Braunschweig 

Braunschweig: Nach Brandanschlag auf LAB – Verfassungsschützer befürchten das Schlimmste

Um 2.16 Uhr wurde die Feuerwehr in Braunschweig zu einem Notfall gerufen.
Um 2.16 Uhr wurde die Feuerwehr in Braunschweig zu einem Notfall gerufen.
Foto: Phil-Kevin Lux

Braunschweig. Dieses Flammen-Inferno auf dem Parkplatz der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Braunschweig hat am Wochenende für einen echten Schock gesorgt!

Zehn Transporter und ein Anhänger standen lichterloh in Flammen. Ein Bekennerschreiben führte Ermittler schnell in die linksradikale Szene. Jetzt schlägt auch der Verfassungsschutz Alarm.

Braunschweig: Nach mutmaßlichem Brandanschlag – Verfassungsschutz schlägt Alarm

Denn der niedersächsische Verfassungsschutz befürchtet jetzt offenbar das Schlimmste. Die Linksextremisten würden sich immer mehr radikalisieren.

„Es ist zu befürchten, dass Teile der linksextremistischen Szene sich zu einem neuen Linksterrorismus entwickeln könnten“, sagt Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Es sei festzustellen, dass die Szene in Niedersachsen ebenso wie bundesweit wachse und sich radikalisiere.

Kommen die Brandanschläge aus linksextremer Szene?

Eine Radikalisierung sei anhand der Anzahl von Aktionen und Straftaten zu spüren, die der linksextremistischen Szene zugerechnet würden. Dazu zählt Witthaut auch den Brandanschlag auf Fahrzeuge auf dem Gelände der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Braunschweig vom vergangenen Wochenende. Darauf deute ein Bekennerschreiben hin. Auch am Gebäude der Aufnahmebehörde in Hannover-Langenhagen wurden Brandsätze gefunden. Diese zündeten aber nicht. Alle Infos zu dem mutmaßlichen Brandanschlag findest du hier >>>.

„Möglicherweise entwickeln sich hier Strukturen, die Abschiebungen mit allen Mitteln verhindern wollen“, sagte Witthaut. Es werde nun auch geprüft, inwieweit vier Anschläge ab Januar 2019 in Göttingen in einem Zusammenhang mit den aktuellen Anschlägen stehen könnten.

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Wichtig sei es, sagt der Verfassungsschutzpräsident, Tendenzen möglichst rechtzeitig zu erkennen. Dazu sollten Erkenntnisse der Behörden in Niedersachsen auch vor dem Hintergrund von Erkenntnissen aus anderen Ländern und dem Bund analysiert werden. (abr mit dpa)