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Corona in Niedersachsen: Neue Verordnung! Weihnachtsmärkte und volle Stadien möglich

Niedersachsen erlässt eine neue Corona-Verordnung: Diese regeln gelten für Weihnachtsmärkte! (Archivbild aus Goslar)
Niedersachsen erlässt eine neue Corona-Verordnung: Diese regeln gelten für Weihnachtsmärkte! (Archivbild aus Goslar)
Foto: picture alliance / Swen Pförtner/dpa | Swen Pförtner
  • Mehr Fans im Fußballstadion, Glühwein und Schmalzkuchen auf dem Weihnachtsmarkt...
  • In Niedersachsen ist das schon bald wieder möglich.
  • Neue Lockerungen in der Corona-Pandemie gelten schon vor dem Wochenende!

Hannover. Niedersachsen lockert die Corona-Regeln!

Deswegen kannst du dich unter anderem auf den Besuch von Weihnachtsmärkten in Niedersachsen freuen. Eine entsprechend geänderte Corona-Landesverordnung hat die Landesregierung am Donnerstag auf den Weg gebracht. Sie soll schon am Freitag in Kraft treten, wie die Staatskanzlei in Hannover mitteilte.

Corona in Niedersachsen: 3G-Regel auf Weihnachtsmärkten

Wer etwas essen oder trinken möchte auf einem Herbst- oder Weihnachtsmarkt, muss demnach geimpft, genesen oder getestet sein. Dies gilt den Angaben zufolge auch für die Nutzung von Fahrgeschäften. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind hiervon ausgenommen.

Für die Betreiber von Weihnachtsmärkten gibt es mehrere Möglichkeiten, den Status der Geimpften, Genesen oder Getesteten zu kontrollieren: Das Gelände kann laut Verordnung mit zentralen Ein- und Ausgängen versehen sein. Ebenfalls können Bändchen oder Stempel als Nachweis ausreichen, die sich Besucher an einem Stand abholen. Als dritte Option muss direkt an den Ständen vom Personal kontrolliert werden.

Sofern einer für mehrere Menschen Getränke oder etwas zu essen kauft, muss jeder von ihnen nachweisen, dass er geimpft, genesen oder getestet ist. Würde die höchste Corona-Warnstufe erreicht werden, wäre die sogenannte 2G-Regelung verpflichtend und ein negativer Test nicht mehr ausreichend.

Weihnachtsmärkte in Niedersachsen trotz Corona

Die Stände müssen grundsätzlich einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander haben, Ausnahmen sind jedoch möglich. Essen oder Getränke darf nicht in Buden verkauft werden, die zu allen Seiten geschlossen sind. Wer über den Markt schlendert, muss überwiegend keine Maske tragen. Das Personal auf den Märkten muss sich mindestens zweimal pro Woche testen lassen - sofern es nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist. >> Weihnachtsmarkt in Braunschweig – kommen jetzt Zäune? Mandel Meier: „Alles aktuell kompliziert planbar“

„Zur Minimierung des Infektionsrisikos geben wir mit der 3G-Regel klare Leitplanken vor. Gleichzeitig ermöglichen wir den Kommunen vor Ort, flexible und situationsangepasste Regelungen zu treffen, was beispielsweise die Abstände zwischen den Ständen oder die Frage der Kontrolle der Besucherinnen und Besucher angeht“, erklärte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Diese Aspekte seien bei einem kleinen Weihnachtsmarkt im ländlichen Raum sicher anders zu bewerten und zu organisieren als bei Märkten in Ballungsräumen mit tausenden Besuchern am Tag. >> Hier geht's zu unserem Corona-Newsblog mit allen Infos!

„Es ist gut, dass die Landesregierung auf die Kritik gehört hat und der erste, völlig unpraktikable Vorschlag vom Tisch ist. Aber auch die neue Version hat noch Schwächen. Wir halten es beispielsweise nicht für notwendig, landesweit 3G vorzuschreiben“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schütz. Jede Stadt habe völlig andere Voraussetzungen und setze ein individuelles Konzept um.

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Die Grünen begrüßten die Entscheidung grundsätzlich. Allerdings mache es sich die Landesregierung zu einfach, wenn sie alle schwierigen Anforderungen den Kommunen und den Betreibern der Stände überlasse, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Landtagsfraktion, Meta Janssen-Kucz. „Die Option, dass Nachweise für Corona-Impfung, Genesung oder Test im Gedränge direkt an den Ständen kontrolliert werden, erscheint realitätsfern.“

Corona in Niedersachsen: Stadien dürfen sich bei 2G wieder füllen

Gute Nachrichten gab es am Donnerstag nicht nur für Weihnachtsmärkte, sondern auch für Veranstalter und insbesondere Fußballvereine wie etwa Eintracht Braunschweig: Wenn nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt zu einer Veranstaltung erhalten, gilt von Freitag an nicht länger die Obergrenze von 25.000 und Zuschauern.

Wenn also etwa ein Fußballverein nur gegen das Coronavirus Geimpfte oder von einer Covid-19-Infektion Genese in sein Stadion lässt, dürfen demnach wieder mehr als 25.000 Fans ins Stadion. Wer jünger als 18 Jahre ist oder sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf die Veranstaltung dennoch besuchen.

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Eine kleine Änderung gibt es zudem für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen oder aufgrund einer Teilnahme an einer klinischen Studie nicht impfen lassen dürfen. Bei der Vorlage eines negativen Tests reicht für sie künftig ein Selbsttest unter Aufsicht aus. Diese Tests können in vielen Apotheken oder Drogeriemärkten gekauft werden. (dpa/ck)