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Braunschweiger Feuerwehr mit emotionalen Worten nach Explosion in Ratingen – sie hat eine wichtige Bitte

Das, was in Ratingen passiert ist, lässt auch die Braunschweiger Feuerwehr fassungslos zurück. Sie hat jetzt eine wichtige Bitte.

© IMAGO/Tim Oelbermann

Explosion in Ratingen: Das sagt eine Polizeisprecherin zur Lage

In Ratingen kam es am Donnerstag zu einer Explosion in einem Wohnhaus. „Der Westen“ ist vor Ort und berichtet über die aktuelle Lage.

Das, was in Ratingen passiert ist, hat nicht nur die Stadt in Nordrhein-Westfalen, sondern ganz Deutschland fassungslos zurückgelassen.

Auch die Braunschweiger Feuerwehr drückt ihre Anteilnahme aus – und hat jetzt eine wichtige Bitte.

Explosion in Ratingen sorgt für Fassungslosigkeit

Zunächst schein alles für einen Routineeinsatz für die Rettungskräfte zu sprechen. Sie wurden am Donnerstagvormittag (11. Mai) in die Berliner Straße nach Ratingen gerufen. Es war die Rede von einer „hilflosen Person“ in einer Wohnung. Doch dann nahm das schreckliche Drama seinen Lauf.

Es gab eine schwere Explosion. Mehrere Einsatzkräfte wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Polizei geht mittlerweile von einem mutmaßlichen Mordanschlag aus. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 57 Jahre alten polizeibekannten Gewalttäter handeln. Die Polizei soll bereits einige Tage vor der Explosion bei ihm zuhause gewesen sein. Der 57-Jährige hatte eine Geldstrafe wegen Körperverletzungsdelikten nicht gezahlt, deshalb sollte er eine Haftstrafe antreten. Doch niemand öffnete den Beamten die Tür.

+++Ratingen: Rätsel um Motiv des Verdächtigen – Nachbarn packen aus+++

Ermittler haben schlimmen Verdacht

Da der Briefkasten der Wohnung nicht mehr geleert wurde und überquoll, hatte die Vermieterin einige Tage später die Polizei gebeten, nach dem Rechten zu sehen. Während die Einsatzkräfte losgeschickt wurden, um einer „hilflosen Person“ zu helfen, war der 57-jährige Ratinger möglicherweise davon ausgegangen, dass er verhaftet werden sollte.

Er selbst schweigt zu dem Geschehen. Ein Polizeisprecher hatte am Freitag gesagt, mit einer derart verheerenden Eskalation des Einsatzes habe niemand rechnen können. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass der 57-Jährige die Tat mehrere Tage lang vorbereitet hat.

In Ratingen haben sich furchtbare Szenen abgespielt.
In Ratingen haben sich furchtbare Szenen abgespielt. Foto: IMAGO/Tim Oelbermann

Braunschweiger Feuerwehr mit wichtiger Bitte

Ein Richter hatte den Verdächtigen wegen versuchten Mordes in neun Fällen in Untersuchungshaft geschickt. Er soll den Einsatzkräften mit einem Gefäß Benzin entgegengeschleudert haben, als diese die Wohnungstür geöffnet hatten und dahinter auf einen Stapel aus Wasserkästen stießen, mit denen der Eingang verbarrikadiert war. Wie er das Benzin zündete, blieb auch am Sonntag unklar.


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Das, was in Ratingen passiert ist, lässt auch Feuerwehrkameraden in ganz Deutschland sprachlos zurück. „Unsere Gedanken sind bei unseren Kolleginnen und Kollegen“, schreibt die Braunschweiger Feuerwehr bei Facebook. „Wir wünschen euch eine möglichst vollständige Genesung und stehen euch, euren Familien und Freunden zur Seite,“ heißt es weiter. Das machen auch die Hashtags deutlich, mit denen Braunschweiger Einsatzkräfte deutlich machen, dass sie sich als „#einefamilie“ verstehen.

Die Braunschweiger Einsatzkräfte wollen mit ihrem Post darauf aufmerksam machen, dass für die verletzten Einsatzkräfte ein Spendenkonto eingerichtet wurde. Alle Infos zum Spendenkonto findest du hier >>> (abr mit dpa)