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VW-Gegner mit schweren Vorwürfen: „Das werden wir nicht hinnehmen“

Die VW-Trinity-Gegner lassen nicht locker. Und erneut schießen sie scharf gegen die Polizei und Stadt Wolfsburg. Neben der Dauermahnwache am VW-Trinity-Gelände wollten die Aktivisten auch ein Zeichen in der Stadt setzen. Aber daraus wurde nichts.Protest gegen neues VW-Werk auch in der Stadt Die Aktivisten sagen, sie hätten fristgerecht eine Versammlung auf einem Parkplatz in der […]

© IMAGO / photothek

VW lässt Drohne fliegen: Hier entsteht das Trinity-Werk

Die VW-Trinity-Gegner lassen nicht locker. Und erneut schießen sie scharf gegen die Polizei und Stadt Wolfsburg.

Neben der Dauermahnwache am VW-Trinity-Gelände wollten die Aktivisten auch ein Zeichen in der Stadt setzen. Aber daraus wurde nichts.

Protest gegen neues VW-Werk auch in der Stadt

Die Aktivisten sagen, sie hätten fristgerecht eine Versammlung auf einem Parkplatz in der Porschestraße angemeldet – um mit Passanten über die VW-Trinity-Pläne zu sprechen. Die Stadt habe aber auf die Anmeldung nicht reagiert und auch die Polizei nicht über die Aktion informiert. Einen Parkplatz habe man sich bewusst und symbolisch ausgewählt – frei nach dem Motto: Auch hier könnte eine Grünfläche sein.

Auf dem entsprechenden Parkplatz habe dann ein Auto geparkt. Das habe zwei Aktivisten aber nicht daran gehindert, ein Banner aufzuhängen, auf dem „Saubere E-Autos? Dreckige Lüge“ stand. Außerdem habe man einen Infotisch aufgestellt und Flyer verteilt.

Protest gegen die neue VW-Megafabrik auch in der Wolfsburger Innenstadt. Allerdings war schnell die Polizei vor Ort.
Protest gegen die neue VW-Megafabrik auch in der Wolfsburger Innenstadt. Allerdings war schnell die Polizei vor Ort. Foto: stoptrinity.blackblogs.org

Nach einer Viertelstunde sei dann die Polizei gekommen. Die Beamten hätten einen Auflagenbescheid gefordert und die Personalien der Aktivisten haben wollen, so schildert es die Gruppe. Eine Versammlung ohne diesen Bescheid dürfe es nicht geben, vor allem nicht auf einem Parkplatz. Den Leuten stehe es zu, hier zu parken, sollen die Beamten gesagt haben.

Das sehen die VW-Trinity-Gegner anders. Man habe sich ans Versammlungsgesetz gehalten, hieß es am Sonntag. Sie fühlen sich erneut schikaniert. Zumal sie ihre Aktion danach an einen anderen Ort verlegen mussten: „Die haben uns weggeschubst“, sagte ein Sprecher zu News38.


Eckdaten des Trinity-Werks:

  • Mehr als 2 Milliarden Euro Investition
  • Standort Warmenau in direkter Nähe zu den bisherigen Grenzen des Stammwerks
  • Baubeginn im Frühjahr 2023
  • Produktionsstart 2026 mit „Trinity“
  • Ziel: Zehn Stunden pro Fahrzeug

Das „rechtswidrige Handeln der Wolfsburger Seilschaften aus Stadt und Konzern“ spitze sich in den letzten Wochen immer weiter zu. „Das werden wir nicht hinnehmen, nächsten Samstag geht’s weiter mit einem Infostand auf der Porschestraße“, kündigte die Gruppe an.

Zuletzt hatte es unter anderem Streit um die Mahnwache der VW-Trinity-Gegner gegeben, weil die Aktivisten zunächst nicht dort hin durften, wo sie hin wollten – nämlich direkt auf die geplante VW-Baustelle in Warmenau. Das Oberverwaltungsreicht Münster gab den Aktivisten Recht – und sie konnten ihre Zelte doch wie geplant aufschlagen.

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Die Aktivisten wollen mit ihrer Dauer-Mahnwache vor allem gegen zwei Sachen demonstrieren: Einerseits gegen die unmittelbaren Folgen des Werksbaus. Lärmbelästigung, mehr Verkehr, Zerstörung von Ackerland – all das führe zum Verlust von Lebensqualität der Anwohner.


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Zum anderen ist die E-Offensive des Wolfsburger Autobauers an sich den Protestlern ein Dorn im Auge. Denn auch Elektro-Autos seien eine Belastung für Mensch und Umwelt: Von mehr Lärm, Unfalltoten, Flächenversiegelung, Feinstaub sowie von Ausbeutung von Menschen und anderen Lebewesen ist die Rede. Der Planungsstopp des Trinity-Werks ist für die Gruppe also nur die logische Konsequenz. Mehr Infos zu der Protest-Aktion gegen VW findet du HIER.