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VW-Boss Blume plant XXL-Umbau – es trifft auch Arbeitsplätze

VW-Chef Oliver Blume plant für den Konzern einen Großumbau – davon verschont bleiben auch Arbeitsplätze nicht. Hier liest du mehr.

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© IMAGO / IPON

VW-Boss Oliver Blume

So steil verlief seine Karriere

VW-Boss Oliver Blume plant einen Großumbau für den Wolfsburger Autobauer. Das Ziel: Es soll mehr Geld hängenbleiben, die Ausgaben sollen deutlich sinken.

Von dem XXL-Vorhaben bleiben auch Arbeitsplätze bei VW nicht verschont. Worum es geht, liest du hier.

VW: Keine Nachbesetzung von freien werdenden Stellen

Blume präsentierte am Mittwoch (21. Juni) neue Finanzziele für die kommenden Jahre. Dabei soll den Marken des Konzerns und deren Management mehr Verantwortung zukommen, die Zentrale in Wolfsburg soll künftig nur noch den Rahmen vorgeben. Gleichzeitig sollen die Marken enger zusammenarbeiten, um die Werke besser auszulasten, wie es anlässlich einer Investorenveranstaltung an der Rennstrecke Hockenheimring hieß.

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Details zu den angedachten Sparmaßnahmen sollen noch ausgearbeitet werden, doch Finanzchef Arno Antlitz kündigte an, dass auch dazugehören werde, dass frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden. Blume verwies auf Einsparungen auch an anderer Stelle. Die Modellvielfalt soll sinken, und im Vertrieb sollen sich die Händler nicht mehr gegenseitig mit Rabatten unterbieten.

DIESE Ausgaben will VW senken

Der Konzern will in den kommenden Jahren insbesondere den Aufwand für Sachinvestitionen sowie für Forschung und Entwicklung spürbar senken. Die Investitionsquote soll bis 2027 auf unter 11 Prozent des Umsatzes sinken. Für dieses Jahr haben die Wolfsburger noch einen Anteil von 14,5 Prozent der Erlöse für Investitionsausgaben eingeplant. Die hohe Investitionsquote des Konzerns ist seit langem ein Kritikpunkt von Investoren. Bis 2030 soll sie gar auf rund 9 Prozent fallen. Der Umsatz aber soll bis 2027 um jährlich 5 bis 7 Prozent steigen.

Blume will die Zweifel der Investoren ausräumen und wieder mehr auf sie zugehen. Denn auch der Börsengang der Sportwagentochter Porsche konnte den Wert von Volkswagen am Markt nicht heben. Die Renditeperle Porsche AG kommt an der Börse derzeit auf einen Marktwert von 102 Milliarden Euro, Volkswagen als Ganzes – inklusive des 75-prozentigen Anteils an Porsche – lediglich auf knapp 72 Milliarden.

VW will Ergebnis um zehn Milliarden Euro verbessern

VW-Markenchef Thomas Schäfer hatte jüngst schon angekündigt, das Ergebnis bis 2026 zusammengenommen um rund zehn Milliarden Euro verbessern zu wollen. Damit will die Marke mit dem VW-Logo die Umsatzrendite auf 6,5 Prozent hochtreiben – sprich von 100 Euro Umsatz sollen 6,50 Euro Betriebsgewinn übrig bleiben und nicht nur 3 Euro wie zuletzt im ersten Quartal.

Auch nach mehreren großen Sparrunden und Umgruppierungen in vergangenen Jahren tut sich das Herzstück des Konzerns nämlich schwer, eine auskömmliche Marge zu erzielen, um die nötigen Ausgaben für den Schwenk zu Elektroantrieben und für Software stemmen zu können.


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Bis Oktober sollen die Maßnahmen stehen, die Nutzung der Werke durch mehrere Marken ist ein großes Element davon, Material- und Fixkosten spielen ebenfalls eine große Rolle. Peilte VW in der mittleren Frist zuletzt 8 bis 9 Prozent Umsatzrendite im Konzern ein, sollen es 2027 jetzt 8 bis 10 Prozent und Ende des Jahrzehnts 9 bis 11 Prozent werden. (jko/dpa)