Gifhorn 

Kreis Gifhorn: Baby-Grab mit Farbe geschändet – jetzt hat die Polizei eine Tatverdächtige!

Im Kreis Gifhorn war mehrere Male ein Baby-Grab geschändet worden. Lange tappte die Polizei im Dunkeln – jetzt aber melden die Beamten einen Ermittlungserfolg. (Archivbild)
Im Kreis Gifhorn war mehrere Male ein Baby-Grab geschändet worden. Lange tappte die Polizei im Dunkeln – jetzt aber melden die Beamten einen Ermittlungserfolg. (Archivbild)
Foto: Privat

Sassenburg. Warum? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Aber: Immerhin meldet die Polizei Gifhorn einen Ermittlungserfolg.

Es geht um die Schändung eines Baby-Grabs auf dem Friedhof in Grußendorf (Sassenburg) im Kreis Gifhorn.

Kreis Gifhorn: Unfassbare Tatserie auf Friedhof

Johanna-Marie wurde nur acht Tage alt. Alles, was ihrer Familie von ihr blieb, war der Ort der Trauer und Erinnerung. Liebevoll schmückten sie das Grab ihrer Kleinen, die nur viel zu kurz leben durfte. Es sei „der Ort, wo wir für sie alles schön machen können“, hatte Johanna-Maries Mutter im vergangenen Sommer zu news38.de gesagt.

Aber eines Tages folgte der Schock: Das kleine Grab auf dem Friedhof in Grußendorf war geschändet worden. Jemand hatte den Grabstein besprüht, Deko geklaut, Blumen zerstört. Leider wiederholte sich das Ganze immer wieder. „Ich bin so unfassbar traurig, jedes Mal bricht für uns eine Welt zusammen“, so die Mama. Erst Ende des Jahres kehrte endlich Ruhe ein.

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Die Tatserie war für die vierköpfige Familie kaum zu ertragen. Wer macht so etwas? Und, warum? Auch in den sozialen Netzwerken sorgten die Schändungen des Baby-Grabs für Fassungslosigkeit, gemischt mit Trauer und Wut.

Polizei Gifhorn schnappt mutmaßliche Grabschänderin

Jetzt aber scheint die Polizei Gifhorn die Täterin gefunden zu haben. Nach intensiven Ermittlungen, Zeugenbefragungen und operativen Maßnahmen sei eine 57-Jährige Frau aus dem Nordkreis als Tatverdächtige ermittelt worden, hieß es am Donnerstagmorgen.

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Zu ihrem Motiv habe sie sich nicht geäußert, so die Polizei Gifhorn. Nachdem die Beamten eine Spraydose sichergestellt haben, die die 57-Jährige als Täterin überführen könnte, wurde die Frau zunächst wieder entlassen.

Die Ermittlungen gegen sie haben aber jetzt erst begonnen. Die Vorwürfe der Polizei Gifhorn: Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung. (ck)