Niedersachsen 

Hildesheim führt blaue Ampeln ein – Radfahrer stehen vor einem Rätsel

Hildesheim sieht blau! Zumindest die Radfahrer – und die sind zu Beginn mächtig irritiert über die blauen Ampeln.
Hildesheim sieht blau! Zumindest die Radfahrer – und die sind zu Beginn mächtig irritiert über die blauen Ampeln.
Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Hildesheim macht blau!

Zumindest, wenn es um Ampeln geht. Denn Hildesheim hat jetzt blaue Ampeln für Radfahrer eingeführt. Warum, weiß kaum einer. Außer Experten der Stadtverwaltung.

Hildesheim: Das steckt hinter den blauen Ampeln

In der Stadt Hildesheim sehen Fahrradfahrer ab sofort blau, wenn sie vor einer Ampel in der Neustadt stehen. Das zusätzliche Signal sitzt ganz oben in der Ampel und signalisiert den wartenden Radfahrern, dass die Ampelsteuerung sie erkannt habe und dass es für die Radler gleich grün werde. Das erklärte am Freitag Bettina Beyer, bei der Stadt Hildesheim unter anderem für die Ampelanlagen zuständig. Zuerst hatte die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Allerdings war vielen Radfahrern am Freitag die Bedeutung des blauen Lichts zunächst nicht klar. Es leuchtete zusammen mit dem Rotlicht und ging aus, wenn es grün wurde. „Ist das für die besoffenen Fahrradfahrer?“, fragte ein Radler am Morgen.

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50 Euro für das blaue Licht in Hildesheim

Weil die Stadt an der Kreuzung ohnehin die Ampelanlage erneuern musste, sei die Gelegenheit für den Aufbau dieser Ampeln genutzt worden. Laut Stadt kostet der Gesamtumbau der Ampelanlage an dieser Kreuzung rund 55.000 Euro. Davon entfielen etwa 50 Euro auf die blauen Signallampen – also nur ein sehr kleiner Anteil, erklärte ein Stadtsprecher.

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Gerade an dieser Stelle habe es immer wieder Kritik gegeben, sagte Beyer. „Die Radfahrer mussten sich immer mit den Autos eine Spur teilen und konnten nicht vorne zur Ampel durchkommen.“ Ein Planer habe dann den Vorschlag mit den blauen Ampeln gemacht. (dpa)