 Menschen arbeiten hier

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+++ VW: Bittere Zahlen! HIER geht es für den Konzern bergab +++

Volkswagen hat nicht nur die Produktion an den Standorten Kaluga und Nischni Nowgorod gestoppt, sondern auch den Fahrzeugexport nach Russland. Doch wie geht es eigentlich den Mitarbeitern mit dieser Entscheidung? Der Sender „Ntv“ hat mit einem russischen Mitarbeiter des Werks in Kaluga gesprochen. „Die einzige Frage, die sich jeder stellt, ist, wann wir wieder anfangen können zu arbeiten, denn solch eine unsichere Situation beunruhigt die Menschen“, sagt er.

Wie geht es mit den VW-Standorten in Russland weiter?

Tatsächlich hat VW sich noch nicht offiziell dazu geäußert, ob und wann die Arbeit wieder aufgenommen werden soll. Die russische Führung indes hat internationalen Konzern, die ihre Werke stilllegen, mit einer Verstaatlichung ihrer Vermögenswerte gedroht.

Russland bekommt die Auswirkungen des Krieges auch auf dem Automobilmarkt zu spüren. Der Verkauf von Neuwagen ist in Russland im März deutlich zurückgegangen. So verkauften die Autohändler im vergangenen Monat nur 55.129 Neufahrzeuge, ein Minus von 62,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Branchenvereinigung Association of European Businesses (AEB) mitteilte.

VW spürt Auswirkungen des Ukraine-Krieges

Der Rückgang für das erste Quartal belief sich auf 28,4 Prozent. Von dem Einbruch sind alle Automarken betroffen, darunter auch der einheimische Lada-Produzent Awtowas.

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Doch nicht nur in Russland direkt spürt VW die Auswirkungen. Durch den Krieg in der Ukraine gebe es Liefer-Engpässe. Und das merken auch die Werke in Deutschland. Welche VW-Tochter es besonders schlimm trifft, liest du in diesem Artikel. (dpa/abr)